Hochrangiger Mitarbeiter wechselt von AMD zu Nvidia
Nvidia hat den Chef von AMDs Konsolenprogramm abgeworben. Mutmaßlich eine Folge des Sparkurses bei AMD. Bob Feldstein kam über Ati zu AMD und verlässt nun das Unternehmen mit Ziel Kalifornien. Ärgerlich für AMD: Es ist der erste größere Abgang, wo das Ziel klar ist - die direkte Konkurrenz.
Quelle: neogaf.com
Auch hochrangige AMD-Mitarbeiter können den Verlockungen Nvidias nicht wiederstehen. (Bild ohne direkten Bezug. Vermutlich.)
Es wird immer deutlicher, dass AMDs Sparkurs nicht nur am unteren Ende der Unternehmenshierarchie zur Trennung von Mitarbeitern führt, sondern dass auch Personen dem Konzern den Rücken kehren, deren Arbeitsplatz nicht von Rationalisierungsmaßnahmen betroffen ist. Nach der Unternehmensleitung und dem Marketing-Leiter hat nun mit dem Vizepräsidenten für strategische Entwicklung, Bob Feldstein, erneut ein ehemaliger ATI-Mitarbeiter seinen Hut genommen. Zuvor sind bereits General Manager Rick Bergman und erst kürzlich der oberste technische Leiter Eric Demers, beide aus der Grafikabteilung, gegangen.
Bob Feldstein war bislang für Lizenzierungsabkommen mit anderen Herstellern, vor allem aber auch für den Kontakt zu den Konsolenherstellern verantwortlich. In dieser Funktion hatte er bereits zu ATI-Zeiten an der Entwicklung der GPUs für die Xbox 360 und später auch für die Wii und Wii U mitgewirkt. Zudem dürfte er eine entscheidende Rolle bei AMDs Beteiligung an der kommenden Konsolengeneration gespielt haben. Mit dieser soll, Gerüchten zu Folge, auch Sony von Nvidia- auf AMD-Grafikchips wechseln, so dass AMD alle drei Konsolenhersteller beliefern würde.
Besonders brisant an Bob Feldsteins Kündigung ist sein neuer Arbeitgeber: Im Gegensatz zu den bisherigen Abgängen, bei denen nichts über künftige Beschäftigungen bekannt wurde, steht in seinem Fall fest, dass er die Rolle eines Vizepräsidenten für Technologielizenzierung ab sofort für Nvidia übernehmen wird. Ob er seine Kontakte zu den Konsolenherstellern hier noch kurzfristig zugunsten des neuen Arbeitgebers ausspielen kann, wird sich zeigen.
Quellen: Wall Street Journal, Hothardware.com

Selbst Schuld wenn die Firma den Bach runter geht.
Auch das Argument wurde zerredet. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass ideologische Gründe ausschlaggebend waren.
Denn es kann natürlich nicht sein was nicht sein darf. Und Nicht-ATI-Chips in Konsolen durften in dieser Diskussion wahrlich nicht sein.
Voodoo und PowerVR erforderten auch komplett unterschiedliche Programmierung, und Standards wie Direct X gab es nicht.
Deshalb hatte (und habe) ich ja beide Karten im 2.Rechner...
Jedenfalls glaube ich eben nicht, dass der Grafikchiplieferant schon in Stein gemeisselt ist. Daher könnte sich der Wechsel dieses Menschen zu NV schon früher auswirken als hier angedacht wurde.
@hfb:
Wenn mal wieder jemand behauptet, es wäre unmöglich, kannst du ihn ja an 3dfx' Dreamcast-Chip erinnern. Der Vertrag wurde erst weniger als 1,5 Jahre vor Verkaufsbeginn gekündigt und zwischen Voodoo und PowerVR (siehe Kyro) lagen nun wirklich riesige Unterschiede, verglichen mit AMD und Nvidia heute.
Das hat mir letzthin keiner geglaubt, schön, dass du das auch so siehst.
Da bis jetzt nichts, aber auch rein gar nichts bekannt ist, was die nächste Konsolengeneration angeht (noch nicht mal, ob sie
wirklich kommen wird...), ist der ATI-Grafikchip ebenfalls noch lange nicht gesichert.
Ich hoffe, der Typ ist nur für die Konsolenhersteller zuständig, nicht für den Kontakt zu den Spieleherstellern...das war ja in der
Vergangenheit eher ein Trauspiel bei ATI.