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  • Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Triple-Slot-Schlachtschiff mit innovativen Lüftern
    Quelle: PC Games Hardware

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Triple-Slot-Schlachtschiff mit innovativen Lüftern

    Mit der Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming schickt Gigabyte ein wahres Grafikkartenmonster ins Rennen um den Titel "Beste Geforce GTX 1070". PC Games Hardware prüft im ausführlichen Test der GTX 1070 Xtreme Gaming, ob dem Hersteller dieses Unterfangen gelingt.

    Folgt man einer aktuellen Umfrage im PCGH-Forum, ist die Geforce GTX 1070 das beliebteste Modell der neuen GPU-Generation, rund elf Prozent der Teilnehmer verwenden die Oberklasse-Grafikkarte aus dem Hause Nvidia. Dafür gibt es gute Gründe, denn neben hoher Energieeffizienz bietet die GTX 1070 ein vertretbares Preis-Leistungs-Verhältnis - im Gegensatz zu ihrer großen Schwester GTX 1080, welche mit dem traditionellen "Topmodell-Aufschlag" bepreist wird.

    Angesichts der Popularität verwundert es nicht, dass nach wie vor neue Varianten der GTX 1070 erscheinen. Der Hersteller Gigabyte greift nun mit seiner Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming (PCGH-Preisvergleich) nach der Leistungskrone: Die Grafikkarte ist ein vollständiges Eigendesign mit Triple-Slot-Kühlung, kräftiger Übertaktung ab Werk sowie Spezialfunktionen für Besitzer einer VR-Brille, wie der Oculus Rift oder HTC Vive. Was Sie für den Preis von derzeit rund 500 Euro erwarten können, klärt PCGH im Test der Gigabyte Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming. Zum Einstand empfehlen wir Ihnen das folgende Video:

    09:21
    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming in Aktion: Design, UHD-Leistung in Battlefield 1 und mehr

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Technische Daten

          

    Die Geforce GTX 1070 ist derzeit Nvidias drittschnellste Grafikkarte und die zweitschnellste auf Basis des GP104-Chips. Dieser beherbergt insgesamt 20 Shader-Multiprozessoren, unterteilt in 2.560 Shader-ALUs, 160 Textureinheiten sowie 64 Raster-Endstufen. Der Vollausbau ist der Geforce GTX 1080 vorbehalten, die GTX 1070 muss sich mit einem abgespeckten Kern begnügen: Fünf der 20 SMs (-25 Prozent) liegen brach, was in 1.920 aktiven ALUs und 120 TMUs resultiert. Das Speichersubsystem lässt Nvidia quasi-unangetastet, sowohl die GTX 1080 als auch die GTX 1070 kommunizieren über 256 Datenbahnen mit ihrem je 8 GiByte großen Speicher. Für einen gesunden und zur Rohleistung passenden Abstand untereinander sorgt Nvidia durch unterschiedliche Speichertypen: Die GTX 1080 kann auf effektiv 5 GHz schnellen GDDR5X-Speicher zurückgreifen, die GTX 1070 nur auf 4-GHz-GDDR5 (-20 Prozent). Zusammen mit dem geringfügig unterschiedlichen Kerntakt verhilft das der GTX 1080 zu einem 20- bis 25-prozentigen Vorsprung gegenüber der GTX 1070, welchen letztere kaum durch eine Übertaktung wettmachen kann.

    Die Nvidia-Partner dürfen zwar nichts an den Grundpfeilern (GPU-Konfektion und Speichertyp) ändern, können aber mithilfe starker Platinen- und Kühldesigns das Bestmögliche herausholen. Gigabyte geht mit der Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming zwar nicht direkt auf Konfrontationskurs mit der GTX 1080, verkleinert den Abstand jedoch auf genau diese Weise. Die Xtreme Gaming ist die schnellste GTX 1070 aus dem Hause Gigabyte und ihre Rohdaten können sich sehen lassen: Der Grafikchip arbeitet mit 1.671 anstelle von 1.506 MHz Basistakt, sodass die Karte im Ernstfall elf Prozent schneller als Nvidias GTX 1070 Founders Edition rechnet. Der automatische, von Karte zu Karte unterschiedliche GPU-Boost wird von Gigabyte indes mit 1.873 MHz angegeben. Auch das entspricht elf Prozent mehr als bei der Founders Edition (1.683 MHz). Hinzu kommt bei der GTX 1070 Xtreme Gaming eine werkseitige Übertaktung des Speichers auf 4.082 MHz. Das zweiprozentige Plus ist zwar nicht fühlbar, aber eine weitere Differenzierung gegenüber den meisten anderen OC-Versionen der Geforce GTX 1070. Die komplette Spezifikation der GTX 1070 Xtreme Gaming im Vergleich mit anderen aktuellen Grafikkarten innerhalb ihres Umfelds:

    ModellGTX 1080 Founders EditionGigabyte GTX 1070 Xtreme GamingGTX 1070 Founders EditionGeforce GTX 980 TiRadeon R9 Fury X
    CodenameGP104-400-A1GP104-200-A1GP104-200-A1GM200-310Fiji XT
    DX-12-Feature-Level12_112_112_112_112_0
    Chipgröße (reiner Die)314 mm²314 mm²314 mm²601 mm²596 mm²
    Transistoren Grafikchip (Mio.)7.2007.2007.2008.0008.900
    Shader-/SIMD-/Textureinheiten2.560/20/1601.920/15/1201.920/15/1202.816/22/1764.096/64/256
    Raster-Endstufen (ROPs)6464649664
    GPU-Basistakt (Megahertz)1.6071.6711.5061.002unbekannt
    GPU-Boost-Takt (Megahertz)1.7331.8731.6831.0751.050
    Rechenleistung SP (Mrd./s)*8.8737.1926.4636.0548.602
    Durchsatz Pixel/Texel (Mrd./s)*110,9/277,389,9/224,880,8/202,094,6/189,267,2/268,8
    Speicheranbindung (Bit)2562562563844.096
    Geschw. Grafikspeicher (MHz)5.0064.0824.0073.5061.000
    Speicherübertragung (GB/s)320,4261,2256,4336,6512
    Speichermenge (MiB)8.1928.1928.1926.1444.096
    PCI-Express-Stromanschlüsse1 × 8-poligje 1 × 6-/8-polig1 × 8-poligje 1 × 6-/8-polig2 × 8-polig
    Typische Leistungsaufnahme<180 Watt<210 Watt<150 Watt<250 Watt275 Watt

    *Angabe mit typischem GPU-Boosttakt

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Die Platine

          

    Das Fundament der Xtreme Gaming bildet eine von Grund auf neugestaltete Platine, um dem Anspruch an die schnellste GTX 1070 aus eigenem Hause gerecht zu werden. Das PCB ist mit 26,7 Zentimeter zwar nicht länger als jene der Founders Edition, wohl aber zwei Zentimeter breiter und ragt folglich über die Slotblende hinaus. Die Länge der Karte beträgt 28,8 Zentimeter. Die vergrößerte Platinenfläche investieren die Ingenieure unter anderem in eine besonders starke Spannungsversorgung mit 10+2 Wandlerphasen, sprich: Zehn Schaltungen kümmern sich um die Versorgung des Grafikprozessors, zwei um die des Speichers. Die Founders Edition verwendet 4+1 Phasen, was gemäß ihrer Spezifikation bis 150 Watt Leistungsaufnahme nebst entsprechender Stromstärken auch genügt.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im PCGH-Test (8)Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im PCGH-Test (8)Quelle: PC Games HardwareWozu insgesamt 12 Phasen, wenn fünf genügen? Dafür gibt es gute Gründe, auch wenn sich über die optimale Anzahl vortrefflich streiten lässt. Gigabyte betont im Marketing-Material die positiven Auswirkungen auf die Lebensdauer, welche einerseits durch die Wahl hochwertiger Spulen aus dem Hause Magic und andererseits durch die Lastverteilung erreicht werden: Je mehr Phasen zur Verfügung stehen, desto geringer fällt die Last pro Einheit aus, was die Temperatur gering und die Spannung stabil hält. Die mächtige Basis erlaubt es Gigabyte, die GTX 1070 Xtreme Gaming mit 210 Watt TDP zu spezifizieren, ohne Nebenwirkungen zu befürchten. Die Grafikkarte darf infolgedessen 40 Prozent mehr Energie aufnehmen als die Founders Edition, womit sie selbst bei größter (Ultra-HD-)Last und weiterer, manueller Übertaktung ihren Takt nicht senken muss. Wer gängige Overclocking-Tools bemüht, darf die TDP auf bis zu 114 Prozent setzen, was 240 Watt entspricht. Dazu passend hat Gigabyte nicht nur eine sechs-, sondern außerdem eine achtpoltige Strombuchse installiert, was die Grafikkarte insgesamt für bis zu 300 Watt rüstet.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming: VR-Modus oder Standard-Modus? Sie entscheiden.Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming: VR-Modus oder Standard-Modus? Sie entscheiden.Quelle: PC Games HardwareDie Custom-Platine bietet noch ein weiteres Gimmick: den "Xtreme VR Link". Am Heck der Karte befinden sich zwei HDMI-2.0b-Ausgänge, zusätzlich zu den obligatorischen Ausgängen an der Slotblende. Diese Anschlüsse lassen sich mittels Kabel an die Gehäusefront führen, um dort bequem eine VR-Brille anschließen zu können - Nutzer ersparen sich das Gefummel hinter dem Gehäuse. Nominell hat die Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming mehr Anschlüsse als die GP104-GPU unterstützt. Gigabyte hat deswegen eine Erkennung der angeschlossenen und eingeschalteten Endgeräte implementiert. Entscheiden Sie sich während des Betriebs für einen Wechsel der Konfiguration, erfordert die Änderung einen Neustart des Computers.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Kühlung, Lautheit und Verbrauch

          

    Die ungewöhnlichen Lüfter der Gigabyte GTX 1070 Xtreme GamingDie ungewöhnlichen Lüfter der Gigabyte GTX 1070 Xtreme GamingQuelle: PC Games HardwareNicht nur die Platine ist ausufernd, der Kühler tut es ihr gleich. Die neueste Inkarnation des Windforce 3X nimmt auf der GTX 1070 Xtreme Gaming drei Einbauslots in Anspruch, die Grafikkarte ist 5,2 anstelle von 3,5 Zentimeter hoch. Neu am Design, das sowohl auf der GTX 1070 Xtreme Gaming als auch auf der GTX 1080 Xtreme Gaming zum Einsatz kommt, ist der Zusatz "Stack" (Stapel), welcher das Funktionsprinzip treffend formuliert: Anstatt drei konventionelle Lüfter direkt nebeneinander zu platzieren, wie es unter anderem die G1 Gaming aus eigenem Hause macht, überlagern sich die Propeller teilweise. Dazu ist eine besondere Form des mittleren Lüfters notwendig, dessen Rotorblätter mittig eine Einbuchtung haben. Dadurch berühren sich die gebogenen Lüfterblätter nicht mehr. Gigabyte kann mit diesem Design drei 95-mm-Axiallüfter auf weniger als 29 cm Fläche unterbringen und gibt zudem an, dass der Kühlkörper flächendeckender durchlüftet wird.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming IR Cam (Anno 2070 in UHD)Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming IR Cam (Anno 2070 in UHD)Quelle: PC Games HardwareAuch der zweigeteilte Kühlkorpus unterhalb der Stack Fans ist durchdacht und nimmt sich der Kritik an früheren Designs an. Das erste Kühlsegment beherbergt eine große Kupferplatte mit Kontakt zum Grafikchip, unterhalb derer vier Heatpipes verlaufen. Dieser Block bedeckt auch den Grafikspeicher, sodass eine Überhitzung der GDDR5-Chips ausgeschlossen ist. Drei der Heatpipes leiten die entstehende Abwärme an den zweiten Block des Kühlers, der verschraubten Kontakt zu der Spannungsversorgung aufnimmt. Eine große Backplate auf der Platinenrückseite leistet dabei Unterstützung, sie nimmt Teile der Abwärme der VRMs mithilfe von Wärmeleitpads auf - viele andere Hersteller verzichten auf diese Pads und nutzen die Backplate folglich nur zur Stabilisierung respektive als modisches Accessoire.

    Das Design liefert somit auf den ersten Blick keinen Anlass zu Kritik, da alle Hitzequellen umfassend behandelt werden. Wie sich die Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming in unseren fordernden Leistungsaufnahme- und Lautheitstests schlägt, dokumentiert die folgende Tabelle:

    Lautstärke GTX 1080 Founders Ed.Gigabyte GTX 1070 Xtreme GamingGTX 1070 Founders Ed.GTX 980 TiR9 Fury X
    Leerlauf (Windows-Desktop) 0,4 Sone 0,0 Sone (passiv)0,4 Sone 0,3 Sone 1,3 Sone
    Crysis 3 (1.920 × 1.080) 3,1 Sone 1,9 Sone2,7 Sone n/a 1,4 Sone
    Risen 3 EE (2.560 × 1.440) 4,2 Sone 2,5 Sone2,7 Sone 4,5 Sone 1,6 Sone
    Anno 2070 (3.840 × 2.160) 3,2 Sone 2,6 Sone2,9 Sone 4,5 Sone 1,6 Sone
    Leistungsaufnahme    
    Leerlauf (Windows-Desktop) 9,5 Watt 13 Watt8,5 Watt 15 Watt 21 Watt
    Crysis 3 (1.920 × 1.080) 175 Watt 188 Watt149 Watt 230 Watt 250 Watt
    Risen 3 EE (2.560 × 1.440) 175 Watt 195 Watt146 Watt 236 Watt 329 Watt
    Anno 2070 (3.840 × 2.160) 171 Watt 202 Watt148 Watt 234 Watt 313 Watt


    Im Leerlauf und beim Genuss von (Youtube-)Videos stehen die Lüfter der Grafikkarte still, sie erzeugt kein Geräusch. Erst ab rund 53 °C Kerntemperatur gibt die Lüftersteuerung den Befehl zur Aktivität. Diese fällt moderat aus: In anspruchsarmen Spielen wie Crysis 3 drehen die Lüfter mit rund 1.500 U/Min (54-55 % PWM), was in einer Lautheit von guten 1,9 Sone resultiert. Bekommt die GTX 1070 Xtreme Gaming dauerhafte Last am Rande ihres Powertargets vorgesetzt, beispielsweise Anno 2070 in Ultra-HD-Auflösung, steigert sich die Drehzahl auf bis zu 1.700 U/Min und 2,6 Sone Lautheit (60-61 % PWM). Dabei hält der Kühler den Kern auf 70 °C, hat ergo noch reichlich Luft nach oben. Mit diesen Werten ist die Karte zwar nicht die leiseste am Markt, wohl aber die standhafteste - die letzten Prozente bei Takt und Leistungsaufnahme erfordern einen großen Aufwand. Unser Tipp für eine manuelle Lüfterkurve: Die Karte arbeitet völlig problemlos mit 50 Prozent Lüfterleistung und erzeugt dann lediglich 1,6 Sone Lautheit. Beachten Sie zum Thema Lautstärke auch das Video.

    Der Stromverbrauch fällt der Spezifikation und Leistung (siehe folgender Abschnitt) entsprechend aus. Im Leerlauf genehmigt sich die Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming rund 13 Watt an Energie, etwas mehr als bei der GTX 1070 Founders Edition - ein Tribut für das üppig bestückte PCB. Unter Last wird das bei 210 Watt gedeckelte Powertarget nur in den seltensten Fällen erreicht, gewöhnlich rangiert die TDP-Auslastung im 80-Prozent-Bereich. In unseren Leistungsaufnahmetests liegt der Energiehunger bei 188 bis 202 Watt.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Spiele-Leistung & Overclocking

          

    Kommen wir nun zur Disziplin, wegen derer PC-Spieler ihre Grafikkarte aufrüsten: der Leistung. Davon bietet die GTX 1070 Xtreme Gaming laut unseren Messungen reichlich. Das hat sie allen beschriebenen Faktoren zu verdanken. Der hohe Basistakt nebst entsprechend angepasster Boost-Frequenzen garantiert einen hohen Einstiegstakt. Sowohl das hohe Powertarget als auch der starke Kühler erlauben es, das hohe Niveau unter Dauerlast zu halten. So startet unser Muster der Karte mit 2.063 MHz GPU-Boost (<40 °C Kerntemperatur) und verweilt anschließend in den meisten Spielen zwischen 2.025 und 2.038 MHz. Das ist ein beeindruckender Takt, der nur von sehr wenigen Pascal-Grafikkarten gehalten wird, und liegt außerdem über der (nur psychologisch wichtigen) 2-GHz-Marke.

    Erneut ist es unser Watt-Worstcase Anno 2070 in Ultra HD, welcher der Karte am stärksten zusetzt: 2.000 MHz Minimaltakt bei ausgefülltem Powertarget und 1,031 Volt Kernspannung stehen im Messprotokoll. Daraus lässt sich ableiten, dass 210 Watt selbst für absolute Härtetests ausreichen; in den meisten Szenarien/Spielen erlaubt das Limit noch eine manuelle Übertaktung, ohne dass das Powerlimit dem Spiel ein Ende setzt. So gut das für Hobby-Übertakter und Benchmark-Rekordjäger ist, die Energieeffizienz der GTX 1070 Xtreme Gaming leidet etwas unter ihrer Auslegung als standhafter Zinnsoldat. Im Mittel kann sich die Karte um etwa zehn Prozent von der Founders Edition (FE) absetzen, benötigt dabei jedoch ein gutes Viertel mehr Energie. Die Bilanz wird erst im Ernstfall besser, denn in Szenarien wie Anno 2070 in UHD fällt die GTX 1070 FE unter 1.600 MHz, während die Xtreme Gaming bei 2.000 MHz verweilt. Die um 25 Prozent höhere Rohleistung schlägt aufgrund anderer Limits, wie dem Speicherdurchsatz, zwar nicht linear durch, die Differenz zwischen den beiden Modellen ist dennoch groß.

    Für diesen Artikel haben wir die GTX 1070 Xtreme Gaming beispielhaft in Battlefield 1 (Ultra HD) getestet und viele weitere Grafikkarten dazugepackt. Bevor wir zu diesem Benchmark übergehen, sei noch erwähnt, dass Gigabyte seinem GTX-1070-Flaggschiff weitere Betriebsmodi gestattet, sofern Sie das herstellereigene Tool Xtreme Engine herunterladen. Dort haben Sie die Wahl zwischen den drei Presets "Eco Mode, "Gaming Mode" und "OC Mode". Im Auslieferungszustand der Karte (BIOS) hinterlegt ist der Gaming-Modus, weshalb wir diesen Zustand als Grundlage für die Bewertung heranziehen. Wer in der Xtreme Engine das OC-Profil sowohl für die GPU als auch den Speicher aktiviert, erhält davon ausgehend ein minimales Leistungsplus, das vor allem dem von 4.082 auf 4.172 MHz angehobenen Speichertakt zu verdanken ist.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming in Battlefield 1

    Ultra-HD-Performance

    • Battlefield 1
    Info Icon
    Game/Version Battlefield 1 (Origin, v1.02), PCGH-Benchmark 'Gallipoli'
    Details Ultra-Preset @ DirectX 11
    Software/Drivers Geforce 375.63 WHQL, Radeon Software 16.10.2 Oct19; HQ-AF
    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.911/5.006 MHz
    54.5
    50
    ~2.150/4.500 MHz (manuelles OC)
    49.9
    45
    ~2.038/4.172 MHz (OC Mode)
    46.7
    42
    ~2.025/4.082 MHz (Gaming Mode)
    46.3
    42
    ~1.683/4.007 MHz
    42.0
    38
    1.050/1.000 MHz
    39.4
    35
    1.050/1.000 MHz
    37.4
    34
    ~1.900/4.007 MHz
    31.8
    29
    ~1.310/4.000 MHz
    31.7
    29
    ~1.010/3.000 MHz
    30.7
    28
    ~1.316/3.506 MHz
    28.2
    25
    ~1.240/3.300 MHz
    27.9
    25
    0
    5
    10
    15
    20
    25
    30
    35
    40
    45
    50
    55
    Name
    3.840 × 2.160, TAA/16:1 AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6800K @ 4,4 GHz (Ring/L3: 3,6 GHz), MSI X99A Tomahawk, 4 × 8 GiByte Corsair DDR4-3000 (1T); Windows 10 x64 (1607)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Gewiss haben Sie auch den dritten und längsten der hervorgehobenen Balken entdeckt. Hierbei handelt es sich um den stabil nutzbaren Maximaltakt unseres Samples. Wir gehen davon aus, dass 2.150 MHz nicht felsenfest möglich sind, Battlefield 1 lief damit in unseren Tests aber immerhin eine Viertelstunde sauber. Das 24/7 nutzbare Limit dürfte im Bereich von 2.100 MHz liegen. Die Leistung der GTX 1070 Xtreme Gaming ist sowohl mit dem Werkstakt als auch mit manuellem OC über jeden Zweifel erhaben. Die Werte zeigen jedoch auch, dass ein beliebiges Custom-Design der Geforce GTX 1080 uneinholbar ist. Weitere Benchmarkwerte der Gigabyte Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming finden Sie in unseren Artikeln zu Titanfall 2 und Shadow Warrior 2.

    Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Fazit

          

    Mit der Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming hat Gigabyte eine Grafikkarte entwickelt, die ohne ernsthafte Kritikpunkte auskommt. Dank der ordentlichen Übertaktung ab Werk und der kräftigen Kühlung freuen sich Käufer über fühlbar bessere Leistungswerte als bei der Geforce GTX 1070 Founders Edition - bei geringerer Lautheit. Zwar stellt Gigabyte keine Bestwerte beim Betriebsgeräusch auf, letzteres muss jedoch stets in Relation zur Leistung gesetzt werden: Eine Grafikkarte, die in jeder Situation ihren Takt auf 2 GHz halten kann, erreicht dies nur durch die entsprechende Auslegung mit starken Bauteilen und heraufgesetztem Powerlimit. Die Leistungsaufnahme fällt dementsprechend mit bis zu 202 Watt höher aus als bei vielen anderen Pascal-Grafikkarten, dafür ebnet das starke Platinen- und Kühldesign weiterer Übertaktung den Weg. Die Möglichkeit, das Produkt mithilfe des Xtreme-Engine-Tools den eigenen Wünschen anzupassen - das betrifft auch die RGB-Beleuchtung -, sowie die 4-jährige Garantiedauer nach Registrierung beim Hersteller runden das gelungene Paket ab.

    Angriffspunkte liefert die Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming lediglich bei ihrer Größe und dem Preis. Interessenten sollten vor dem Kauf ihr Gehäuse und Mainboard inspizieren, denn Triple-Slot-Grafikkarten benötigen unterhalb ihres eigenen Einbauplatzes reichlich Luft zum Atmen - sitzen hier Erweiterungskarten, gibt es Probleme. Wessen Gehäuse den Ansprüchen gewachsen und wer gewillt ist, 500 Euro in eine Geforce GTX 1070 zu investieren, der darf bedenkenlos zugreifen.

      • Von Herbststurm PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Tovar

        Ich fand die 65°c unter Last auch nicht schlecht,konnte aber nicht meine Finger von der Karte lassen.

        Thermal Grizzly Conductonaut ist hier zu Anwendung gekommen.

        Stolze 10°c weniger ist das Ergebniss ,und das bei einer relativ neuen WLP .
        Nach einigen Wochen beträgt der Unterschied nun noch 7°c ,hat sich so eingespielt,warum auch immer.
        HeHe das kenne ich

        Habe aber diesmal durchgehalten und die Karte noch nicht auseinander geschraubt.

        Im Moment hab ich nur MX3 /MX4 Paste da, obwohl die auch gute Dienste leisten würde.
      • Von Tovar Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Herbststurm


        Kann mich auch über die Kühlleistung keineswegs beschweren, so das ich mich jetzt ärgere, dass ich nicht doch eine andere Karte gekauft habe.
        Ich fand die 65°c unter Last auch nicht schlecht,konnte aber nicht meine Finger von der Karte lassen.

        photo2016110m4xqnusj8i.jpg auf fotos-hochladen.net

        Thermal Grizzly Conductonaut ist hier zu Anwendung gekommen.

        Stolze 10°c weniger ist das Ergebniss ,und das bei einer relativ neuen WLP .
        Nach einigen Wochen beträgt der Unterschied nun noch 7°c ,hat sich so eingespielt,warum auch immer.
      • Von Herbststurm PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von lenne0815
        Die Palit kostet grade ca 460 Euro und hat noch ne bessere Kühllösung.
        Immerhin hat Gigabyte diese Karte anscheinend nicht völlig versaut sondern nur viel zu teuer gemacht.
        Da hab ich ja für die Gigabyte mit Versandkosten gerade mal 30€ mehr bezahlt, dass ist mir jetzt aber ein Aufreger wert!

        Kann mich auch über die Kühlleistung keineswegs beschweren, so das ich mich jetzt ärgere, dass ich nicht doch eine andere Karte gekauft habe.
        Ich weis nicht wie es Euch so geht aber bei der kurzen Lautstärkeprobe im Video von PCGH-Raff sind mir ja förmlich die Ohren weggeflogen, in meinem Gehäuse ist die Karte noch viel lauter. (Ironie aus)

        PS: PCGH-Raff wie immer schönes Testvideo, hättest höchstens noch erwähnen können, das sich Wärmeleitpads zwischen Platine und Backplate befinden, für Alle die das im Video übersehen haben aber sich dafür interessieren.
      • Von Tovar Komplett-PC-Käufer(in)
      • Von lenne0815 Software-Overclocker(in)
        Die Palit kostet grade ca 460 Euro und hat noch ne bessere Kühllösung.
        Immerhin hat Gigabyte diese Karte anscheinend nicht völlig versaut sondern nur viel zu teuer gemacht.
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1211600
Nvidia Pascal
Gigabyte GTX 1070 Xtreme Gaming im Test: Triple-Slot-Schlachtschiff mit innovativen Lüftern
Mit der Geforce GTX 1070 Xtreme Gaming schickt Gigabyte ein wahres Grafikkartenmonster ins Rennen um den Titel "Beste Geforce GTX 1070". PC Games Hardware prüft im ausführlichen Test der GTX 1070 Xtreme Gaming, ob dem Hersteller dieses Unterfangen gelingt.
http://www.pcgameshardware.de/Nvidia-Pascal-Hardware-261713/Tests/Gigabyte-GTX-1070-Xtreme-Gaming-Review-Test-1211600/
29.10.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/10/Gigabyte-GTX-1070-Xtreme-Gaming-Test-Review-1-pcgh_b2teaser_169.jpg
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