Nach Meltdown & Spectre: Intel nutzt iGPUs für mehr Speicher-Scans
Im Rahmen der RSA Conference hat Intel eine Reihe neuer Entwicklungen angekündigt, um die Sicherheit der hauseigenen Prozessoren zu verbessern und neue Angriffe frühzeitig zu erkennen. Der Chiphersteller möchte damit Skandalen vorbeugen, wie sie um Meltdown und Spectre entstanden sind. Im Desktop-Bereich soll die IGP ("iGPU") zum Beispiel effizient Speicher-Scans zum Erkennen von Unregelmäßigkeiten vornehmen.
Seit dem Bekanntwerden der drei Sicherheitslücken Spectre 1, Spectre 2 und Meltdown ist das Thema Sicherheit wieder verstärkt in das Bewusstsein der Anwender gerückt. Während es den Chipherstellern im ersten Schritt darum ging, die Sicherheitslücken über Betriebssystem-Patches und aktualisierten Microcode zu schließen, sollen in Zukunft Versuche unternommen werden, Sicherheitslücken und deren Ausnutzung besser zu erkennen.
Intel führt dazu den Marketing-Begriff Threat Detection Technology ein, der verschiedene Entwicklungen in diesem Umfeld zusammenfasst. Für sämtliche Prozessoren der Reihen Atom, Core und Xeon ruft der Chiphersteller die sogenannten Intel Security Essentials ins Leben - ein Framework, in dem feste Sicherheitsfunktionen definiert werden sollen, die Partnern künftig zugänglich gemacht werden. Details hierzu nennt Intel noch nicht, interessant könnte die Plattform in Zukunft werden.
Konkreter wird es beim Accelerated Memory Scanning, das mit einem kommenden Windows-Update der Advanced Threat Detection des Windows Defenders beigebracht werden soll. Alle Prozessoren ab Skylake, die mit einer integrierten Grafikeinheit ausgestattet sind, können damit Speicher-Scans von der CPU auf die iGPU auslagern, um Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Laut Intel habe es Schadcode bislang einfach, sich vor den regelmäßigen CPU-Scans zu "verstecken". Mit Einbeziehung der iGPU sollen vor allem mehr Scans durchgeführt werden. In internen Tests (System unbekannt) sei die CPU-Auslastung durch die Verwendung der iGPU von 20 auf zwei Prozent und die Leistungsaufnahme um 52 Prozent gesunken. Offen bleibt zurzeit, wie sich Systeme mit einer dedizierten Grafikkarte verhalten, da die Mainboards die iGPUs normalerweise abschalten. Außerdem müsse Intel die Workloads noch mit den Partnern evaluieren. Es gilt Fragen zu klären wie: "Was passiert, wenn der Anwender die GPU-Auslastung gerade braucht?" Da Intels Xeons und die High-End-CPUs für den Sockel 20xx (aktuell Skylake-X auf 2066) keine iGPUs haben, ist das nur für Sockel-115x-Nutzer relevant.
Quelle: Intel
Nach Meltdown & Spectre: Intel führt Threat Detection Technology ein (7)
Im Umfeld der Datenzentren führt Intel zusammen mit Cisco die Advanced Platform Telemtry ein. Erhobene Telemetriedaten kombiniert mit Machine Learning sollen dabei helfen, Angriffe aus der Cloud heraus zu erkennen. APT soll in Ciscos Tetration-Software integriert werden, wobei die Telemetriedaten anonymisiert und generalisiert weitergegeben würden.Intel sagte im Vorfeld, dass sich innerhalb der Threat Detection Technology eine dritte Komponente in Entwicklung befinde, ohne näher darauf einzugehen. Gut möglich, dass damit kommende Hardware-Neuerungen gemeint sind, die ab Cascade Lake-X eingeführt werden könnten.
Zu guter Letzt möchte Intel die Ausbildung neuer Sicherheitsforscher fördern. Dazu habe der Chiphersteller zuletzt die Purdue University (Indiana, USA) in der Ausarbeitung des "Design for Security"-Badge-Programms unterstützt, um einen einheitlichen Ausbildungsstand zu definieren.

Ein Virenscan kostet auch so CPU und Speicherleistung. Deswegen pausieren mittlerweile viele Programme den Systemscan, sobald ein Spiel gestartet wird.
So wie MS und Intel sich bei Windows10 und Skylake zusammengeschlossen haben, wird es das wohl nur für die neusten Win10-Versionen und aktuelle Intel-CPUs geben.
Die Hersteller der Antivirusprogramme könnten natürlich noch eigene Lösungen entwickeln, die auch bei Win7 und anderen GPUs läuft.
Habe eindeutig Futur 1 verwendet.
Und Intel hat auch in Vergangenheit schon Features "freigeschaltet". Hier. Intel schaltet „Quick Sync“ fur 15 Celeron und Pentium frei - ComputerBase
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