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  • No Man's Sky PC: Technik-Test mit CPU- und GPU-Benchmarks [Update: Patch lindert Probleme]
    Quelle: Hello Games

    No Man's Sky PC: Technik-Test mit CPU- und GPU-Benchmarks [Update: Patch lindert Probleme]

    Update mit dem neuen Patch: No Man's Sky PC ist trotz eines kleinen Indie-Entwicklerstudios im Hintergrund eines der Hypespiele des Jahres 2016. Zum PC-Start gab es sehr viele Probleme, die der Entwickler zu beheben versucht. PC Games Hardware wagt einen Ausflug ins All und prüft exemplarisch, wie gut populäre Grafikkarten mit der Sci-Fi-Oper klarkommen.

    Seit dem 12. August dürfen auch PC-Spieler bei No Man's Sky ran, nachdem PS4-Besitzer schon am 10. August auf die Server gelassen wurden. Die Indie-Entwickler von Hello Games haben eine krasse Entwicklung hinter sich: Nachdem man mit Joe Danger lange Zeit nur eine Marke hatte, nahm Sony nach der Vorstellung von No Man's Sky die Firma unter ihre Fittiche und agierte als Publisher für die konsolenexklusive PS4-Version. Parallel dazu wurde aber auch die PC-Fassung entwickelt, die Hello Games als Publisher unter anderem auf Steam und GoG veröffentlicht. Doch so richtig geglückt scheint der Release der PC-Version von No Man's Sky nicht: Auf Steam hat der Titel vor allem wegen technischer Probleme noch eine relativ schlechte User-Wertung, der erste experimentelle Patch für No Man's Sky scheint auch bei Weitem noch nicht alle Fehler zu beheben. Immerhin arbeiten die Entwickler auch am Wochenende daran, die Fehler zu beheben.

    No Man's Sky (PC): Systemanforderungen und Technik

          

    Als eines der wenigen größeren PC-Spiele liegen von No Man's Sky nur Mindestanforderungen, nicht aber eine empfohlene Rechnerkonfiguration vor. Die Voraussetzungen lauten: Windows 7, ein Core-i3-Prozessor, 8 GiB RAM, eine Geforce GTX 480 und 10 GByte freier Plattenplatz - das dürfte auf dem Papier eigentlich keinen PCGH-Leser vor Probleme stellen. Empfohlene Anforderungen sind natürlich aussagekräftiger, aber diese liegen nicht vor, weshalb wir diese anhand von Benchmarks generieren werden.

    Im OpenGL-basierten No Man's Sky werden die Welten prozedural generiert. Folglich ist das Spiel lediglich 5 GByte groß (der Download gar nur 2,6 GByte), weil nur wenige Daten vorbereitet gespeichert werden müssen. Die gesamte Welt wird "on the fly" generiert - und zwar mithilfe von Voxeln, volumetrischen Pixeln. Polygone kommen nur spärtlich zum Einsatz, unter anderem bei Raumschiffen und Raumstationen. Ältere PC-Spieler kennen die Voxel-Technologie noch von früher, wo sie etwa bei Outcast oder bei Spielen von Novalogic (Comanche, Delta Force) zum Einsatz kam. Während man mit Voxeln relativ gut prozedurale Welten generieren kann und prinzipiell recht viel Leistungsressourcen im Vergleich zu Polygonen spart, hat die Technik nach wie vor ihre Tücken. Und die sieht man auch in No Man's Sky deutlich: Texturen sind nicht so hoch aufgelöst, wie man das von Spielen mit Polygonen kennt, und sie wiederholen sich öfter. Außerdem lassen sich Voxel deutlich schlechter animieren oder unterschiedlichen physikalischen Gesetzen aussetzen.

    No Man's Sky (PC): Grafikkarten-Benchmarks

          

    No Man's Sky: Start der PCGH-Benchmarksequenz No Man's Sky: Start der PCGH-Benchmarksequenz Quelle: PC Games Hardware In No Man's Sky haben stehen Ihnen am PC diverse Grafikregler zur Verfügung, um die Bildqualität dem heimischen Rechenknecht anzupassen. Neben dem Field of View dürfen Sie unter anderem die Texturqualität und Sichtweite anpassen sowie den Anti-Aliasing-Modus auswählen. Derzeit (Stand: 15. August) ist lediglich der Postfilter FXAA funktionsfähig, die zusätzlich angebotenen Supersample-Modi funktionieren nicht. Der am 18. August sowohl bei GoG.com als auch bei Steam erschienene Patch macht das spielinterne 4× SSAA funktionsfähig. Für spätere Spielversionen haben die Entwickler weiterhin Temporal-AA versprochen. Wir testen No Man's Sky einstweilen mit maximalen Details, FXAA, FoV 75 sowie deaktivierten Framelimits. Letzteres ist wichtig, um ordentliche Bildraten zu erhalten, denn sowohl Vsync als auch die internen Limiter auf wahlweise 30, 60 oder 90 Fps führen zu kurios niedrigen Bildraten mit starkem Stottern. Auf Ruckeln müssen Sie sich grundsätzlich einstellen, derzeit lädt No Man's Sky nach dem Spielstart einige Daten nach. Nach ein paar Minuten in der Spielwelt verschwindet das Stocken weitgehend, da der Cache dann angelegt ist und für weitere Zugriffe bereit steht. Der Patch behebt das ehemals hartnäckige Nachladeruckeln auf unserem Testsystem vollständig, No Man's Sky läuft nach dem Update gefühlt wesentlich geschmeidiger, vor allem die Minimum-Fps fallen höher aus.

    Nicht perfekt, aber bereits implementiert ist die Unterstützung für das Ultrawidescreen-Format 21:9. Das Sichtfeld wird deutlich vergrößert und erleichtert somit das Erkunden der Planeten, allerdings streckt das Spiel alle Einblendungen des HUDs in die Breite:

    Seitenverhältnis per Mausklick auswählen
    NMS-16zu9-pcgh

    Wir überprüfen die Grafikkartenleistung in No Man's Sky zu Spielbeginn. Die zufallsgenerierten Planeten führen dazu, dass man nie genau weiß, was einem das Spiel serviert - jeder Spieler bekommt zum Start einen anderen Planeten zu Gesicht, was die Abwechslung und somit auch den Wiederspielwert erhöht. Wir haben No Man's Sky einige Male neu gestartet, um auf einem optisch ansprechenden Planeten zu landen. Den fanden wir schlussendlich: Die PCGH-Benchmarks finden auf einem relativ dicht bewachsenen, von sattem Grün dominierten Himmelskörper statt. Die dichte Flora stellt größere Anforderungen an den PC als ein karger Wüstenplanet und ist obendrein schön anzusehen - Sie finden ein paar Impressionen des PCGH-Benchplaneten in der Bildergalerie unter diesem Text. Die Bildrate der gewählten, 20 Sekunden langen Messsequenz ist laut unseren Erfahrungen mit No Man's Sky geringer als bei den meisten anderen Planeten.

    Direkt unter diesem Text finden Sie exemplarisch die Resultate einer Geforce GTX 970 und einer Radeon RX 480 vor und nach dem Patch von No Man's Sky. Es ist offensichtlich, dass das Update dem Spiel und den Bildraten gut tut. Die durchschnittlichen Bildraten beider Grafikkarten steigen um drei bis vier Prozent, die Min-Fps sogar um acht (GTX 970) bis 12 Prozent (RX 480). Etwas weiter unten sehen Sie die Original-Benchmarks mit der Spielversion 1.03 (Launch). Wir werden beizeiten weitere Messwerte anfertigen, spätestens nach der Implementierung des Temporal-AA.

    No Man's Sky PATCH: GPU-Benchmarks

    Wählen Sie eine Auflösung im Drop-Down-Menü aus!

    • No Man's Sky PATCH: GPU Benchmarks
    Info Icon
    Game/Version No Man's Sky (Patched GoG version; OpenGL), PCGH-Benchsave 'The beginning'
    Details Max. possible detail, FoV 75, Vsync & framelock off
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 372.54 WHQL (HQ), Radeon Software 16.8.2 Hotfix (HQ)
    • Benchmarks (1 von 2)

    • Produkte ein-/ausblenden

    NEW game version
    67.2
    64
    OLD game version
    64.5
    60
    NEW game version
    58.9
    56
    OLD game version
    56.3
    50
    0
    5
    10
    15
    20
    25
    30
    35
    40
    45
    50
    55
    60
    65
    70
    Name
    1.920 × 1.080, FXAA/16:1 AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 2 × 16 GiB Corsair DDR4-3000 (1T), Asus Maximus VIII Hero (Z170)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    No Man's Sky: GPU-Benchmarks

    Wählen Sie eine Auflösung im Drop-Down-Menü aus!

    • No Man's Sky v1.03: GPU-Benchmarks
    Info Icon
    Game/Version No Man's Sky (GoG version v1.0.3; OpenGL), PCGH-Benchsave 'The beginning'
    Details Max. possible detail, FoV 75, Vsync & framelock off
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 372.54 WHQL (HQ), Radeon Software 16.8.2 Hotfix (HQ)
    • Benchmarks (1 von 4)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.900 MHz, 10 GT/s
    124.1
    119
    ~1.342 MHz, 7,2 GT/s
    100.8
    97
    ~1.850 MHz, 8 GT/s
    99.7
    95
    ~1.316 MHz, 7 GT/s
    76.6
    74
    ~1.974 MHz, 8 GT/s
    73.7
    71
    ~1.316 MHz, 7 GT/s
    64.5
    60
    ~1.050 MHz, 1 GT/s
    63.1
    53
    ~1.070 MHz, 6 GT/s
    56.5
    52
    ~1.342 MHz, 8 GT/s
    56.3
    50
    ~1.010 MHz, 6 GT/s
    52.3
    45
    ~1.032 MHz, 6 GT/s
    50.8
    48
    ~1.241 MHz, 7 GT/s
    44.9
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    ~1.050 MHz, 6 GT/s
    37.8
    33
    0
    5
    10
    15
    20
    25
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    90
    95
    100
    105
    110
    115
    120
    125
    Name
    1.920 × 1.080, FXAA/16:1 AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 2 × 16 GiB Corsair DDR4-3000 (1T), Asus Maximus VIII Hero (Z170)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Grundsätzlich stellt No Man's Sky relativ hohe Anforderungen an die Grafikkarte, obwohl das Spiel beileibe keine grafischen Maßstäbe setzt. Immerhin skaliert die OpenGL-Engine gut mit den zur Verfügung stehenden Rechenwerken. Bemerkenswert, allerdings keineswegs außergewöhnlich ist das Kräfteverhältnis zwischen Radeon RX 480 und R9 390: Die Polaris-Grafikkarte kann ihre Einheiten bereits in den niedrigeren Auflösungen gut auslasten und performt hier besser als das Hawaii-Modell. Letztere holt mit steigender Pixelmenge auf - ein ehemals immer bei Radeons anzutreffendes Verhalten - und überholt die RX 480 OC in Ultra HD schließlich; flüssige Bildraten erreichen beide nicht. Die Radeon R9 Fury X, AMDs amtierendes Topmodell, macht lediglich in hohen Auflösungen eine gute Figur; in Full HD und WQHD kämpft sie, wie auch die R9 390 und RX 480, mit schwacher Auslastung und muss aktuelle Geforce-Modelle ziehen lassen.

    Grafikspeicher ist in No Man's Sky zum jetzigen Zeitpunkt kein großer Limitfaktor. Schon mit 2 GiByte sind Sie für maximale Grafikdetails in Full HD und WQHD gerüstet. Erst in höheren Auflösungen kommt es mit dieser Speichermenge hier und da zu Stockern, die mit 3- und 4-GiByte-Grafikkarten nicht auftreten. Letztere sind optimal bestückt, No Man's Sky adressiert bei unseren Tests selbst in 4.096 × 2.160 Pixeln höchstens 3,8 GiByte Grafikspeicher.

    No Man's Sky (PC): Prozessorleistung geprüft

          

    Obgleich die Grafikkarte der wichtigste Leistungsträger in einem modernen Spiele-PC ist, werfen wir auch einen Blick auf die Prozessor-Performance in No Man's Sky. Zu diesem Zwecke verwenden wir einen reinrassigen AMD-PC, basierend auf einem FX-8350, einer Radeon R9 Nano sowie Windows 10 in der 64-Bit-Variante. Die CPU ist mithilfe geschärfter Subtimings sowie übertakteter Northbridge auf maximale Leistung getrimmt und auch die Nano arbeitet dank Undervoltings um -48 mV sowie +20 % Powerlimit konstant mit 1.000 MHz. Da wir die CPU-Belastung von No Man's Sky überprüfen möchten, reduzieren wir die Auflösung auf 1.280 × 720 Pixel und deaktivieren AA sowie AF. Den Prozessor kümmert die Auflösung nicht, er muss dank des unveränderten 16:9-Seitenverhältnisses genauso viel berechnen wie in höheren Auflösungen.
    No Man s Sky CPU Performance & Core Scaling No Man s Sky CPU Performance & Core Scaling Quelle: PC Games Hardware Zwei Dinge sind offensichtlic.h: Erstens ist die Prozessorleistung in No Man's Sky kein kritischer Limitfaktor beim Erkunden der Planeten, Zweitens skaliert das Spiel fühlbar mit den maximal acht zur Verfügung gestellten Threads/Kernen. Der Wechsel von zwei Modulen @ 4 GHz auf drei Module gleichen Takts kommt vor allen den Minimum-Fps zugute, das Ruckeln beim Streaming fällt wesentlich geringer aus. Ein weiteres Modul glättet die Bildrate weiter, der Unterschied ist jedoch nicht fühlbar. Vier Module entsprechen übrigens einem gewöhnlichen FX-8350 (4,0 GHz Basistakt), mit dreien simulieren wir grob die Leistung eines FX-6350 (3,9 GHz Basistakt) und mit zweien wird die Leistung eines FX-4350 (4,2 GHz Basistakt) abgebildet.

    Angesichts dieser Werte empfehlen wir für No Man's Sky am PC mindestens einen AMD-Prozessor der FX-6x00-Klasse sowie Intel-Modelle mit vier physikalischen Kernen, wie einen i5-2500K und neuer. Entsprechende PCGH-Benchmarks stehen noch aus, allerdings vermuten wir bei Core-i3-Chips, egal ob mit oder ohne SMT, dieselben starken Streaming-Ruckler wie beim Zweimoduler von AMD.

    Die Grafikkarten-Testmethodik von PCGH

          

    Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit rund zwei Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr - zumindest was aktuelle Modelle angeht. An ihre Stelle treten Hersteller-Modelle samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatische gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Radeon Treiber Download: Crimson Relive Edition 16.12.1
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1204593
No Man's Sky
No Man's Sky PC: Technik-Test mit CPU- und GPU-Benchmarks [Update: Patch lindert Probleme]
Update mit dem neuen Patch: No Man's Sky PC ist trotz eines kleinen Indie-Entwicklerstudios im Hintergrund eines der Hypespiele des Jahres 2016. Zum PC-Start gab es sehr viele Probleme, die der Entwickler zu beheben versucht. PC Games Hardware wagt einen Ausflug ins All und prüft exemplarisch, wie gut populäre Grafikkarten mit der Sci-Fi-Oper klarkommen.
http://www.pcgameshardware.de/No-Mans-Sky-Spiel-16108/Specials/Technik-Test-Benchmarks-1204593/
18.08.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/08/No-Man-s-Sky-DCI-4K-maxed-und-downsampled-Raff-3-pcgh_b2teaser_169.jpg
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