Nvidia Geforce GTX 780 Ti im Test: Die "Titan Ultra" ist gelandet - für 649 Euro - Geforce GTX 780 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking

Geforce GTX 780

Nvidia Geforce GTX 780 Ti im Test: Die "Titan Ultra" ist gelandet - für 649 Euro

Raffael Vötter
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08.11.2013 18:00 Uhr
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44°
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Geforce GTX 780 Ti im Test: 2.880 aktive Shader-Einheiten, ein Boost auf bis zu 1.006 MHz sowie 3 GiByte des schnellsten GDDR5-Speichers: Nvidia bläst zum Angriff auf die Radeon R9 290X. Welche High-End-Grafikkarte die Kühlerhaube vorn hat, klären wir im Test der Geforce GTX 780 Ti.

Geforce GTX 780 Ti im Test: Kühlung, Lautheit und Leistungsaufnahme


Nvidia Geforce GTX 780 Ti im PCGH-Test (17)Nvidia Geforce GTX 780 Ti im PCGH-Test (17) [Quelle: ]Das Kühldesign der Geforce GTX 780 Ti ist wohlbekannt: Nvidia montiert die hochwertige Direct-Heat-Exhaust-Konstruktion aus Plexiglas, gebürstetem Metall und Vapor-Chamber der Titan und 780 auch auf die Geforce GTX 780 Ti. Unsere Tests belegen, dass sich die Entscheidung ausgezahlt hat, denn die Geforce GTX 780 Ti ist trotz ihrer maximalen Leistungsaufnahme von 250 Watt kein Krachmacher. Im offenen Teststand messen wir aus 50 Zentimetern Entfernung zur Lüfternabe eine Lautheit von guten 0,6 Sone im Leerlauf (~1.110 U/Min Lüftedrehzahl) und bis zu 4,6 Sone unter Spiele-Volllast mit automatischem Boost (~2.600 U/Min.). Mit diesen Werten ist die GTX 780 Ti zwar hörbar lauter als die GTX Titan und GTX 780 (siehe Tabelle), aber auf Augenhöhe mit der Radeon R9 290X im "Quiet Mode". Apropos Quiet: Die Geforce GTX 780 Ti ist nicht frei von Spulenfiepen, die Lautstärke dieses Störgeräuschs ist jedoch gering und gewöhnlich erst ab hohen vierstelligen Fps aus dem tiefen Lüfterrauschen herauszuhören.

03:23
Geforce GTX 780 Ti ausgepackt: Ersteindruck und Detailvergleich mit GTX Titan und GTX 780
Für die Verwendung in unseren Foren:

Die schlimmste von uns protokollierte Lautheit erzielten wir bei starker Übertaktung der GTX 780 Ti in einem geschlossenen, gut belüfteten Gehäuse: Mit 106 Prozent Power und 85 °C Temperature Target sowie mehr als 1.200 MHz Kerntakt setzt unser Muster 67 Prozent PWM-Implus, resultierend in ~2.780 Lüfterumdrehungen pro Minute und einer Lautheit von 5,3 Sone.

Die Leistungsaufnahme der Geforce GTX 780 Ti passt zur erzeugten Lautheit und dem im BIOS hinterlegten Powertarget: Die Geforce GTX 780 Ti versucht in Spielen stets an der 250-Watt-Mauer zu kleben und passt ihren Takt dementsprechend an; im Mittel bleibt der Verbrauch knapp aber präzise unter 250 Watt. In Relation zu ihrer Spieleleistung attestieren wir der GTX 780 Ti eine hohe Energieeffizienz auf dem Niveau der GTX Titan. Im Leerlauf sind hingegen gute 16 Watt zu verzeichen. Aktuelle Radeon-Grafikkarten benötigen hier zwar etwa 21 Watt, punkten jedoch mit ihrem "Zero Core Power"-Modus, welcher die Grafikkarte bei abgeschaltetem Monitor in den Tiefschlaf mit einem Verbrauch unter sieben Watt legt.

Randnotiz: Im Gegensatz zur GTX Titan ist die GTX 780 Ti nicht "unantastbar" – laut Nvidia können Interessenten ab Dezember mit ersten Custom-Designs der Boardpartner rechnen.

LautstärkeGTX 780 TiGTX TitanGTX 780R9-290X „Uber“R9-290X „Quiet“R9-290HD 7970 GHz Edition*
Leerlauf (Windows-7-Desktop)0,6 Sone0,3 Sone0,6 Sone0,6 Sone0,6 Sone0,6 Sone0,8 Sone
Anno 2070 (DX11)4,3 Sone3,2 Sone3,1 Sone9,6 Sone4,4 Sone6,9 Sone8,5 Sone
BF Bad Company 2 (DX11)4,6 Sone3,2 Sone3,2 Sone9,6 Sone4,4 Sone6,9 Sone8,4 Sone
Leistungsaufnahme       
Leerlauf (Windows-7-Desktop)16 Watt13 Watt14 Watt21 Watt21 Watt21 Watt15 Watt
Anno 2070 (DX11)245 Watt214 Watt201 Watt289 Watt230 Watt243 Watt265 Watt
BF Bad Company 2 (DX11)248 Watt214 Watt222 Watt269 Watt249 Watt241 Watt247 Watt

PCGH testet mit Powertune (AMD) respektive Power Target (Nvidia Kepler) auf Standard.
*AMD-Muster – dieses Kühldesign findet sich nicht am Markt

Geforce GTX 780 Ti im Test: Praxistest von GPU-Boost 2.0

Um das Leistungspotenzial des GK110-Chips optimal zu nutzen, arbeitet auch die Geforce GTX 780 Ti mit der Funktion GPU-Boost 2.0. Hier wird nicht nur die Leistungsaufnahme zur Bestimmung von GPU-Spannung und Boost-Taktrate herangezogen, sondern auch die Chip-Temperatur. Die Geforce GTX 780 Ti ist im Gegensatz zu der GTX Titan und GTX 780 nicht mehr auf 79, sondern auf 83 Grad Celsius Zieltemperatur eingestellt, welche im normalen Betrieb mit 100% Powertarget gehalten wird. Erlauben Sie der GTX 780 Ti zum Beispiel per Evga Precision X zusätzliche Grade auf der Celsius-Skala und erhöhen Sie das Powertarget auf 106 Prozent, dankt es Ihnen die Grafikkarte mit etwas höherem Kerntakt. Unser Sample der GTX 780 Ti springt mit 106 % PT und 85 °C TT gewöhnlich auf 1.006 MHz und verharrt dort – natürlich begleitet von etwas höherer Lautstärke, da die Lüfterdrehzahl hier gewöhnlich um ein bis drei Prozent ansteigt.

Wird die Temperatur überschritten (was natürlich auch aufgrund zu warmer Umgebungstemperaturen geschehen kann), drosselt GPU-Boost 2.0 den Takt. Standardmäßig sind Power- und Temp-Target aneinander gekoppelt – auch das können Sie per Häkchen in Precision ändern. 100% Powertarget bedeuten im Falle der GTX 780/780 Ti/Titan übrigens, dass die TDP von 250 Watt ausgeschöpft werden darf – 106% sind also 265 Watt. Diesen Wert messen wir bei entsprechendem Power-Target inklusive OC auch tatsächlich in Anno 2070 und BF Bad Company 2. Die Lüfterkurve lässt sich wie in Rivatunter-basierten Tools wie Precision schon lange möglich, ebenfalls anpassen, sodass Sie freie Hand bei der Wahl zwischen leisem Betrieb und maximaler Leistung haben.

Geforce GTX 780 im PCGH-Test (11)Geforce GTX 780 im PCGH-Test (11) [Quelle: Nvidia]Der Basistakt (876 MHz), welchen Nvidia bei der GTX 780 Ti garantiert, wird bei unserem Testmuster übrigens in keinem Spiel erreicht. Unseren Messungen zufolge liegt das untere Limit bie 902 MHz, gesehen in Anno 2070. In den meisten Fällen arbeitet das Sample nach 15 Minuten Aufheizzeit nahe des typischen Boosts, wir haben spielabhängig Frequenzen zwischen 928 und 980 MHz protokolliert, wobei sich ein Mittelwert von 954 MHz herauskristallisiert.

Geforce GTX 780 Ti im Test: Overclocking

In den vergangenen Wochen meldeten sich immer wieder Käufer einer Geforce GTX 780 zu Wort, welche laut eigenen Angaben bereits ein Modell mit GK110B-GPU erstanden haben. Gewöhnlich finden sich in diesen Meldungen auch sehr hohe Taktraten, die Chiprevision scheint sich positiv auf die Übertaktbarkeit auszuwirken. Tatsächlich können wir diese Meldungen anhand der Geforce GTX 780 Ti bestätigen: Unser Sample erreicht ohne manuelle Spannungsanpassung den höchsten stabilen Takt, den wir im PCGH-Testlabor je auf einer Referenzkarte sahen. Mit 106 Prozent Power und 85 °C Temperature Target sowie extra Belüftung der Platinenrückseite arbeitet die Grafikkarte stabil mit ~1.250 MHz.

Wie bei der GTX Titan und GTX 780 zuvor lohnt es sich nicht, auch den Grafikspeicher zu übertakten. Unsere Tests belegen, dass die GTX 780 Ti kaum an ihrer Speichertransferrate abhängt, erhöhter RAM-Takt jedoch wertvolle Watt stiehlt, welche anschließend dem Kern fehlen. Das äußert sich praktisch folgendermaßen: Stellen Sie beispielsweise 1.250/3.500 MHz ein, wird der Kerntakt fast immer gehalten. Erhöhen Sie den Speichertakt auf 3.800 MHz, muss der Kern auf 1.200 bis 1.230 MHz heruntergehen und die Leistung sinkt.

GTX 780 Ti OC
 
PCGH-Community-Veteran(in)
12.02.2014 20:34 Uhr
Ich hab mir das gleiche gedacht. Meiner Meinung nach albern das Teil.
Aber hey... Geschmacklich gleich, wäre auch langweilig.
Lötkolbengott/-göttin
12.02.2014 20:11 Uhr
Zitat: (Original von Duvar;6155302)
Die sieht ja auch mal schick aus KFA2 GeForce GTX 780Ti "Own Design" 3072MB GDDR5 PCI-Express Graphics Card [78INH5DV9IXU]


Ref Design mit nem Aufkleber?
Sicher das du in dem richtigen Forum unterwegs bist?
Trockeneisprofi (m/w)
08.02.2014 15:00 Uhr
Zitat: (Original von MasterSax;6141957)
Das Fazit passt aber nicht mit den Benchmarks test zusammen.

Mantle hin oder her.
Nunja, gewissermaßen hast du recht. Die GTX780Ti liegt in Full-HD meist leicht vor der R9 290X, spielentscheidend ist das aber in keinem Fall

Gruß
Freizeitschrauber(in)
08.02.2014 11:12 Uhr
Das Fazit passt aber nicht mit den Benchmarks test zusammen.

Mantle hin oder her.

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