Intel 1151: Neuer Z390-PCH vorgestellt - das sind die Besonderheiten [Update mit Asus und MSI]

Jetzt aktualisiert: Alle Gerüchte haben Recht behalten - Intels PCH-Portfolio wird ab sofort mit dem Z390 nach oben abgerundet: 6× echtes USB 3.1, 14-nm-Fertigung und teilintegriertes WLAN heben ihm von der Übergangslösung Z370 ab, CPU-seitig bieten aber beide Generationen die gleiche Kompatibilität.

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Intel 1151: Neuer Z390-PCH vorgestellt - das sind die Besonderheiten
Quelle: PC Games Hardware

Aktualisierung vom 09.10.2018: Wir können Ihnen mittlerweile zwei weitere Videos zum Thema Z390 präsentieren. Auf Basis von Intels neuem High-End-PCH Z390 wird unter anderem MSI ein komplettes Mainboard-Portfolio ausrollen. Wir haben uns vier Modelle in der PCGH-Redaktion vorführen lassen. Auch von Asus gibt es High-End-Mainboards mit Z390. Wir haben uns die Features der neuen Republic-of-Gamers-Generation Maximus XI zeigen lassen.


Die modernen Sechskerner aus Intels Core-i-8000-Reihe feiern seit rund einem Jahr Erfolge - mittlerweile übersteigt die Nachfrage sogar das Angebot und sehr zahlreiche Gerüchten versprechen schon seit vielen Monaten "bald" ein Coffee-Lake-Refresh mit bis zu acht Kernen - tatsächlich sollten die neuen CPUs am 18.10. ausgeliefert werden. Was der zweiten Sockel-1151-Runde nach Sky- und Kaby Lake aber bislang fehlte: ein eigener High-End-Unterbau. Der von Z270 in Z370 umbenannte Union-Point-PCH ist in die Jahre gekommen und die seit April verfügbaren B360 und H370 basieren zwar auf neuem Silizium, sind aber in ihren Fähigkeiten beschnitten - insbesondere Übertaktung und Multi-GPU-Betrieb unterbindet Intel auf diesen Platinen.

Die klaffende Lücke im PCH-Portfolio füllt seit heute der Z390. Basierend auf dem gleichen Cannon-Point-Chip wie B360 und H370 bietet er das volle Z-Feature-Set, erlaubt also genauso wie bislang nur der Z370 die Übertaktung von Prozssoren mit K-Suffix und den Betrieb von zwei Grafikkarten mit jeweils 8-CPU-Lanes. Zusätzlich stehen an den HSIO-Ports die maximale PCI-Express-Flexibilität mit bis zu 24 PCI-E-3.0-Lanes, bis zu 10 USB-3.X-Ports (darunter 6 USB-3.1-fähige) und bis zu 6 SATA-Anschlüssen zur Verfügung. Überraschen tut dies kaum, denn Z390, H370 und B360 folgen damit dem bei Z270/H270/B250 und Z170/H170/B150 etablierten Schema, außerdem hatte Intel selbst bereits im Mai PDF-Dokumente zum Download veröffentlicht, welche die gesamte HSIO-Beschaltung des Z390 enthielten.
Im direkten Ausstattungsvergleich mit Vorgängern, Verwandten und der Konkurrenz punktet die Kombination aus Coffee Lake und Z390 mit nativem USB 3.1, sodass mehr Flexibilität beim Einsatz der reichlich vorhandenen PCI-E-3.0-Lanes besteht. Quelle: PC Games Hardware Im direkten Ausstattungsvergleich mit Vorgängern, Verwandten und der Konkurrenz punktet die Kombination aus Coffee Lake und Z390 mit nativem USB 3.1, sodass mehr Flexibilität beim Einsatz der reichlich vorhandenen PCI-E-3.0-Lanes besteht.

Zur Erinnerung: Die High-Speed-I/O-Ports sind bei Intel für alle Schnittstellen verantwortlich, die schneller als USB 2.0 arbeiten. Insgesamt verfügt der Z390 über 30 Stück davon, von denen die ersten sechs nur USB 3.1 beherrschen. Weitere vier können vom Mainboard-Hersteller wahlweise als USB-3.0- oder PCI-Express-3.0-Schnittstelle genutzt werden, sechs andere bieten die Wahl zwischen SATA und PCI-E 3.0. Die verbleibenden 16 Ports beherrschen im Falle des Z390 ausschließlich PCI-E 3.0. SATA-Funktionalität für einen siebten und achten Port schaltet Intel traditionell nur beim Enthusiast-Sockel-2066- und bei Xeon-SKUs frei. Ein Z390-Mainboard verfügt also mindestens über 16-PCI-E-3.0-Lanes von der CPU, die für eine oder mehrere Grafikkarten verwendet werden sollten, sowie über 16 weitere für Netzwerk, Erweiterungskarten und natürlich M.2-Steckplätze. Sollte der Mainboard-Hersteller weniger als sechs SATA-Ports oder respektive und weniger als 10 USB-3.0-Anschlüsse benötigen, werden weitere PCI-E-Ressourcen frei.

Nicht an den Z390 geknüpft und technisch fragwürdig, aber definitiv originell und Teil der neuen Asus-Mainboard-Generation: Platinen für Double-Capacity-DIMMs, die ähnlich wie zwei einzelne Module angesteuert werden, aber nur einen (speziell angepassten) Steckplatz benötigen. Quelle: PC Games Hardware Nicht an den Z390 geknüpft und technisch fragwürdig, aber definitiv originell und Teil der neuen Asus-Mainboard-Generation: Platinen für Double-Capacity-DIMMs, die ähnlich wie zwei einzelne Module angesteuert werden, aber nur einen (speziell angepassten) Steckplatz benötigen. Wie schon in den vorangegangenen Generationen wählen die meisten Mainboard-Hersteller einen Mittelweg und nutzen acht native USB-3.0-Ports sowie auf den teureren Modellen mit längerer Ausstattungsliste Lane-Sharing an einem Teil der der SATA-Ports. Eine typische Kombination gleichzeitig nutzbarer Schnittstellen wäre beispielsweise viermal SATA, zweimal M.2 mit jeweils vollen 32 GBit/s, Wireless- und Gigabit-LAN sowie ein ×4- und drei ×1-Slots zusätzlich zu den USB-Ressourcen. Kombiniert wird diese anhaltend gute Ausstattung in der neuen Platinen-Generation mit meist leicht gewachsenen Kühlkörpern auf den Spannungswandlern und diversen Versuchen, sich über Beleuchtungs- und Designmerkmale abzuheben. Asus erregt zusätzlich mit Double Capacity RAM-Modulen Aufmerksamkeit, die auf hauseigenen Mainboards mit nur einem DIMM-Slot je Speicherkanal genauso angesprochen werden wie zwei Module in zwei Steckplätzen - dafür aber zu allen anderen Platinen inkompatibel sind respektive mit halber Kapazität laufen.

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Exakt. Der Nachfolger des X299 wird aber mit hoher Sicherheit auf dem gleichen Silizium basieren, wie Z390, H370, B360 und H310 (aber NICHT Z370. Der gehört in die Union-Point-Familie Z270/H270/B250.) Ein Erscheinungsdatum gibt es für Intels nächsten Enthusiast-Refresh aber ebensowenig wie einen klaren Namen. Im Frühjahr tauchte, gleichzeitig mit dem Z390, ein "X399" in den Intel-Dokumenten auf. Später war von X499 die Rede, um Verwechslungen mit AMDs X399 zu vermeiden. Von "Z399" war aber nie die Rede, Intels High-End-Sparte nutzt seit Einführung des Sockel 775 ein "X".
        Mittlerweile heißt es, der X299 bleibt erstmal unverändert im Program, aber für die neuen LGA3647-28-Kerner kommt ein X599 dazu. AMD wiederum hat wieder erwarten keinen X399-Nachfolger "X499" für Threadripper-2000-vorgestellt, hatte dafür aber zwischenzeitlich einen "Z490" in der Pipeline, um die Verwirrung perfekt zu machen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Exakt. Der Nachfolger des X299 wird aber mit hoher Sicherheit auf dem gleichen Silizium basieren, wie Z390, H370, B360 und H310 (aber NICHT Z370. Der gehört in die Union-Point-Familie Z270/H270/B250.) Ein Erscheinungsdatum gibt es für Intels nächsten Enthusiast-Refresh aber ebensowenig wie einen klaren Namen. Im Frühjahr tauchte, gleichzeitig mit dem Z390, ein "X399" in den Intel-Dokumenten auf. Später war von X499 die Rede, um Verwechslungen mit AMDs X399 zu vermeiden. Von "Z399" war aber nie die Rede, Intels High-End-Sparte nutzt seit Einführung des Sockel 775 ein "X".
        Mittlerweile heißt es, der X299 bleibt erstmal unverändert im Program, aber für die neuen LGA3647-28-Kerner kommt ein X599 dazu. AMD wiederum hat wieder erwarten keinen X399-Nachfolger "X499" für Threadripper-2000-vorgestellt, hatte dafür aber zwischenzeitlich einen "Z490" in der Pipeline, um die Verwirrung perfekt zu machen.
      • Von gamekobold Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von 9maddin9
        Der Z390 ist der Nachfolger vom Z370.

        Gesendet von iPhone mit Tapatalk
        okay danke.
        das heisst also im Umkehrschluss, das Z399 noch aussteht, als Highend Linie von Intel (als Nachfolger von X299)
        Irgendwie ist diese ganze Namensgebung verwirrend.
      • Von 9maddin9 Software-Overclocker(in)
        Der Z390 ist der Nachfolger vom Z370.

        Gesendet von iPhone mit Tapatalk
      • Von gamekobold Schraubenverwechsler(in)
        Hallo

        versteh ich das jetzt richtig das Z390 der Nachfolger von X299 ist?

        Es hiess ja mal vor einiger Zeit das der Nachfolger von X299 aufgrund der Namensproblematik mit AMD dann Z399 heissen soll.

        Oder ist Z390 nochmal was anderes?

        Danke für die Erklärung/Hilfe
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        CPU? Da musst du die [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] fragen, wann das NDA fällt. Lange dauert's nicht mehr.
        Mainboards: Ist für die 12/18 (EVT: 7. November) in Arbeit. Ich werde nach Fertigstellung des Print-Artikels wie üblich die Online-Kaufberatung mit den daraus hervorgehenden Empfehlungen aktualisieren und bei der Gelegenheit ein Video für online machen.
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