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  • Shadow Warrior 2: Benchmarks mit 20 Grafikkarten von 2010 bis 2016
    Quelle: PC Games Hardware

    Shadow Warrior 2: Benchmarks mit 20 Grafikkarten von 2010 bis 2016

    Mit Shadow Warrior 2 schicken uns die Entwickler von Flying Wild Hog nach Hard Reset Redux erneut in ein effektgeladenes Abenteuer aus der Ego-Perspektive. Dabei verkommen Schusswaffen zur Nebensache: Wer ein Katana in seinen Händen führt und dieses unter anderem mittels "Roundhouse-Schnitt" zur tödlichsten aller Waffen macht, benötigt keine blauen Bohnen. PC Games Hardware prüft, welche Hardware für flüssiges Schnetzeln genügt.

    Das kleine polnische Entwicklerstudio Flying Wild Hog machte sich bereits mit seinem Erstlingswerk Hard Reset (2011) einen Namen. Mittlerweile ist das Studio gewachsen und veröffentlichte neben einem Port von Hard Reset für die aktuelle Konsolengeneration außerdem im September 2013 das Reboot des (in Deutschland indizierten) Shadow Warrior. Nun ist der Nachfolger erschienen und überzeugt mit schwarzem Humor, bluttriefender Action und einer umfangreich überarbeiteten Engine. Diese bietet neben hübscher Grafik auch als einer der ersten PC-Titel eine HDR-Bildausgabe auf kompatiblen Geräten und mit Nvidas Multi-res-Shading außerdem eine interessante Option, um Leistung zu sparen. Interessant: Level, Wetter und Beleuchtung werden teilweise zufallsgeneriert. Laut Entwickleraussagen arbeiteten über den Zeitraum von 2 Jahren bis zu 50 Mitarbeiter an Shadow Warrior 2, eine deutliche Steigerung gegenüber früheren Spielen - was man dem Titel durchaus anmerkt, auch was die Technik betrifft.

    Shadow Warrior 2: Die Technik

          

    Zum Einsatz kommt die von Flying Wild Hog selbst entwickelte Roadhog Engine, die erstmals in Hard Reset und folgend in Shadow Warrior Verwendung fand. Für Shadow Warrior 2 wurde der Grafikmotor deutlich überarbeitet, insbesondere die Systeme für die Content-Erstellung, das Leveldesign und die Entwickler-Tools wurden größtenteils umgestellt. Zudem nutzt Shadow Warrior 2 nun einen Deferred Renderer samt PBR-Ansatz (Physically Based Rendering). All dies erlaubt mehr Freiheiten beim Spiel-, Level- und Art-Design; so nutzt in Shadow Warrior 2 beispielsweise einen Zufallsgenerator, um Teile der Level auszutauschen oder zu verändern, etwa die vorherrschenden Licht- oder Wetterverhältnisse. Letztere Punkte funktionieren dank des physikbasierten Renderers, der glaubhafte Übergänge zwischen diversen Beleuchtungsszenarien erlaubt. Des Weiteren überarbeitete Flying Wild Hog das Vegetationssystem der Roadhog-Engine: Shadow Warrior 2 macht ausgiebig Gebrauch von diesem, viele Areale sind dicht mit ansehnlich animiertem Bewuchs bedeckt. Sich im virtuellen Wind wiegende Baumwipfel werfen dynamische Schatten auf die Umgebungen und den Ninja-Maulhelden Lo Wang, während dieser mit dem Katana im schattigen Gras Dämonen in Einzelteile zerlegt - sprichwörtlich, denn das "Charakterzerstörungssystem" ist ebenfalls neu und wird nun prozedural berechnet. Zur Kantenglättung nutzt Shadow Warrior 2 nun außerdem ein temporales Antialiasing.

    02:23
    Shadow Warrior 2: Video-Grafikvergleich PC - Min. vs. Max.

    Shadow Warrior 2: Grafikkarten-Benchmarks

          

    Welche Grafikkarte genügt für Shadow Warrior 2? Das überprüfen wir anhand von 20 Modellen der Jahrgänge 2010 bis 2016. Für die Benchmarks wählen wir eine reproduzierbare Szene direkt zu Beginn des Spiels, die noch nicht zufallsgeneriert wird und so immer dasselbe Szenario und dieselbe Last anliegen lässt. Wir haben 20 Grafikkarten in 4 Auflösungen durch den verhältnismäßig unkomplizierten Ablauf gescheucht, darunter aktuelle High-End-GPUs, aber auch einige ältere Vertreter. Die Anforderungen an die Grafikkarte in Shadow Warrior 2 sind verhältnismäßig hoch, insbesondere in höheren Auflösungen. Offenbar berechnet das Spiel Shader ebenfalls in höherer Qualität, wenn die Pixelanzahl ansteigt, mit der Erhöhung der Auflösung steigen daher die Anforderungen in mehrfacher Hinsicht. Beim Zuschalten von Nvidias Multi-res Shading (siehe weiter unten) erscheint es zudem, als würden Effekte in den niedriger aufgelösten Randgebieten ebenfalls niedriger berechnet - was wiederum bedeuten würde, dass hier auf gleich mehrfache Art und Weise Leistung gespart wird. Besonders auffällig sind Shader wie Bloom, die Umgebungsverdeckung und Nebeleffekte betroffen.

    00:43
    Shadow Warrior 2 - Die PCGH-Benchmarkszene "Tempel" im Video

    Shadow Warrior 2

    Wählen Sie Ihre Auflösung im Drop-Down-Menü aus.

    • Shadow Warrior 2: GPU-Benchmarks
    Info Icon
    Game/Version Shadow Warrior 2 (GoG v1.1.3.0; DX11), PCGH-Benchmark 'Temple'
    Details Max. detail (Ultra-Preset)
    Software/Drivers Radeon Software Crimson 16.10.2 Oct20, Geforce 375.63 WHQL; HQ-AF
    • Benchmarks (1 von 4)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.911 MHz, 10 GT/s
    152.2
    136
    ~1.340 MHz, 7 GT/s
    125.5
    112
    ~2.025 MHz, 8,16 GT/s
    120.2
    103
    ~1.050 MHz, 1 GT/s
    96.3
    83
    ~1.097 MHz, 7 GT/s
    87.5
    76
    ~1.860 MHz, 8 GT/s
    85.1
    76
    ~1.070 MHz, 6 GT/s
    80.9
    69
    ~1.316 MHz, 7 GT/s
    78.8
    71
    ~1.010 MHz, 6 GT/s
    78.7
    68
    ~1.310 MHz, 8 GT/s
    78.2
    68
    ~1.242 MHz, 6,6 GT/s
    69.9
    61
    ~1.241 MHz, 7 GT/s
    57.7
    50
    ~1.050 MHz, 6 GT/s
    56.8
    49
    ~1.650 MHz, 7 GT/s
    49.6
    43
    ~1.120 MHz, 5,6 GT/s
    43.1
    37
    ~1.240 MHz, 7 GT/s
    34.4
    29
    ~1.006 MHz, 6 GT/s
    33.0
    28
    732 MHz, 3,8 GT/s
    31.7
    26
    823 MHz, 4 GT/s
    25.2
    20
    675 MHz, 3,6 GT/s
    18.6
    15
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    110
    120
    130
    140
    150
    160
    Name
    1.920 × 1.080 (FHD) (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6800K @ 4,4 GHz (Ring/L3: 3,6 GHz), MSI X99A Tomahawk, 4 × 8 GiByte Corsair DDR4-3000 (1T); Windows 10 x64 (1607)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Um in Full-HD-Auflösung spielbaren Spaß zu haben, genügt bereits eine übertaktete Radeon R9 270X oder Geforce GTX 1050 Ti. Wer sich hier mindestens 60 Fps wünscht, ist mit populären Modellen wie der R9 390, RX 480 sowie GTX 970 und 1060 bestens aufgestellt. Erst in Ultra HD entwickelt Lo Wang einen großen Hunger nach Grafikleistung. Hier sollten es für spielbare 40 Fps bereits stark übertaktete Versionen der Geforce GTX 1070, GTX 980 Ti oder Radeon R9 Fury X sein. Auffällig ist weiterhin das starke Abschneiden älterer GPUs wie der Geforce GTX 780 Ti und GTX 980 Ti.

    Shadow Warrior 2: Multi-Res Shading

          

    Eine aus der VR-Entwicklung stammende Technik fand seinen Weg in Shadow Warrior 2: Nvidias Multi-res Shading (kurz MRS). Das Spiel bietet zwei Herangehensweisen an: Kein MRS (100 % Auflösung), Conservative (60 % Auflösung an den Rändern) und Aggressive (40 % Auflösung an den Rändern). Obwohl es technisch kein Problem darstellen dürfte, lässt sich MRS nur auf Geforce-Grafikkarten ab der Maxwell-Generation (Geforce 900) aktivieren.


    Wir haben uns anhand einer Geforce GTX 1050 Ti (Pascal-GP107) und einer stark übertakteten Geforce GTX Titan X (Maxwell-GM200) angesehen, welche Leistungsgewinne mithilfe von Multi-res Shading möglich sind. Nvidias neue Einsteiger-Grafikkarte mit Pascal-Architektur rendert das Bild für diesen Test in Full-HD-Auflösung, während die ehemalige Enthusiasten-Karte mit Maxwell-Genen den absoluten Pixel-Ernstfall aufzeigt: Wir aktivieren DSR im Geforce-Treiber und verwenden die Auflösung 6.144 × 3.240 statt der nativ angebotenen 4.096 × 2.160 Pixel des Testmonitors. Die resultierenden 20 Megapixel pro Frame (!) sorgen für ein unumstößliches Grafiklimit und somit den idealen Einsatzzweck für MRS. Interessant: Beim Zuschalten von MRS entfällt automatisch die Chromatische Abberation sowie die temporale Kantenglättung.

    Shadow Warrior 2: Multi-res Shading

    Multi-res Shading

    • Multi-res Shading @ GTX 1050 Ti (Pascal)
    • Multi-res Shading @ GTX Titan X (Maxwell)
    Info Icon
    Game/Version Shadow Warrior 2 (GoG v1.1.3.0; DX11), PCGH-Benchmark 'Temple'
    Details Varying Multi-res Shading (100 %, 60 %, 40 %) in Full HD/1080p
    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.650 MHz, 7 GT/s
    57.8
    50
    ~1.650 MHz, 7 GT/s
    53.0
    46
    ~1.650 MHz, 7 GT/s
    49.6
    43
    0
    5
    10
    15
    20
    25
    30
    35
    40
    45
    50
    55
    60
    Name
    1.920 × 1.080 (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    EVGA GTX 1050 Ti SC/4G, Core i7-6800K @ 4,4 GHz, MSI X99A Tomahawk, 4 × 8 GiB Corsair DDR4-3000 (1T); Win 10 x64 (1607)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Shadow Warrior 2: Prozessor-Benchmarks

          

    Die CPU-Last in Shadow Warrior 2 liegt zu weiten Teilen auf einem Kern. Die restlichen Threads werden offenbar genutzt, beeinflussen jedoch die Performance in unserem Benchmark kaum bis gar nicht, da wir selbst in 720p mit einer GTX 1080 OC offenbar noch größtenteils grafiklimitiert sind. Ein simulierter i3 @ 4,0 GHz liefert so noch über 200 Fps. Die CPU-Last in Shadow Warrior 2 liegt zu weiten Teilen auf einem Kern. Die restlichen Threads werden offenbar genutzt, beeinflussen jedoch die Performance in unserem Benchmark kaum bis gar nicht, da wir selbst in 720p mit einer GTX 1080 OC offenbar noch größtenteils grafiklimitiert sind. Ein simulierter i3 @ 4,0 GHz liefert so noch über 200 Fps. Quelle: PC Games Hardware Während die Grafikkarte insbesondere in höheren Auflösungen Schwerstarbeit verrichten muss, wird die CPU zumindest in unserer Testszene kaum belastet. Ein Großteil dieser Last wiederum liegt dabei auf dem ersten Kern, wobei Shadow Warrior 2 die restlichen Threads unseres Achtkerners samt SMT zumindest ein wenig zu nutzen scheint. Doch sind wir selbst in 720p samt einer Geforce GTX 1080 OC noch soweit grafiklimitiert, dass etwaige Performance-Gewinne durch zusätzliche Threads kaum bis gar nicht ins Gewicht fallen. Um die dicke Nvidia-Oberklasse-GPU ausreichend auszulasten, reicht in unserem Szenario jedenfalls schon ein simulierter i3 mit rund 4 GHz, bestenfalls kommt ein aktueller Vierkern-Prozessor zum Einsatz.

    Shadow Warrior 2: CPU-Thread-Skalierung

    • Shadow Warrior 2: CPU-Benchmarks
    Info Icon
    Game/Version Shadow Warrior 2, (GoG v1.1.3.0; DX11)
    Details Max. detail (Ultra-Preset)
    Software/Drivers Radeon Software Crimson 16.10.2 Oct20, Geforce 375.63 WHQL; HQ-AF
    • Produkte ein-/ausblenden

    8C/16T
    246.9
    216
    6C/12T
    246.8
    216
    4C/8T
    246.4
    215
    4C/4T
    239.5
    208
    2C/4T
    238.3
    208
    0
    20
    40
    60
    80
    100
    120
    140
    160
    180
    200
    220
    240
    260
    Name
    1.280 × 720 (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Intel Core i7-6900K @ 4,0 GHz, 32 GiByte DDR4-3000 RAM, MSI X99A Gaming Pro Carbon

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Shadow Warrior 2: Fazit

          

    Technisch ist Shadow Warrior 2 sehr ansprechend, insbesondere wenn man die begrenzten Ressourcen des Indie-Entwicklers Flying Wild Hog und die Tatsache berücksichtigt, dass dieses Team auch noch die Engine selbst geschrieben und überarbeitet hat. Die Umsetzung ist sehr gelungen, die Optik schick sowie abwechslungsreich und dynamisch. Technische Schmankerl wie volumetrische Beleuchtung, das hübsche Vegetationssystem und der sinnvoll genutzte, physikbasierte Renderer sind zeitgemäß. In Sachen HDR-Ausgabe nimmt Shadow Warrior 2 gar eine Vorreiterrolle ein, obgleich passende Ausgabegeräte noch rar sind.

    Auch Nvidias Multi-res Shading ist interessant, insbesondere ab 27 Zoll erscheint uns das Feature durchaus brauchbar, obwohl dessen Effekt eventuell mit zusätzlichem Feinschliff (z. B. aktive Kantenglättung auch in den niedriger aufgelösten Bildschirmrändern, sauberere Übergänge zwischen den einzelnen, verschieden aufgelösten "Kacheln", Auswirkungen auf die Shader minimieren) noch überzeugender ausfallen könnte. Interessant ist der Ansatz allemal, leider ist MRS zumindest momentan Nvidia- und genauer Maxwell- sowie Pascal-exklusiv, obwohl nach unserem Verständnis prinzipiell nichts Technisches dagegen spräche, Multi-res Shading auch auf anderen GPUs zu ermöglichen. Zudem muss MRS vom Spiel unterstützt werden, was die Einsatzmöglichkeiten insgesamt leider etwas begrenzt. Aber vielleicht ändert sich noch etwas an diesen Beschränkungen oder aber, andere greifen diese Idee auf und integrieren sie als eigenständige Adaption in kommende Spiele, eventuell gar mit einer dynamischen Skalierung - eine Unterstützung für variable, Auflösung und dynamische Skalierungen findet sich schließlich bei einer steigenden Anzahl Spiele und mit dem kommenden 4K-Support zukünftiger Konsolen-Upgrades rechnen wir mit noch deutlich häufigerem Einsatz dieser Techniken. Eine optionale Unterstützung dieser Skalierungsfunktionen auf dem PC wäre nur logische Konsequenz, somit dürften sich solcherlei Optionen in Zukunft auch häufiger im Grafikmenü von PC-Ports wiederfinden.

    In der Bildergalerie unter diesem Text finden Sie zahlreiche Screenshots aus Shadow Warrior 2. Die Originalauflösung beträgt 6.144 × 3.240 Pixel mittels DSR, selbstverständlich heruntergerechnet.

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1211483
Shadow Warrior 2
Shadow Warrior 2: Benchmarks mit 20 Grafikkarten von 2010 bis 2016
Mit Shadow Warrior 2 schicken uns die Entwickler von Flying Wild Hog nach Hard Reset Redux erneut in ein effektgeladenes Abenteuer aus der Ego-Perspektive. Dabei verkommen Schusswaffen zur Nebensache: Wer ein Katana in seinen Händen führt und dieses unter anderem mittels "Roundhouse-Schnitt" zur tödlichsten aller Waffen macht, benötigt keine blauen Bohnen. PC Games Hardware prüft, welche Hardware für flüssiges Schnetzeln genügt.
http://www.pcgameshardware.de/Shadow-Warrior-2-Spiel-55650/Specials/Benchmarks-Test-Gameplay-Release-1211483/
27.10.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/10/Shadow-Warrior-2-maxed-und-downsampled-Multi-res-Shading-2-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials