Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
Nvidias Geforce GTX 650 Ti stellt sich vor: Nachdem die Kalifornier vor drei Wochen die Geforce GTX 660 und GTX 650 auf den Markt brachten, offenbarte sich eine große Preis- und Leistungslücke zwischen den Neulingen. Nun schickt Nvidia mit der Geforce GTX 650 Ti das fehlende Puzzle-Teil ins Rennen. Ob sich die GTX 650 Ti für Spieler lohnt, klärt unser Test.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 650 Ti im Test: Einleitung, Spezifikation
- Seite 2 Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
- Seite 3 Geforce GTX 650 Ti im Test: Testsystem
- Seite 4 Geforce GTX 650 Ti im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
- Seite 5 Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
- Seite 6 Geforce GTX 650 Ti im Test: Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Quelle: PC Games Hardware
Geforce GTX 650 Ti im Nvidia-Referenzdesign (7)
Die Spezifikationen diverser Oberklasse-Grafikkarten im Überblick:
| Modell | Geforce GTX 660 | Geforce GTX 650 Ti | Geforce GTX 650 | Geforce GTX 460 | Radeon HD 7870 | Radeon HD 7850 | Radeon HD 7770 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Codename/Direct-X-Version | GK106 / 11.1 | GK106 / 11.1 | GK107 / 11.1 | GK104 / 11.1 | Pitcairn XT / 11.1 | Pitcairn Pro / 11.1 | Cape Verde XT /11.1 |
| SP-Rechenleistung (GFLOPS) | 1.882 | 1.400 | 813 | 907 | 2.560 | 1.761 | 1.408 |
| Dreiecksdurchsatz (Mio./s) | 2.450 | 1.829 | 1.058 | 1.181 | 2.000 | 1.720 | 1.100 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s) | 19,6 | 14,6 | 8,5 | 9,45 | 29,6 | 27,5 | 17,6 |
| Texturleistung (GTex/s) | 76,8 | 59,2 | 33,9 | 37,8 | 118,4 | 55 | 44 |
| Takt Grafikchip (Megahertz) | 980 + Boost | 928 | 1.058 | 675 | 1.000 | 860 | 1.100 |
| Takt Shader-ALUs (Megahertz) | 980 + Boost | 928 | 1.058 | 1.350 | 1.000 | 860 | 1.100 |
| Takt Grafikspeicher (Megahertz) | 3.004 | 2.700 | 2.500 | 1.800 | 2.400 | 2.400 | 2.250 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 960 / 5 / 80 | 768 / 3 / 64 | 384 / 2 / 32 | 336 / 7 / 56 | 1.280 / 20 / 80 | 1.024 / 16 /64 | 640 / 10 / 40 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 24 | 16 | 16 | 32 | 32 | 32 | 16 |
| Speicheranbindung (Bit) | 192 | 128 | 128 | 256 | 256 | 256 | 128 |
| Speichertransferrate (GByte/s) | 144,0 | 86,4 | 80,0 | 115,2 | 154,0 | 154,0 | 72,0 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 2.048 | 1.024/2.048 | 1.024/2.048 | 1.024 | 2.048 | 2.048/1.024 | 1.024 |
| PCI-E-Stromanschlüsse | 1x 6-polig | 1x 6-polig | 1x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 1x 6-polig | 1x 6-polig |
| TDP/TGP laut Hersteller | 115 Watt TDP | 110 Watt TDP | 64 Watt TDP | 160 Watt TDP | 175 Watt TGP | 130 Watt TGP | 80 Watt TGP |
Geforce GTX 650 Ti im Test: Kühlung, Lautheit und Leistungsaufnahme
Wie bei die Geforce GTX 650 basiert auch die GTX 650 Ti auf einem Kompaktbau: Die Platine ist lediglich 14,5 Zentimeter lang, während der Kühler innerhalb dieses Rahmens bleibt - zumindest im Referenzdesign. Während alle Nvidia-Referenzkarten ab der Geforce GTX 660 ein Kühldesign auf Direct-Heat-Exhaust-Basis (DHE) nutzen, trägt die GTX 650 Ti einen Axiallüfter, welcher einen reinen Aluminium-Lamellenblock belüftet. Kniffe wie ein Kupferkern oder Heatpipes sind für die anfallende Abwärme nicht nötig.
Die Nvidia-Vorlage wird in abgewandelter Form auch von Evga und Palit genutzt, hier kommen Referenzplatinen mit leicht verlängertem respektive erhöhtem Kühler zum Einsatz, während die MSI GTX 650 Ti Power Edition/OC einen alten Bekannten zurückholt: den Cyclone II. Der Kühler kam schon auf Fermi-Modellen zum Einsatz, verfügt über eine Kupferplatte auf der GPU sowie zwei Heatpipes mit 6 Millimetern Durchmesser. Im Test zeigt sich die Überlegenheit des Designs, mit einer Kerntemperatur um 55 Grad Celsius bei einem kaum wahrnehmbaren Lüftungsgeräusch. Die Karte fällt konsequent aus Rahmen, denn auch die Platine ist deutlich länger als bei der Konkurrenz (23 cm). Mehr dazu in der kommenden PCGH.
| Lautstärke | Nvidia GTX 660 | Nvidia GTX 650 Ti | Palit GTX 650 Ti | Palit GTX 650 OC | Nvidia GTX 460 | AMD HD 7850 | AMD HD 6870 | AMD HD 7770 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf | 0,9 Sone | 0,9 Sone | 0,9 Sone | 0,7 Sone | 0,8 Sone | 0,8 Sone | 0,7 Sone | 0,8 Sone |
| Battlefield: Bad Company 2 | 2,2 Sone | 0,9 Sone | 1,5 Sone | 0,9 Sone | 2,0 Sone | 2,6 Sone | 3,8 Sone | 1,3 Sone |
| Leistungsaufnahme | ||||||||
| Leerlauf | 10 Watt | 9 Watt | 10 Watt | 11,5 Watt | 14 Watt | 10 Watt | 20 Watt | 10 Watt |
| Battlefield: Bad Company 2 | 118 Watt | 73 Watt | 74 Watt | 60 Watt | 125 Watt | 98 Watt | 117 Watt | 64 Watt |
Hinweis: PCGH testet mit Powertune (AMD) respektive Power Target (Nvidia Kepler) auf Standard (100 Prozent).
Der Stromverbrauch unserer Referenzkarte fällt beachtlich niedrig aus und liegt trotz der höheren Leistung auf HD-7770-OC-Niveau. Die Lüftersteuerung hält es dementsprechend nicht für nötig, die im Leerlauf eingestellten 23 Prozent PWM-Drehkraft beim Spielen großartig zu verändern: Unser Testmuster legt höchstens 24 Prozent an und verweilt damit bei 0,9 Sone in jeder Lage. Messungen mit der kurz vor Testschluss eingetroffenen MSI GTX 650 Ti PE/OC mit Cyclone-II-Kühler unterstreichen die Spiele-Leistungsaufnahme von 75 Watt. Der Kühler muss dementsprechend wenig arbeiten und hält die Karte bei geringer Lautheit kühl. Von der 110-Watt-TDP ist in keiner Lage etwas zu sehen, Nvidia bestätigte uns jedoch auf Nachfrage, dass dies den offiziellen "Ernstfall-Verbrauch" darstellt.
Geforce GTX 650 Ti im Test: Overclocking
Die Geforce GTX 650 Ti offenbart schon in ersten Tests, dass sehr viel Taktpotenzial in ihr steckt - sowohl im Kern als auch im Speicher. Ausgehend von 925/2.700 MHz (GPU/VRAM) schultert unsere Referenzkarte ohne Spannungserhöhung 1.088/3.300 MHz, was einem Plus von 18/22 Prozent entspricht. Die MSI GTX 650 Ti Power Edition erlaubt dank ihrer starken Platine und Kühlung das Heraufsetzen der GPU-, RAM- und Aux-Spannung, sodass 1.202 MHz Chip- und beeindruckende 3.500 MHz Speichertakt stabil möglich sind. Damit macht die Karte einen großen Satz nach vorn, ohne aber der Geforce GTX 660 gefährlich zu werden.
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Zumal nicht jeder Computeruser gleich ein Nerd ist. Und für ganz normale Leute, die mal ne Runde daddeln wollen, ist die Karte doch wunderbar.
Komischerweise gehen viele User immer davon aus, dass die anderen auch so "behämmert" sind, wie sie selbst. Stimmt aber nicht immer.
Trotzdem bleibt ein nerdiger Geschmack zurück, wenn man hier so manche Posts liest: Clischee: Grafikkarte muss groß sein!!! Klar, weil die meisten Schlaumeier ja auch mehrere Hundert Euro dafür ausgeben. Da muss schon was groß sein (zum groß werden
Für mich sind Leute, die ne GTX 65o TI oder ähnlich kaufen eher annehmbar als Kunden der 500 Euroklasse.
@Gustlegga
Dein Bild ist immer wieder geil! Ein Traum!
Wegen des Einsatzes von verschiedenen CAD-Programmen ist mir eben CUDA wichtig. Solange AMD da nix anbietet kann die Karte ein noch so gutes P/L Verhältnis haben, im mein System kommt die nicht.
So das wollt ich nur mal angemerkt haben.
P.S.: Zum Thema "putzige Karte" noch soviel. Wollt ihr allen ernstes nur weils besser aussieht ne GraKa in Full-size Maßen?
P.P.S.: Hat hier irgendwer den Durchblick wie das mit den "defekten" Teilen der Karte ist? Werden die wie bei AMD per laser getrennt oder nur deaktiviert? Und wenn die nur die deaktiviert werden, wie bekomm ich die wieder aktiviert?
Man muss schon realistische Preisvorstellungen von seinem Produkt haben, sonst wird das nichts....
Vor allem sollte man sich eben nicht soooo abartig lange Zeit lassen, bis man denn endlich mal in die Pushen kommt...