Samsung S34E790C im Test: 21:9-Gaming mit Kurve
Ultrabreite Monitore im 21:9-Format werden immer beliebter, die Kombination mit einer Display-Krümmung erscheint hier besonders sinnvoll. Wir haben Samsungs Topmodell, den S34E790C, in der Redaktion und werfen im Test einen Blick auf die Eignung als Spiele-Monitor.
Vor einigen Wochen testeten wir drei Curved-Monitore im Multi-Monitor-Betrieb - ein spektakuläres, aber aufwändiges Szenario. Die Alternative: Ein besonders breites 21:9-Display mit Krümmung, ausreichender Größe und einer Auflösung von 3.440 × 1.440 . Mit dem S34E790C bietet Samsung ein entsprechendes Modell an.
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Samsung S34E790C: Ausstattung
Manchmal ist Größe eben doch wichtig: Dank 34 Zoll bzw. 86 Zentimeter Bildschirmdiagonale füllt der S34E790C das Blickfeld bei einem Sitzabstand von 0,5 Metern so effektiv aus, dass ein gewisser Surround-Eindruck entstehen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Samsung S34E790C: Accessoires
Die 3000R-Krümmung hilft dabei merklich, obwohl inzwischen schon höhere Krümmungsgrade verwendet werden. Die Größe hat, wie bei vielen 21:9-Monitoren, ergonomische Nachteile: Die Beweglichkeit, in diesem eine Drehfunktion des Standfußes, entfällt ebenso wie eine (bei diesem Format sinnlose) Pivot-Funktion. Aufgrund der extremen Abmessungen und einem Gesamtgewicht von 9,9 Kg ist der S34E790C aber ohnehin nicht für häufiges Umpositionieren geeignet. Alle nötigen Kabel sind nebst Treiber-CD mit Standard-Farbprofil im Lieferumfang enthalten, außerdem ein Staubtuch - weniger nützlich gegen Staub als vor allem Fingerbadrücke. Bedienelemente hat der S34E790C bis auf einen Ministick auf der rechten unteren Rückseite keine, die Navigation durch die Betriebseinstellungen funktioniert damit aber tadellos und präzise.
Immerhin lässt sich der Bildschirm von-2 bis 20° Grad neigen und höhenverstellen, ein simpler Kabeltunnel im Standfuß bündelt die angeschlossenen Strippen. Und das können einige sein; neben den obligatorischen HDMI- (2x), Displayport- (1x)-Anschlüssen sowie dem externen Netzteil und Klinkenanschluss stehen nämlich vier USB-Buchsen zur Verfügung. Verarbeitung und Stabilität stimmen; anstelle aufdrunglicher Leuchteffekte, farbiger Zierelemente oder sonstiger Merkmale eines "Gaming-Looks" setzt Samsung auf den typisch eleganten Look in Brushed-Aluminium-Optik, nur die Rahmeninnenseite ist Klavierlack-Schwarz.
Die Displayoberfläche reflektiert zumindest bei seitlicher Betrachtung deutlich. Frontal hilft die Konkav-Krümmung gegen Spiegelungen, ungünstigen Lichteinfall mag der der E790C aber trotzdem nicht. Als Arbeitsmonitor an sonnigen Fensterplätzen kommt er also kaum in Frage. Praktisch: Per Bild-in-Bild-Feature können sich mehrere Bildquellen gleichzeitig auf dem Monitor darstellen lassen.
Samsung S34E790C: Eigenschaften
Wir messen den Verbrauch in den Werkseinstellungen, in diesem Fall also bei 100% Helligkeit, 75% Kontrast und der Bildeinstellung "Benutzerdefiniert": Dieser schwankt zwischen 58 und 59 Watt, 0,5 Watt sind es im Standby, was in Relation zur Panelgröße und maximalen Helligkeit absolut im Rahmen ist. Das größzügig dimensionierte Netzteil erwärmt sich im Dauerbetrieb kaum, ebenso wie der Monitors selbst - dafür sorgen Lüftungsschlitze über die gesamte Länge der Rückseite. Die Helligkeitsabweichung bei maximaler Leuchtdichte liegt bei unserem Testmuster bei knapp unter 10% im Schnitt und einer Maximalabweichung von 15%. Unsere Schwarzbildaufnahme entspricht der Wahrnehmung mit dem menschlichen Auge bei völliger Umgebungsverdunkelung.
Mit reichlich Understatement spezifiziert Samsung die maximale Leuchtdichte des E790C; die angegebenen 300 cd/m²werden locker übertroffen. Per Hardware-Kalibrierung mit nativem Weißpunkt erreichen wir fast 340 cd/m², selbstredend keine praxisnahe Einstellung. In den Werkseinstellungen liegt der Regelbereich zwischen 295, 200 und 46 cd/m² (bei jeweils 100, 50 und 0% Helligkeitseinstellung über den Monitor). VA-typisch besitzt der S34E590C eine hohe Kontrastfähigkeit: Das angegebene Verhältnis von 3.000:1 erreichen wir zwar nicht, der gemessene Maximalwert (2.238:1) kann sich trotzdem sehen lassen. In den Werkseinstellungen liegt der Weißpunkt bei knapp über 7100K und ist damit auf eine relativ kühle Farbtemperatur voreingestellt. Dank der umfassenden Bildparameter im OSD ist eine Justierung aber ohne wesentliche Einschränkungen möglich. Der sRGB-Farbraum wird fast vollständig abgedeckt.
Samsung S34E790C: Leistung und Spieleeignung
Die 21:9-formatigen Topmodelle der Hersteller richten sich selten nur an Büroanwender oder Filmfans, sondern natürlich auch an Spieler - in PCGH-Ausgabe 04/2016 prüfen wir, wie es um den Support und die typische Performance in Spielen steht. Deshalb sind Leistungseigenschaften wie Eingabeverzögerung und Schlierenanfälligkeit nach wie vor Teil der Bewertung. Die SMTT-Messung (Schnitt aus 25 Aufnahmen, Spielemodus "aus") bescheinigt dem 60-Hertz-Display einen Lag von sechs Millisekunden - nicht auf dem Niveau blitzschneller Gesellen wie dem jüngst von uns getesteten Eizo Foris FS2735, aber allemal erfreulich niedrig und damit locker spieletauglich. VA-Panels sind mitunter anfällig für Ghosting und Schliereneffekte, aber auch in dieser Hinsicht können wir Entwarnung geben: In mittlerer Overdrive-Einstellung ("Schneller") ziehen Objekte in Bewegtbildern kaum nach, Overshoot-bedingte Coronas sind kaum zu sehen. In Spielen mit 21:9-Unterstützung machen sich die 86 Zentimeter Bildschirmdiagonale schnell bezahlt; den Sehschlitzartigen Eindruck kleinerer Ultrawide-Panels gibt es hier nicht. Der vermeintliche taktische Vorteil eines größeren Sichtkegels fällt zwar eher subtil aus - so sehen wir in Attila: Total War in 3.440 × 1.440 einen größeren Ausschnitt des Schlachtfelds - dafür ist das Spielerlebnis in Ego- oder Verfolgerperpektiven umso intensiver, wenn sich das FOV korrekt einstellen lässt.
Bildergalerie
Samsung S34E790C: Fazit
Nicht immer muss es das absolute Komplettpaket sein. Der S34E790C verzichtet auf adaptive Sync und ultrahohe Bildwiederholraten, macht als Spielemonitor aber dennoch eine solide Figur. 21:9-Curved-Monitore sind in dieser Größe ohnehin selten als preisgünstig zu bezeichen, und so "sparen" Käufer hier gegenüber Modellen wie dem Benq XR3501 oder einem Acer Predator X34 einiges ein. Trotzdem werden für das Panorama immer noch rund 900 Euro fällig. Als Alternative zu einem Multi-Monitor-Verbund ist der Samsung aber allemal interessant.
| Produktname | S34E790C |
|---|---|
| Hersteller | Samsung |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 900,-/Ausreichend |
| PCGH-Preisvergleich | [url=http://www.pcgh.de/preis/1195794]www.pcgh.de/preis/1195794/url] |
| Ausstattung (20 %) | 1,80 |
| Diagonale/Anschlüsse | 86 cm (34 Zoll)/2x HDMI 1.4, 1x Displayport 1.2a |
| Max. Auflösung | 3.440 x 1.440 |
| Panel/Hintergrundbeleuchtung | VA/LED |
| Reaktionszeit (Hersteller) | 4 ms (gtg typisch) |
| Netzteil | extern |
| Gewicht/Maße | 9,9 kg/82,2 x 45,2 x 27,6 cm |
| Drehbar/neigbar/höhenverst. | Nein/22 Grad/Ja |
| Garantie | 2 Jahre |
| Sonstiges | USB-3.0-Hub, Kopfhöreranschluss, interne Lautsprecher |
| Eigenschaften (20 %) | 2,24 |
| Betrachtungswinkel horizontal/vertikal | 175/175 Grad (spiegelnd) |
| Downsampling (50 %/100 %) | -/- |
| Kontrastverhältnis (statisch) | 2238:1 |
| Leistungsaufnahme/Stand-by | 59/0,5 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,59 |
| Schlieren-/Korona-Bildung | sehr gering/sehr gering |
| Subjektiv spieletauglich/Inputlag | Ja/ 6 ms |
| Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) | 46, 200, 295 cd/m² |
| Interpolation* | Vollbild, 16:10, 16:9, 4:3/gut |
| Helligkeitsverteilung (Abweichungen) | Max. 15 % |
| Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) | Klares Bild (geringer Kristalleffekt) |
| Farbbrillanz/Farbechtheit | Gut |
| Endnote | 1,76 |
| Fazit | + Sehr gute Verarbeitung |
| * (1.280 x 1.024/1.680 x 1.050/1.920 x 1.080) | + Kontraststark |
| + Effektive Krümmung in Kombination mit der Größe |

Desweiteren wird angegeben: Klares Bild (geringer Kristalleffekt) dies stimmt imo nicht wirklich, das Bild könnte klarer sein, das Coating ist nicht auf dem 21:9 Niveau der IPS 34" habe/hatte einen Dell sowie LG hier. Bei den ist es -> "Klares Bild" Der Samsung leidet wohl auch wegen dem "schlechteren" Coating an Unschärfe, fällt bei Text sofort auf.
Nun diese Kritik Punkte werden in der PCGH 04/2016 nicht erwähnt. In Zukunft werde ich PCGH Monitor Tests nicht mehr wirklich ernst nehmen, früher war mit Marco und Daniel der jetzt bei Asus arbeitet kompetenteres Personal am Werk.
Keine Ahnung was da manche messen.
Aber mir wär der Samsung zu langsam und Sync sollte wohl min. mit drinne sein (ja das gibts nicht erst seid heute).
Jo, zwei Monitore sind schon nicht verkehrt.
Mein 1. Exemplar hatte 6 Pixelfehler und mein 2. fast mittig ein starken Lichthof, der auf weiß oder anderen hellen Farben deutlich sichtbar war - wie z.B. hier im Forum. Daraufhin bin ich vom Kauf zurückgetreten, weil ich kein Bock hatte ständig das fast 10 Kg schwere Teil auszupacken, aufzustellen, anzuschließen und alles noch mal rückwärts.