Test der Radeon HD 7950: Ist der Tahiti Pro besser als Nvidias GTX 580?
Vorweg: Weitere Benchmarks, einen riesigen Vergleich diverser HD-7900-Eigendesigns sowie zusätzliche Informationen zur Radeon HD 7950/7970 finden Sie in der Ausgabe 04/2012 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 07. März 2012. Die erste Testcharge an HD-7970-Designs und ein 7 Seiten schweres Tahiti-Praxisspecial bietet schon die PCGH 03 (ab 1. Februar erhältlich).
Erneut schickt uns AMD aufs sonnige Tahiti: Mit der Radeon HD 7950 startet heute die zweite Grafikkarte mit GCN-Architektur (Graphics Core Next). Die kleine Schwester der Radeon HD 7970 (PCGH-Test der HD 7970) hat es trotz hardwareseitiger Einschnitte faustdick hinter den Ohren. Was die Radeon HD 7950 in den Disziplinen Spieleleistung, Stromverbrauch, Lautheit und mehr leistet, klärt unser Test der HD 7950. In der Print-Ausgabe 04 (7.3.2012) legen wir mit ausführlichen Retailkarten-Tests kräftig nach. Der Proband ist übrigens eine waschechte High-End-Grafikkarte: AMDs unverbindliche Preisempfehlung für die Radeon HD 7950 beträgt 449 Euro (Straßenpreis laut AMD: 419 Euro) - ein Revier, das bislang von Nvidias Fermi-Flaggschiff Geforce GTX 580 beherrscht wurde. Der Gegner ist damit gefunden ... aber auch geschlagen?
**Update: Preisvergleich**
Mittlerweile sind viele HD 7950-Grafikkarten im PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals aufgetaucht. Nicht alle Herstellerkarten sind lagernd, die Powercolor HD 7950 scheint mit aktuell 399 Euro die günstigte Karte zu sein. Die Sapphire-Standard Edition kostet gleich 30 Euro mehr. Am teuersten ist aktuell die XFX Black Edition Dual Fan für rund 500 Euro.
Radeon HD 7950 im Test: Architektur
Wie die meisten kommenden Grafikkarten der HD-7000-Serie basiert auch die Radeon HD 7950 auf der GCN-Architektur, was für nichts anderes steht als "Graphics Core Next". Im Falle des Flaggschiffs nennt sich die GPU Tahiti XT, welche 4.312.711.873 Transistoren auf nur 365 Quadratmillimeter presst - die 28-Nanometer-Fertigung macht's möglich. Unter der Haube bietet GCN statt den bisher üblichen SIMD-Blöcken sogenannte CUs, Compute Units. Diese basieren nicht mehr auf VLIW-Einheiten, sondern bestehen aus Skalar- und Vektoreinheiten; hinzu kommen wie üblich die TMUs und Caches. An den Raster-Endstufen (ROPs) haben die Kanadier seit Cayman (HD 69x0) nichts Augenscheinliches verändert, dafür wurde die Tessellationseinheit im Front-End kräftig erweitert: AMD gibt gegenüber der HD 6970 den Faktor 4 ("up to") an. Falls Sie sich für tiefgehendere Details zur Architektur interessieren, sei Ihnen nochmals die PCGH 02/2012 ans Herz gelegt.
Radeon HD 7950 im Test: Spezifikationen
Die Basis der Radeon HD 7950 ist, wie auch bei der HD 7970, der Tahiti-Grafikchip - diesmal jedoch in gestutzter Form: Anstelle eines Tahiti XT mit 32 Compute Units, 2.048 Shader-Einheiten, 128 TMUs und 925 MHz Arbeitstakt sitzt ein Tahiti Pro auf der HD 7950. Dieser ist relativ mild abgespeckt: 1.792 ALUs und 112 TMUs bleiben übrig, was einem Defizit von 12,5 Prozent entspricht. Die Arbeitsfrequenz hat AMD deutlicher herabgesetzt: Offiziell rendert die Radeon HD 7950 mit 800 MHz. Das Gesamtdefizit gegenüber der Radeon HD 7970 beträgt folglich 26 Prozent. Die Raster-Endstufen (ROPs) bleiben - entgegen so mancher Vorab-Gerüchte zur HD 7950 - bei 32 Einheiten, da sie nicht an die deaktivierten Chipteile gekoppelt sind. Auch das Speicherinterface bietet noch alle 384 Datenbahnen, muss bei der HD 7950 jedoch mit 2.500 anstelle von 2.750 MHz auskommen. Ob das Gesamtpaket an Nvidias Geforce GTX 580 herankommt, wird sich in den Benchmarks zeigen. Die Spezifikation der schnellsten Single-GPU-Karten auf einen Blick:
- 1Radeon HD 7950 im Test: Architektur und Spezifikationen
- 2Radeon HD 7950 im Test: Lautheit, Leistungsaufnahme, Temperatur und Overclocking
- 3Radeon HD 7970 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- 4Radeon HD 7950 im Test: Battlefield 3 (DX11)
- 5Radeon HD 7950 im Test: Call of Duty Modern Warfare 3 (DX9 + SGSSAA)
- 6Radeon HD 7950 im Test: Crysis Warhead (DX10)
- 7Radeon HD 7950 im Test: Crysis 2 (DX11)
- 8Radeon HD 7950 im Test: Dirt 3 (DX11)
- 9Radeon HD 7950 im Test: Mass Effect 2 (DX9 + SGSSAA)
- 10Radeon HD 7950 im Test: Serious Sam 3 (DX9 + SGSSAA)
- 11Radeon HD 7950 im Test: Starcraft 2 (DX9)
- 12Radeon HD 7950 im Test: The Elder Scrolls 5 Skyrim (DX9 + SGSSAA)
- 13Radeon HD 7950 im Test: Fazit
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Ich finde auch, der Preis geht völlig in Ordnung. Eine ähnlich schnelle GTX 580 mit gutem Custom-Kühler, die mehr verbraucht, schlechter übertaktbar ist und nur halb so viel VRAM besitzt, kostet in etwa genauso viel.
Wow, hört sich richtig gut an.
MfG