Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking

57
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Geforce GTX 650 Ti im Nvidia-Referenzdesign (7)
Quelle: PC Games Hardware

Nvidias Geforce GTX 650 Ti stellt sich vor: Nachdem die Kalifornier vor drei Wochen die Geforce GTX 660 und GTX 650 auf den Markt brachten, offenbarte sich eine große Preis- und Leistungslücke zwischen den Neulingen. Nun schickt Nvidia mit der Geforce GTX 650 Ti das fehlende Puzzle-Teil ins Rennen. Ob sich die GTX 650 Ti für Spieler lohnt, klärt unser Test.

Geforce GTX 650 Ti im Nvidia-Referenzdesign (7) Quelle: PC Games Hardware Geforce GTX 650 Ti im Nvidia-Referenzdesign (7) Die Spezifikationen diverser Oberklasse-Grafikkarten im Überblick:

Modell Geforce GTX 660 Geforce GTX 650 Ti Geforce GTX 650 Geforce GTX 460 Radeon HD 7870 Radeon HD 7850 Radeon HD 7770
Codename/Direct-X-Version GK106 / 11.1 GK106 / 11.1 GK107 / 11.1 GK104 / 11.1 Pitcairn XT / 11.1 Pitcairn Pro / 11.1 Cape Verde XT /11.1
SP-Rechenleistung (GFLOPS) 1.882 1.400 813 907 2.560 1.761 1.408
Dreiecksdurchsatz (Mio./s) 2.450 1.829 1.058 1.181 2.000 1.720 1.100
Pixeldurchsatz (GPix/s) 19,6 14,6 8,5 9,45 29,6 27,5 17,6
Texturleistung (GTex/s) 76,8 59,2 33,9 37,8 118,4 55 44
Takt Grafikchip (Megahertz) 980 + Boost 928 1.058 675 1.000 860 1.100
Takt Shader-ALUs (Megahertz) 980 + Boost 928 1.058 1.350 1.000 860 1.100
Takt Grafikspeicher (Megahertz) 3.004 2.700 2.500 1.800 2.400 2.400 2.250
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 960 / 5 / 80 768 / 3 / 64 384 / 2 / 32 336 / 7 / 56 1.280 / 20 / 80 1.024 / 16 /64 640 / 10 / 40
Raster-Endstufen (ROPs) 24 16 16 32 32 32 16
Speicheranbindung (Bit) 192 128 128 256 256 256 128
Speichertransferrate (GByte/s) 144,0 86,4 80,0 115,2 154,0 154,0 72,0
Übliche Speichermenge (MiB) 2.048 1.024/2.048 1.024/2.048 1.024 2.048 2.048/1.024 1.024
PCI-E-Stromanschlüsse 1x 6-polig 1x 6-polig 1x 6-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 1x 6-polig 1x 6-polig
TDP/TGP laut Hersteller 115 Watt TDP 110 Watt TDP 64 Watt TDP 160 Watt TDP 175 Watt TGP 130 Watt TGP 80 Watt TGP

Geforce GTX 650 Ti im Test: Kühlung, Lautheit und Leistungsaufnahme

Wie bei die Geforce GTX 650 basiert auch die GTX 650 Ti auf einem Kompaktbau: Die Platine ist lediglich 14,5 Zentimeter lang, während der Kühler innerhalb dieses Rahmens bleibt - zumindest im Referenzdesign. Während alle Nvidia-Referenzkarten ab der Geforce GTX 660 ein Kühldesign auf Direct-Heat-Exhaust-Basis (DHE) nutzen, trägt die GTX 650 Ti einen Axiallüfter, welcher einen reinen Aluminium-Lamellenblock belüftet. Kniffe wie ein Kupferkern oder Heatpipes sind für die anfallende Abwärme nicht nötig.

Die Nvidia-Vorlage wird in abgewandelter Form auch von Evga und Palit genutzt, hier kommen Referenzplatinen mit leicht verlängertem respektive erhöhtem Kühler zum Einsatz, während die MSI GTX 650 Ti Power Edition/OC einen alten Bekannten zurückholt: den Cyclone II. Der Kühler kam schon auf Fermi-Modellen zum Einsatz, verfügt über eine Kupferplatte auf der GPU sowie zwei Heatpipes mit 6 Millimetern Durchmesser. Im Test zeigt sich die Überlegenheit des Designs, mit einer Kerntemperatur um 55 Grad Celsius bei einem kaum wahrnehmbaren Lüftungsgeräusch. Die Karte fällt konsequent aus Rahmen, denn auch die Platine ist deutlich länger als bei der Konkurrenz (23 cm). Mehr dazu in der kommenden PCGH.

Lautstärke Nvidia GTX 660 Nvidia GTX 650 Ti Palit GTX 650 Ti Palit GTX 650 OC Nvidia GTX 460 AMD HD 7850 AMD HD 6870 AMD HD 7770
Leerlauf 0,9 Sone 0,9 Sone 0,9 Sone 0,7 Sone 0,8 Sone 0,8 Sone 0,7 Sone 0,8 Sone
Battlefield: Bad Company 2 2,2 Sone 0,9 Sone 1,5 Sone 0,9 Sone 2,0 Sone 2,6 Sone 3,8 Sone 1,3 Sone
Leistungsaufnahme    
Leerlauf 10 Watt 9 Watt 10 Watt 11,5 Watt 14 Watt 10 Watt 20 Watt 10 Watt
Battlefield: Bad Company 2 118 Watt 73 Watt 74 Watt 60 Watt 125 Watt 98 Watt 117 Watt 64 Watt

Hinweis: PCGH testet mit Powertune (AMD) respektive Power Target (Nvidia Kepler) auf Standard (100 Prozent).

Der Stromverbrauch unserer Referenzkarte fällt beachtlich niedrig aus und liegt trotz der höheren Leistung auf HD-7770-OC-Niveau. Die Lüftersteuerung hält es dementsprechend nicht für nötig, die im Leerlauf eingestellten 23 Prozent PWM-Drehkraft beim Spielen großartig zu verändern: Unser Testmuster legt höchstens 24 Prozent an und verweilt damit bei 0,9 Sone in jeder Lage. Messungen mit der kurz vor Testschluss eingetroffenen MSI GTX 650 Ti PE/OC mit Cyclone-II-Kühler unterstreichen die Spiele-Leistungsaufnahme von 75 Watt. Der Kühler muss dementsprechend wenig arbeiten und hält die Karte bei geringer Lautheit kühl. Von der 110-Watt-TDP ist in keiner Lage etwas zu sehen, Nvidia bestätigte uns jedoch auf Nachfrage, dass dies den offiziellen "Ernstfall-Verbrauch" darstellt.

Geforce GTX 650 Ti im Test: Overclocking

Die Geforce GTX 650 Ti offenbart schon in ersten Tests, dass sehr viel Taktpotenzial in ihr steckt - sowohl im Kern als auch im Speicher. Ausgehend von 925/2.700 MHz (GPU/VRAM) schultert unsere Referenzkarte ohne Spannungserhöhung 1.088/3.300 MHz, was einem Plus von 18/22 Prozent entspricht. Die MSI GTX 650 Ti Power Edition erlaubt dank ihrer starken Platine und Kühlung das Heraufsetzen der GPU-, RAM- und Aux-Spannung, sodass 1.202 MHz Chip- und beeindruckende 3.500 MHz Speichertakt stabil möglich sind. Damit macht die Karte einen großen Satz nach vorn, ohne aber der Geforce GTX 660 gefährlich zu werden.

GTX 660 Review
57
  1. Seite 1 Geforce GTX 650 Ti im Test: Einleitung, Spezifikation
  2. Seite 2 Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
  3. Seite 3 Geforce GTX 650 Ti im Test: Testsystem
  4. Seite 4 Geforce GTX 650 Ti im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
  5. Seite 5 Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
  6. Seite 6 Geforce GTX 650 Ti im Test: Fazit
    • Kommentare (57)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MrOizo Komplett-PC-Käufer(in)
        ich habe sie nun gekauft für 110 euro. Ist nicht teuer finde ich... Und mir hat die 550ti schon gefallen und die war auch nicht sooo gut angeblich. Mann muss es ja nicht immer übertreiben mit der Grafik.
      • Von MrOizo Komplett-PC-Käufer(in)
        ich habe sie nun gekauft für 110 euro. Ist nicht teuer finde ich... Und mir hat die 550ti schon gefallen und die war auch nicht sooo gut angeblich. Mann muss es ja nicht immer übertreiben mit der Grafik.
      • Von Medcha Software-Overclocker(in)
        Lustig, jeder hat doch seine Sichtweise und die ist fast immer: "nur das, was ich brauche ist interessant für mich" und das ist auch normal. Mich interessieren Grafikkarten jenseits der 300 Euromarke nun überhaupt nicht und ebenso unter 100 Euro. Dazwischen spielt sich "meine" Welt ab.

        Zumal nicht jeder Computeruser gleich ein Nerd ist. Und für ganz normale Leute, die mal ne Runde daddeln wollen, ist die Karte doch wunderbar.
        Komischerweise gehen viele User immer davon aus, dass die anderen auch so "behämmert" sind, wie sie selbst. Stimmt aber nicht immer.

        Trotzdem bleibt ein nerdiger Geschmack zurück, wenn man hier so manche Posts liest: Clischee: Grafikkarte muss groß sein!!! Klar, weil die meisten Schlaumeier ja auch mehrere Hundert Euro dafür ausgeben. Da muss schon was groß sein (zum groß werden). Dann muss sie über 200 Euro kosten, "...sonst ist das keine richtige Grafikkarte...". Erinnert mich etwas an mein Auslandsjahr in USA, da fragten die Leute immer so geile Fragen, wie "Habt ihr auch Kühlschränke oder Autos". Das Clischee "Europa" lies eben nichts anderes zu: "America is the best", hier ähnlich.

        Für mich sind Leute, die ne GTX 65o TI oder ähnlich kaufen eher annehmbar als Kunden der 500 Euroklasse. Schlau ist immer etwas sympathischer als Protz.

        @Gustlegga
        Dein Bild ist immer wieder geil! Ein Traum!
      • Von MBeneke Kabelverknoter(in)
        Naja Leute wenn ich hier so den einen oder anderen Post sehe könnte ich meinen das Topic hier sei Flamewars: AMD-Fanboys vs. Nvidia-Fanboys. Die meisten Post sind einfach nur Spam. Vorgestern hat meine Palit GTX 460 die Transistoren gestreckt :_-( . Da musste schnell gleichwertiger Ersatz her. Also hab mir gestern eine 650 Ti bestellt. 125€ für ne Golden Sample sind schon okay find ich. Der Grund war ganz einfach das ich studiere und was teueres nicht in die Tüte kommt. Klar hätte ich lieber ne bessere Graka gehabt. Aber die 450 Ti wirds zumindest bis zum Abschluss auch tun.
        Wegen des Einsatzes von verschiedenen CAD-Programmen ist mir eben CUDA wichtig. Solange AMD da nix anbietet kann die Karte ein noch so gutes P/L Verhältnis haben, im mein System kommt die nicht.

        So das wollt ich nur mal angemerkt haben.

        P.S.: Zum Thema "putzige Karte" noch soviel. Wollt ihr allen ernstes nur weils besser aussieht ne GraKa in Full-size Maßen?

        P.P.S.: Hat hier irgendwer den Durchblick wie das mit den "defekten" Teilen der Karte ist? Werden die wie bei AMD per laser getrennt oder nur deaktiviert? Und wenn die nur die deaktiviert werden, wie bekomm ich die wieder aktiviert?
      • Von da brew Freizeitschrauber(in)
        Ja, ich glaub auch dass die sich extra viel Zeit genommen haben um möglichst spät möglichst wenig möglichst überteuerte Grafikkarten zu verkaufen.
      • Von Skysnake Lötkolbengott/-göttin
        Der Markt ist aber auch total übersättigt, bzw. eben so wie er ist, und da ist die Karte einfach nen Fail zu dem Preis....

        Man muss schon realistische Preisvorstellungen von seinem Produkt haben, sonst wird das nichts....

        Vor allem sollte man sich eben nicht soooo abartig lange Zeit lassen, bis man denn endlich mal in die Pushen kommt...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk