Diablo 3 im Test: Grafikkarten- und CPU-Benchmarks plus SSD vs. HDD
Seit dem Erscheinen von Diablo 3 hat Blizzard nicht nur diverse Patches veröffentlicht, auch sind viele Spieler bis in höhere Akte oder Schwierigkeitsgrade vorgedrungen. Zeit für einen erneuten Test mit Grafikkarten- und CPU-Benchmarks plus SSD gegen HDD.
Diablo 3 im Test: Diverse Patches seit Release
Im Vergleich zur ursprünglich ausgelieferten Version 1.0 von Mai 2012 bietet die 1.05-Variante vor allem sehr viele Gameplay-Änderungen: So überarbeitete Blizzard die Stärke von Monster-Gruppen und Elite-Gegnern (diese sind in gewissem Rahmen sogar vom Spieler anpassbar), fügte einhundert Paragorn-Stufen für Spieler mit Level 60 hinzu, öffnete das Echtgeld-Aktionshaus und verbesserte die Fundchance sowie die Eigenschaften von mächtigen Gegenständen. Weiterhin optimierte der Entwickler die Leistung des Spiels und erweiterte den Renderer beispielsweise um die Unterstützung für Displays mit sogenannter Retina-Auflösung wie sie bei Apples aktuellen Macbooks und Air-Modellen zum Einsatz kommen. Die für Spieler wichtigste Änderung abseits der verbesserten Performance sind die konfigurierbaren Schatten, die es ermöglichen, schwache Grafikkarten zu entlasten respektive bei stärkeren Pixelbeschleunigern die Grafik sichtbar aufzuwerten. Für unsere Messungen nutzten wir die Version 1.04, an der Leistung ändert sich nichts gegenüber der 1.05er-Version.
Diablo 3 im Test: Neue Benchmark-Szene und das 60-Fps-Problem
Bei unserem letzten Test von Diablo 3 stürzten wir uns noch vor den Toren Neu-Tristrams in die Schlacht, um Sanktuario, die Welt der Menschen, zu retten und um Ihnen Leistungsmessungen zu liefern. Diese Stelle ganz zu Beginn des ersten Aktes ist allerdings weitaus weniger fordernd als spätere Abschnitte, weswegen wir uns für den erneuten Test in den dritten Akt begeben haben: Dort verteidigen wir die Mauer der Bastion gegen Horden von Dämonen, denen wir mit Meteor-Schauern einheizen. Im direkten Vergleich zum Benchmark im ersten Akt verlangt die neue Szene der Hardware deutlich mehr ab, was viele Spieler im Laufe ihrer Spielzeit ebenfalls feststellen mussten.
So liegt die Bildrate je nach Prozessor und Grafikkarte mit maximalen Details in der beliebten 1080p-Auflösung nur bei etwa zwei Dritteln oder gar der Hälfte der Fps! Insbesondere Besitzer schwacher Rechner erreichen hier keine 60 Bilder pro Sekunde mehr, wodurch die Spielbarkeit von Diablo 3 deutlich leidet. Für eine flüssige Darstellung sollte die Hardware möglichst über 60 Fps berechnen, damit bei aktiver vertikaler Synchronisation diese Bildrate gehalten wird. Ist dies nicht der Fall, sacken die Fps auf 30 ab, da Diablo 3 kein Triple Buffering unterstützt.
Der harte Wechsel zwischen 60 und 30 Bildern pro Sekunde verschlechtert die Präzision der Steuerung stark, was gerade in höheren Schwierigkeitsgraden schnell im virtuellen Exitus endet. Ohne aktive vertikale Synchronisation zu spielen ist auch keine Option, da Diablo 3 die Physik synchronisiert und hohe Fps zu einem ständigen Stottern führen - das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann ebenfalls den Pixeltod nach sich ziehen. TripleBuffering lässt sich mit dem D3D Overrider aktivieren, allerdings stottert Diablo 3 ebenfalls. Die Lösung ist, die Grafikdetails so anzupassen, dass über 60 Fps anliegen, sowie Vsync zu aktivieren.
Diablo 3 im Test: CPU-Benchmarks
Quelle: PC Games Hardware
Diablo 3: Kern-Skalierung
Unsere Szene ist nach oben hin CPU-limitiert, so wird eine Geforce GTX 680 mit maximalen Details selbst durch einen Core i7-3770K bereits minimal ausgebremst - bei allerdings annähernd 200 Bildern pro Sekunde. Setzt man sich als Ziel, aus genannten Gründen konstant über 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen, so muss es kein teurer Prozessor sein, wenngleich im kooperativen Spiel die Fps unsere Messwerte unterbieten.
Ein Phenom II X4 965 BE, FX-8120 oder Core 2 Duo E8600 sollte es daher schon sein, auch ein Core 2 Quad mit über drei Gigahertz liefert brauchbare Resultate. Neukäufern im unteren Preissegment raten wir hingegen zum Core i3-3220 für etwa 100 Euro, noch besser geeignet ist der FX-4170 für rund 115 Euro - wir raten mittlerweile aber zum neueren ähnlich schnellen FX-4300.
Ein FX-83x0 oder FX-81x0 lohnt sich angesichts des FX-4300 für Diablo-Spieler daher nicht und selbst sonst deutlich schnellere Chips wie der Core i5-3570K (200 Euro) sind nur knapp 20 Prozent flotter. Wie Sie der Aufrüstmatrix entnehmen, bietet es sich insbesondere für Besitzer von älteren Prozessoren wie dem Athlon 64, dem Core 2 oder dem ersten Phenom an, die CPU zu wechseln und auf ein aktuelles Modell umzusteigen. So verdoppelt der Core i5-3570K die Leistung gegenüber dem einst so beliebten Core 2 Quad Q9550 und ein FX-4170 (wie auch der FX-4300) ist vier Mal so schnell unterwegs wie der alte Athlon 64 X2 5000+.
Diablo 3 im Test: Grafikkarten-Benchmarks
Von Haus aus ist Diablo 3 relativ genügsam, was den Pixelbeschleuniger anbelangt - am stärksten wirkt sich die Schattenqualität auf die Bildrate aus. Generell werden harte Schatten deutlich flotter berechnet, gerade ältere Grafikkarten knabbern schwer an den weichen Schattenkanten, die Sie optional hinzuschalten dürfen. Bei der angebotenen Kantenglättung handelt es sich wie gehabt um Nvidias FXAA (Fast Approximate Anti-Aliasing), einen Weichzeichner, der kaum Fps kostet - qualitativ allerdings auch nur bedingt überzeugt.
Mit maximalen Details in 1.920 x 1.080 Pixeln erreicht erst die Geforce GTX 460 eine minimale Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde, die Radeon HD 6850 (nicht im Benchmark enthalten) liefert eine ähnlich hohe Leistung. Aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten wie AMDs Radeon HD 7850 oder Nvidias Geforce GTX 660 ohne Ti liefern hier bereits rund 50 Prozent mehr Fps, High-End-Modelle wie die Radeon HD 7970 GHz Edition sind locker zweieinhalb Mal so flott.
Wechseln Sie von der einst sehr starken Geforce 8800 GTX (siehe Hardware-Legenden in der PCGH 06/2012) oder der vor einigen Jahren beliebten Geforce 8800 GT auf Nvidias aktuelle Geforce GTX 650 Ti, so verdoppelt sich die Bildrate - mit reduzierten Details, Stichwort Schattenqualität, läuft Diablo 3 aber auch auf den beiden 8er-Oldies durchaus mit über 60 Fps - vorausgesetzt Sie nutzen eine flotte CPU. Besitzen Sie eine Oberklasse-Grafikkarte der letzten oder vorletzten Generation, etwa eine Radeon HD 5870 (liegt auf dem Niveau einer HD 6950) oder eine Geforce GTX 470 (erreicht die Leistung der GTX 560 Ti), so lohnt sich das Aufrüsten auf eine flottere GPU nur dann, wenn Sie eine sehr hohe Auflösung nutzen möchten.
Diablo 3 im Test: Unser Hardware-Fazit
Blizzard hat mit mehreren Patches nicht nur am Gameplay geschraubt, sondern auch Leistung sowie Optik verbessert. Nach wie vor sind vor allem schwache Prozessoren die Achillesferse, während Grafikkarten deutlich einfacher entlastet werden können. Wir raten zu einer SSD, einem flotten Vierkerner sowie einer HD 6870 oder einer GTX 660.
Hinweis: Dieser Artikel (genauer gesagt Teile davon) stammt ursprünglich aus der Ausgabe PCGH 12/2012, die Benchmarks sind jedoch nach wie vor gültig.

Ich hab jetzt mit Freunden eine Sacred Lan vor
der hat doch nur 2 module und 4 threads