AMD bestätigt: Bulldozer FX nur 1,2 statt 2,0 Milliarden Transistoren - Update: Entschuldigung per Facebook
Während AMD zum Launch der FX-CPUs von 2,0 Milliarden Transistoren für ein Orochi-Die angab, rudern die Bulldozer-Macher nun zurück und sprechen seit dem Launch der neuen Opteron-Serie von nur noch 1,2 Milliarden Transistoren. Wie der Schwund zu erklären ist, bleibt unklar.
Update vom 06.12.2011
AMD hat sich offiziell per Facebook entschuldigt für die Verwirrung, welche die falsch angegeben Transistor-Anzahl gestiftet hat:
We always strive to be proactive and open. Last week, AMD confirmed the transistor count in the AMD FX CPU line-up at 1.2 billion, a correction from the earlier count of 2 billion. The earlier figure of 2 billion transistors was unfortunately shared in error. This correction is not the result of a new revision to the Bulldozer design. The correct count of 1.2 billion applies to all recently introduced 8-core AMD processors that are based on the new Bulldozer core - AMD FX family of desktop CPUs and AMD Opteron™ family of server and HPC processors. We apologize for the confusion.
Originaler Artikel vom 18.11.2011
Wie wir im Test des Bulldozer FX-8150 angeben, verfügt der zugrunde liegende Orochi-Chip laut AMDs Angaben über 2,0 Milliarden Transistoren - nachzählen können wir dies nicht, müssen uns also auf die vom Hersteller kommunizierten Werte stützen. Der ist sich über die Anzahl der Transistoren offenbar nicht sicher, denn im Zuge des Launches der Opteron 6200 und 4200 sprachen die Kollegen von The Register auf einmal von nur 1,2 Milliarden Transistoren.
Wir haben bei AMD explizit nachgefragt und erhielten als Antwort, dass der zuvor kommunizierte Wert von 2,0 Milliarden Transistoren falsch sei und es "nur" 1,2 Milliarden Transistoren seien - wohlgemerkt wie gehabt verteilt auf ein Die mit 315 Quadratmillimetern. Zum Vergleich: Intels Sandy Bridge DT, also etwa der Core i7-2700K, kommt auf 216 Quadratmillimeter sowie 1,16 Milliarden Transistoren (auf dem IDF von ursprünglich 995 Millionen nach oben korrigiert), ist sparsamer und meist schneller. Zudem steckt in diesem Chip noch eine integrierte Grafikeinheit und das PCI-Express-Interface, die Packdichte ist besser. Angesichts von Sandy Bridge Extreme, siehe Test des Core i7-3960X, wirken die einst genannten 2,0 Milliarden Transistoren rückblickend für einen Bulldozer erst recht unrealistisch - nachfolgend ein Überblick aktueller CPUs, welche im 32-Nanometer-Prozess gefertigt werden.
| Chip | Transisoren | Die-Fläche | im Chip vorhanden |
|---|---|---|---|
| Llano | 1,45 Milliarden | 228 Quadratmillimeter | PCI-E, Grafikeinheit |
| Orochi | 1,20 Milliarden | 315 Quadratmillimeter | - |
| Sandy Bridge DT | 1,16 Milliarden | 216 Quadratmillimeter | PCI-E, Grafikeinheit |
| Sandy Bridge EN | 2,27 Milliarden | 435 Quadratmillimeter | PCI-E |
Quelle: AMD
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. Hat ja wohl auch seine Gründe, dass der neue AMD-Chef erstmal hauptsächlich die PR-Abteilungen zusammengestrichen hat.
@GoldenMic: Dass AMD PR-technisch jetzt nicht grade ein leuchtendes Beispiel ist, hab ich nie bestritten
Zomg
Ich stimme dir zu, das AMD gute Prozessoren gehabt hat. Ahtlon heißt ja nicht umsonst Herausforderer. Mein einziger Intel den ich hatte war ein 4/86 DX2 66. (Es gibt eine Ausnahme aber den habe ich noch nicht lange und ist mehr History. Pentium I 133 mit Voodoo 1 Karte). Was blockieren angeht hat Intel einen hohen Preis bezahlt. Somit ist ja klar, dass die Art und Weise nicht legal gewesen ist. Das Geld hat AMD seinerzeit gut getan, doch ist ein ordentlicher
Markenname teilweise noch mehr wert als eine Einmalzahlung (auch wenn die sehr hoch ausgefallen ist). Der K6-2, K6-3 waren gute Prozessoren, sofern die 3DNow Erweiterung genutzt wurde. Das war aber eher selten der Fall.
Im Bezug auf Spieleleistung waren sie den PII aber unterlegen. Aber was ich eigentlich sagen wollte ist, dass AMD viel verschenkt hat, als sie klar besser waren. Damit hätte man sich einen Namen machen können.
Werbung im TV,... Heut ist es schwieriger, weil wieder vermutlich die Mittel fehlen und bezüglich des Bullis, der ist für den Desktopmarkt einfach zu lahm in mancherlei Hinsicht (Games)
Versteh mich nicht falsch, ich bin großer AMD Fan. In meinem Gehäuse schlummert ein AM3+ Board aber leider ohne Bulli. Bei meinem nächsten Gehäuse ist auch ein Logo verbaut (siehe mein Tagebuch in der Signatur)
Aber obwohl ich AMD Fan bin, bin ich ebenso realistisch.Wenn die Preise für den Bulli angenehmer sind, und der Bulli zwei bis Herbast wartet könnte der Bulli 1 eine Zwischenstation werden. Aber nur wegen OC.
Und da wären wir jetzt beim On-Topic
Mir ist egal ob der 1,2Mrd Transitoren hat oder 2Mrd. Wichtig ist der Verbrauch (aber nicht primär/aber für AMD sollte das wichtig sein, weil sie sich damit messen lassen müssen mit Intel ob sie wollen oder nicht) Was mir wichtig ist, sind die Ergebnisse beim benchen und der Spass beim Ocen...
Selbst zu Zeiten als AMD klar besser war, wurden mehr Intels verbaut. Und da hat AMD einfach verschlafen eine ordentliche Marketingmaschinerie an den Start zu bringen.
Selbst heute kennen doch die wenigsten AMD.
Allerdings weiß ich nicht wie lang das mit den Bestechungsgeldern zurückreicht. vllt hatte AMD ja nie eine Chance bei Läden wie MM usw. aufgenommen zu werden,
weil einfach Intel Druck ausgeübt hat.
Aber hätten die Kunden AMD gekannt hätte der Kunde vllt AMD damals gefordert und dann hätten die Ketten vllt AMD anbieten müssen weil die Kunden sonst nicht gekauft hätten.
Hätte wenn und aber,... ...AMD hat eine große Chance vertan damals wie heute. Jetzt heißt es Schadensbegrenzug, leider mit dem FX Kürzel
@GoldenMic da bin ich mal deiner Meinung muss auch mal gesagt werden
von den Absatzzahlen her sondern von der Leistung im Desktop Bereich)
Fakten sind ne böse Sache in der freien Marktwirtschaft... Und ich habe ehrlich gesagt keine Lust die ganze Geschichte von AMD und Intel von vorne durch zu kauen. Intel hat AMD nie mehr blockiert, als es dem Unternehmen möglich war - und dies bewegte sich immer im legalen Bereich, hat AMD ja auch nicht anders gemacht
FAKT ist aber: AMD hat mit dem Bulldozer sein ganz persönliches Epic Fail des Jahres 2011 geschaffen. Nicht weil es ein schlechter Prozessor wäre, isser ja nicht! Aber durch diverse Andeutungen, hochgepushte Fakten, dem Namen (inkl. dem FX auch noch) wurde die Spannung und vor allem die Erwartung ins unendliche gesteigert. Grade eingefleischte Fans wurden böse enttäuscht. Und in dem ein oder anderem PC in dem ein Bulldozer eingeplant war, schlummern jetzt i5 / i7 von Konkurrenzunternehmen... Ach und ich hatte bis zum i5 auch über 2 Generationen AMD Powered PC
Man stelle sich folgende Nachricht vor: "AMD Bulldozer Nachfolger Piledriver verfügt über eine Single Thread- und Gaming Performance wie Ivy Bridge, ist nur minimal teuerer und verbraucht im Schnitt 10 Watt mehr. Die Multithread-Performance übertrifft jene der 4-Kern Ivy Bridge CPUs von Intel."
Das wäre mal´n Kracher! AMD und Intel wieder auf Augenhöhe, freundliche und rege Diskussionen in den Foren. Die Bulldozer gegen Sandy Bridge Wahrheit sieht so aus: Bully´s Mangel an Performance pro Kern zieht sowohl Single Thread als auch Multi Thread, Gaming, Stromverbrauch, Hitze etc...alles wird runtergezogen.
Quervergleich zu Autos: Wenn man Daihatsu und Suzuki fährt (viel Leistung, wenig Fahrwiderstände; Masse etc.) wirkt der Vergleich von Opel immer in guten Zeiten gegen VW etwas plump, aber wenn man von oben guckt (aus einer Perspektive mit Besitz eines Autos, das gute Fahrleistungen gebacken bekommt bei gutem Verbrauch), dann macht so ein Duell Opel gegen VW doch immer noch am meisten Spaß. Es wäre richtig geil, würde AMD sich was einfallen lassen, wodurch sie wieder näher an Intel rankommen. Werbung ist erwünscht, unter einigen Gesichtspunkten auch unnütz, solange Technik-Interessierte verstehen, was in jeder CPU vor sich geht und ihren Freunden sagen, welche CPU es draufhat. Ein i3 - 2100 "nur" so schnell in The Elder Scrolls 5: Skyrim wie der schnellste AMD, ein 4-Kern Phenom 2. Wahnsinn, wie mittlerweile berichtet werden muss aufgrund von technischen Tatsachen.
C. Maier hätte sich mehr (menschliches) Feintuning für Bully gewünscht.
Der Kernbereich der Vorwürfe unlauteren Wettbewerbs lagen afaik in der ersten Hälfte der 0er. Selbst in dieser Zeit stand es afaik jeder MM oder Saturnfiliale frei, etwas zusätzlich anzubieten. Nur die zentral vom Franchise vorgegeben und gelieferten Produkte waren Intel-exklusiv - dafür hat Intel sich halt großzügig an der Werbung beteiligt. Mit einer "AMD inside"-Kampagne hätte das ganze durchaus anders laufen können.