Nvidia Pascal: Technische Daten, Release und Codenamen
Neben AMDs Polaris-Generation steht bei Nvidia Pascal an, der zwischen Maxwell und Volta eingeschoben wird. Neben den gängigen GPUs gibt es auch Spekulationen über einen unüblichen GP102. PC Games Hardware versucht sich an einer Übersicht.
Update: Nvidia hat mittlerweile die GTX 1080 als erste Desktop-GPU der Polaris-Generation angekündigt. Unseren Sammelartikel dazu finden Sie ebenfalls auf PCGH.de
Während AMD bei Polaris mit seiner Einsteiger-GPU Polaris 10 die Markteinführung einläuten wird, steht bei Nvidia offenbar der High-End- beziehungsweise Performance-Bereich als erstes auf dem Plan. Die GP100-GPU wurde neben dem GP104 als Tape-Out fertiggestellt und könnte vorerst exklusiv für den Profimarkt angeboten werden. Mit hochpreisigen Quadro- und Tesla-Grafikkarten können die hohen Entwicklungs- und Fertigungskosten für eine große GPU jenseits der 400 mm² leichter wieder eingespielt werden, bevor man im Gaming-Markt die großen Umsätze durch die Masse erreicht.
Nvidia Pascal: Technische Daten, Fertigung
Quelle: wccftech.com
Nvidia Pascal: Neueste Roadmap
Allzu viel ist noch nicht zu Nvidias Pascal-Architektur bekannt. Als Intermezzo zu Volta sollte man aber keine allzu großen Änderungen gegenüber Maxwell erwarten. Klar ist, dass Nvidia "Mixed-Precision"-ALUs implementieren wird, die als Basis FP16-Berechnungen (halbe Genauigkeit) übernehmen und für FP32-Aufgaben (einfache Genauigkeit) zusammengeschaltet werden. Für die im Profi-Bereich wichtige doppelte Genauigkeit, FP64, dürften den Anzeichen nach wieder dedizierte ALUs für ein 1:3-Verhältnis (DP:SP) eingesetzt werden. Ansonsten müsste das Verhältnis bei 1:2:4 liegen, wenn zwei oder vier FP16-Einheiten zusammengeschaltet werden.
Darüber hinaus wird Nvidia mindestens beim GP100 auf High-Bandwidth Memory setzen. Die große Preisfrage lautet, ob das auch bei einem hypothetischen GP102 oder GP104 der Fall sein oder Nvidia dort GDDR5X verwenden wird. GDDR5 kann man fast schon in der Performance-Klasse ausschließen, sofern Nvidia nicht von seiner bisherigen Politik mit schmalen Speicher-Interfaces abkehren sollte. HBM könnte man für den Massenmarkt derweil noch als zu teuer einstufen. NV-Link als schnellere, aber proprietäre PCI-Express-Alternative wird ohnehin nur für Tesla- und Quadro-Grafikkarten interessant sein.
Ansonsten basieren viele der Verbesserungen auf der feineren 16-nm-Fertigung bei TSMC. Wahrscheinlich kommt der verbesserte 16FF+-Prozess zum Einsatz, den AMD bei seinen größeren GPUs ebenfalls nutzen soll.
Nvidia Pascal: Was ist GP102?
Ein kleines Mysterium ist aktuell die nur einmal aufgetauchte GP102-GPU - eine xx2er-GPU hatte Nvidia bisher noch nicht. Theoretisch könnte sich dahinter ein für Endkunden gedachter, entschlackter GP100 verstecken, der ohne Compute-Ballast auskommt, dafür aber kleiner ausfällt oder mehr Shader trägt. Der GP100 wären demnach die erste reine Profi-GPU. Bisher hat sich ein solches Vorgehen noch nicht rentiert, da die Tesla- und Quadro-Sparten noch keine Eigenentwicklung finanzieren konnten (die Margen sind zwar hoch, die Umsätze aber verhältnismäßig klein).
Ansonsten wird es vermutlich wieder die übliche Kost bestehend aus GP104, GP106, GP107 und gegebenenfalls GP108 geben. Der GP104 könnte noch mit HBM erscheinen, wir gehen aber rein spekulativ eher von GDDR5X aus.
Nvidia Pascal: Release
Nvidia verkauft die ersten Pascal-Karten bereits Ende Mai im Umfeld der Computex. Vorher fand schon die GTC 2016 Anfang April statt, eine Messe für Entwickler. Den Anfang dürften GP104-basierte Geforces machen, während Nvidia Workstation- und Server-Nutzer mit dem GP100 bedient. Mit den richtig großen GPUs sollte man wie im Falle von AMD erst ab dem kommenden Jahr rechnen.





Der Reihe nach erscheinen werden:
GP104 als GTX 1080 mit 8GB GDDR5X
GP104 beschnitten als GTX 1070 mit 6,37571GB GDDR5X
GP102 als Titan XY mit 16GB HBM2 (nur nicht lieferbar weil noch zu wenig HBM2 Speicher produziert wird) und vermutlich passend zur neuesten Intel Super-High-End CPU um €1500
GP100 als Quadro P6000 mit HBM2
GP102 beschnitten mit HBM2 als GTX 1080 Ti
BTT:
Wenn Pascal NUR ein Maxwell Shrink ist, dann werden ACE nicht verbaut sein. Ob man das Seitens Nvidia sich erlauben kann, sicherlich. Ist es Marktfördernd? Nein. Also Abwarten.. Ich möchte Polaris dieses mal haben, ggf wird es ein GM110 gebraucht.. Also abwarten und Tee trinken.. Bisher macht sich DX12 mit ACE auch noch Rar.. Also hoffen wir dann auf 2016/17 auf DX 12 Games..
Seitens der Fertiger war wohl auch schon damals klar, dass der nächste Schritt auf sich warten lassen wird, was einen 600mm² Release zu Produktionsbeginn nur noch unwahrscheinlicher macht.
Höchstes Sorge gehabt, dass Tahiti übermäßig stark wird, und deswegen ein paar große Testchips für den Notfall vom Stapel laufen gelassen, da man sie ja andernfalls später sowieso brauchen können wird. Das gilt aber andersrum mit Sicherheit genau so.
Also Jen Hsun Huang ist imho nicht der Typ für sonderlich rationale Aussagen...
Wenn NVidia so ultratoll aufgestellt gewesen wäre hätten sie gleichzeitig veröffentlicht, und nicht 4 Monate auf sich warten lassen. Die entwickeln doch nicht am Ende raus noch schnell ne neue GPU, damit die Konkurrenz nicht abgehängt wird
AMD Radeon HD 7970: Nvidia hatte mehr erwartet