DDR5 und HBM3: Rambus plant eigene Produkte
Rambus ist vor allem wegen seiner vielen Patentstreitigkeiten bekannt, bietet aber inzwischen auch eigene Produkte an. Gegenüber Investoren kündigte das Unternehmen an, für den kommenden Standard DDR5 und dem noch etwas weniger klaren Standard HBM3 eigene Speicherprodukte anbieten zu wollen.
Rambus verdient noch immer mit Abstand das meiste Geld mit seinen Lizenzen, die fast alle Hersteller der DRAM-Branche und auch viele Chip-Entwickler betreffen. Doch inzwischen verkauft Rambus auch eigene Produkte, auch wenn hier nur 28 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt wurden. Die Patente brachten dagegen 212 Millionen Dollar ein.
Das Unternehmen hatte schon im September 2017 bekanntgegeben, die ersten funktionierenden Speicherchips für den kommenden Standard DDR5 entwickelt zu haben. Zwar sind die Spezifikationen für DDR5, das den aktuellen DDR4-Standard bei PC-Arbeitsspeicher ersetzen soll, noch nicht offiziell festgezurrt, das dürfte aber wohl 2018 der Fall sein. Erwartet wird eine Bandbreite zwischen 4.800 und 6.400 Mbps.
Wann DDR5 tatsächlich auf den Markt kommt, ist noch nicht klar, es könnte aber durchaus aufgrund der von Rambus geplanten 7-Nanometer-Herstellung bis 2020 dauern. Wie Computerbase meldet, will Rambus aber auch in den Markt für High-Bandwidth Memory 3 (HBM3) einsteigen. Hier gibt es bisher nur die Angabe, dass bis zu 4.000 Mbps möglich sein sollen. Das Ziel bei HBM3 ist also, die Speicherbandbreite zu verdoppeln, gleichzeitig soll der Speicher in noch komplexeren Designs zum Einsatz kommen können als HBM2.
Bisher gibt es aber noch keine Ankündigungen, HBM3 irgendwo einzusetzen, auch wenn Grafikkarten von AMD und Nvidia sicher von der hohen Bandbreite profitieren könnten. Aber auch GDDR6 steht in den Startlöchern und AMD soll nach den Problemen mit HBM und HBM2 durchaus daran denken, seine nächsten Architekturen auch auf GDDR6 auszurichten.

Nvidia Quadro GP100 mit 16 GByte HBM2 und NVLink fur 7000 Euro |
heise online
joke :p
Wie man sieht wurde HBM2 bei den Grünen nur in den Quadro Karten verbaut. Der Unterschied zu AMD ist, dass Nvidia viel mehr Geld zur Verfügung hat, und kann somit Profi- und Graphicssegment einzeln bedienen. Vega sollte beides gleichzeitig sein, dass das nicht ganz hinhaut, ist klar.
Ich denke, eine Gaming Grafikkarte mit HBM kann auch ganz gut abgehen, sie muss nur dafür konzipiert sein. Abgesehen davon, auch verdammt teuer. WEnn man mal sieht, was Nvidia für 16GB HBM2 haben will...
Dachte die sind nach dem Desaster in der Versenkung verschwunden.