Destiny 2 PC-Beta: Eindrücke zur Technik - jetzt mit CPU- und GPU-Benchmarks [Update]
Update mit Prozessor-Benchmarks: Der sehnlich erwartete MMO-Shooters Destiny 2 befindet sich seit dem 28. August, 19 Uhr, im Beta-Test. Mittlerweile ist Destiny 2 auch für jeden im Rahmen der Open Beta spielbar. PC Games Hardware war beim Start zugegen und präsentiert Ihnen frische Technik-Eindrücke aus dem grafisch durchaus ansehnlichen Spiel.
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Der MMO-Shooter Destiny 2 aus dem Hause Bungie - alte PC-Hasen erinnern sich noch an Halo aus demselben Hause - gehört zu den meisterwarteten Spielen des Jahres 2017. Publisher Activision weiß dieses Begehren produktiv zu nutzen: Vorbesteller (oder Spieler, die wie auch immer an einen Betacode gekommen sind) können die PC-Beta von Destiny 2 nun kostenlos anspielen. Das geschieht nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern dient selbstverständlich auch dem Finden von Bugs und Balancing-Problemen.
PCGH hat ebenfalls Keys erhalten und präsentiert Ihnen zum Beta-Start von Destiny 2 Eindrücke zur Technik - Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks inklusive. Weitere Informationen zur PC-Beta von Destiny 2 finden Sie in diesemn Artikel: Destiny 2 PC-Beta: Preload, Start heute für Vorbesteller, Grafikkarten-Treiber, bekannte Probleme.
Destiny 2 PC-Beta: Systemanforderungen
Die Hardware-Anforderungen von Destiny 2 sind zumindest bei der Beta gemäßigt, schon ein Intel Core i3-3250 oder ein AMD FX-4350, eine Geforce GTX 6600 oder Radeon HD 7850 mit jeweils 2 GiByte Speicher sowie 6 GiByte RAM reichen aus. Empfohlen werden aber ein Core i5-2400 oder ein Ryzen R5-1600, eine Geforce GTX 970 oder Radeon R9 390 und 8 GiByte Arbeitsspeicher. Wie viel Leistung Destiny 2 belönigt, hängt letztlich von den gewählten Grafikeinstellungen ab.
Die Entwickler weisen auf einige Probleme hin, die beim Beta-Test auftreten können. Es sollten daher die neuesten Grafiktreiber auf Ihrem PC installiert sein. AMD hat dazu die Radeon Software 17.8.2 veröffentlicht, Nvidia den Geforce 385.41 WHQL. Außerdem kann es Probleme bei Ordnernamen mit sprachspezifischen Sonderzeichen geben. Bei mehreren Spielern in einem Netzwerk sollte UPnP aktiviert sein. Einige Features wie MSEE oder Multi-GPU-Unterstützung sind noch nicht fertiggestellt und können Grafikfehler verursachen. Außerdem soll das Spiel über den Blizzard Launcher gestartet werden und nicht direkt über die Ausführungsdatei, um Probleme zu vermeiden.
Destiny 2 PC-Beta: Effektvolle Ballerei mit vielen optischen Schmankerln
Unsere ersten Eindrücke mit der PC-Beta sind positiv. Zwar hatten wir bereits vorher Gelegenheit, Destiny 2 auf dem PC anzuspielen, doch bislang nicht in voller Pracht. Und die Grafik ist bereits im Beta-Stadium sehr ansehnlich: Die Texturen sind zu weiten Teilen scharf und hochauflösend, ein physikbasierter Renderer lässt die Materialien zumeist glaubhaft auf die vielfarbige, volumetrische Beleuchtung reagieren. Unzählige, teils ausgeleuchtete und verschattete Partikel fliegen umher - insbesondere der ausgeleuchtete Regen ist eine Augenweide. Hochauflösende Screen-Space-Reflections zieren spiegelnde Oberflächen. Und eine klassische Bungie-Stärke feiert ein Comeback: Die (teils gemalten) Hintergründe der Levels sehen klasse aus. Destiny 2 ist ein schickes Spiel geworden, die Engine kann auf dem PC zudem einmal zeigen, was in ihr steckt. Das 60 Fps-Gameplay - und mehr, erst bei 200 Fps greift ein Framelock - steht dem Shooter sichtbar gut zu Gesicht. Die hohe Dynamik auf dem Bildschirm, die vielen Effekte, Partikelregen, Physik und Animationen - all dies profitiert von hohen Bildraten.
Während unserer Tests zeigt sich rasch, dass das Spiel sehr grafiklastig ist, die Leistung der GPU ergo maßgeblich ist. Das Herabsetzen der Auflösung und Effekte hat deutliche Auswirkungen auf die Bildrate. Zahlreiche Einzel-Optionen und vorgefertigte Presets machen Destiny 2 sehr skalierbar: Werfen wir zum Start einen Blick auf die Presets:
Nur das "Highest"-Preset aktiviert anstelle eines Postfilters echte Hardware-Kantenglättung: Multisample-AA (MSAA). Dieses bearbeitet die meisten Kanten ordentlich, kann jedoch nichts gegen das omnipräsente Shader-Flimmern ausrichten. Da MSAA Stand jetzt außerdem sehr rechenintensiv ist, raten wir Besitzern von High-End-Grafikkarten dazu, SMAA in Kombination mit Downsampling zu nutzen. Nur letzteres kann das Aliasing effektiv mindern, allerdings zu sehr hohen Leistungskosten. Destiny 2 bietet ganz unten im Grafikmenü einen Auflösungsregler an, wobei 100 Prozent der nativen, weiter oben eingestellten Auflösung entspricht - es ist ergo nicht notwendig, auf DSR- oder VSR-Auflösungen zurückzugreifen.
Destiny 2 PC-Beta: Injection-Tools werden geblockt
Cheater - Menschen, die sich mithilfe von Zusatzprogrammen Wettbewerbsvorteile verschaffen - sind bei Online-Spielen eine Plage, deren sich auch Bungie bewusst ist. Destiny 2 blockt daher diverse Injektoren, ergo Programme, die Daten des Spiels abgreifen. Darunter fallen beispielsweise der MSI Afterburner, Fraps, Xsplit oder Dxtory. Overlays werden konsequent abgewehrt. Offiziell erlaubt sind lediglich die treibereigenen Aufzeichnungsfunktionen Relive (Radeon) und Shadowplay (Geforce). "Normale" Spieler, die nicht permament ein On-screen Display (OSD) vor der Nase haben möchten, können somit uneingeschränkt Spaß mit Destiny 2 haben und ihre Erfahrungen aufzeichnen.
Wer jedoch Leistungsmessungen (Benchmarks) anfertigen möchte - wie PC Games Hardware -, der muss sich etwas anderes einfallen lassen. Wir haben nach etwas Bastelei das Benchmark-Programm OCAT zum Laufen gebracht und starten nun mit den Grafikkarten-Benchmarks. In der Bildergalerie finden Sie derweil zahlreiche Impressionen aus der Destiny 2 PC-Beta inklusive Grafikeinstellungen.
Destiny 2 PC-Beta: Grafikkarten-Benchmarks
Destiny 2 befindet sich im Beta-Stadium, weshalb wir uns die üblichen Benchmark-Orgien vorerst verkneifen - das Spiel wird stetig weiterentwickelt und die Daten entsprechen nur einer Momentaufnahme. Dennoch haben wir die wichtigsten Grafikkartenmodelle für Sie getestet und auch die Prozessor-Leistung geprüft (siehe nächster Artikelabschnitt). Die volle Packung an Benchmarks und Analysen liefern wir zum Start der Destiny-2-Finalversion.
Wie immer verwenden wir die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia, namentlich die Radeon Software 17.8.2 und den Geforce 385.41. Im Spiel aktivieren wir alle Details mithilfe des "Highest"-Preset, schalten dann jedoch aus Vernunftgründen auf SMAA zurück - MSAA verwässert das Fps/Optik-Verhältnis. Ebenfalls Standard bei PCGH-Benchmarks ist die Messdauer von 20 Sekunden sowie der Einsatz von bestmöglicher Texturfilterqualität (HQ).
Für unsere Beta-Benchmarks nutzen wir die erste Mission "Homecoming". Da wir ein Level nach dem Hardware-Tausch von vorn beginnen müssen, ist eine weiter fortgeschrittene Szene aktuell nicht vernünftig messbar, zudem haben wir die beiden Missionen der Beta mehrfach durchgespielt und dabei festgestellt, dass die Anfangsszene einen gehobenen Anspruch im Vergleich zu späteren Spielszenen an die Hardware stellt. Auch feuert Destiny 2 während eines solchen Durchlauf praktisch sämtliche Grafikeffekte ab: In den 20 Sekunden Sprint eines Benchmarkdruchlaufs sind sowohl Partikelwolken, volumetrische Beleuchtung als auch Screen-Space-Reflections sowie Verzerrungseffekte zu sehen, für eine erste Evaluation ist die Szene daher gut geeignet. Im Video haben wir für Sie den Ablauf dokumentiert, damit Sie das Prozedere nachvollziehen und auf Wunsch auf dem heimischen PC reproduzieren können.
Beachten Sie, dass wir mit dem Tool OCAT eine Software nutzen, die NICHT(!) wie etwa von Fraps gewohnt Minimum-Fps ausgibt, sondern die 99th-Percentile Frametime, also das schlechteste Prozent der Messwerte. Aus diesem Wert haben wir den min-Fps-Wert kreiert (1000/Frametime = Frames pro Sekunde).
Was das Verhältnis aus Oberflächenqualität und Hunger auf Grafikspeicher angeht, hat sich Bungie definitiv ein Fleißsternchen verdient: Die Destiny-2-PC-Beta ist in Ultra HD mit 4 GiByte Grafikspeicher zufrieden und zeigt keinerlei Streaming-Trägheiten wie langsam einblendende Texturen, welche in vielen modernen Spielen auftreten. Sogar 3-GiByte-Grafikkarten kommen weitgehend mit der Datenmenge klar, wobei hier nicht an ordentliche Bildraten jenseits der WQHD-Auflösung zu denken ist.
[COLOR=textColor3]Destiny 2 PC-Beta: Prozessor-Benchmarks und Kernskalierung
Wie es um den Prozessorhunger der Destiny-2-Beta steht, haben wir auf mehreren Testsystemen ausprobiert. Die umfangreichste Messreihe fand dabei auf einem AMD-Unterbau nebst Ryzen 7 1700 statt, deren Ergebnisse wir aufbereitet haben. Da ein Grafiklimit bei Prozessormessungen unerwünscht ist, verwenden wir bei alldem die niedrige Auflösung 1.280 × 720 (16:9) ohne AA/AF/AO. Eine auf rund 2,1 GHz übertaktete Titan X (Pascal), welche wir im Treiber auf "Maximale Leistung bevorzugen" stellen, sorgt dafür, dass sich der Prozessor frei entfalten kann. Als Testsequenz kommt dieselbe wie bei den Grafikkarten zum Einsatz, auch die Datenerhebung mittels OCAT ist dieselbe.
Werfen wir nun einen Blick auf die Ergebnisse. Wichtig: Da es sich um Frametimes handelt, also die Zeit in Millisekunden, welche zwischen zwei Einzelbildern vergeht, gilt die Regel "weniger ist besser". Um die Verläufe besser zu deuten, haben wir die sich aus den Frametimes ergebenden Durchschnitts-Fps ebenfalls angegeben.
Quelle: PC Games Hardware
Destiny 2 BETA: CPU Performance & Core Scaling (AMD Ryzen 1700)
Die Kernskalierung von Destiny 2 ist im derzeitigen Beta-Stadium verbesserungsfähig, wobei zwei Dinge auffallen. Erstens: SMT, das der Engine pro physikalisch vorhandenem noch einen weiteren logischen Prozessorkern zur Verfügung stellt, reduziert die Leistung bei allen Kern-Konfigurationen leicht. Ohne SMT werden im Mittel glattere Bildberechnungszeiten erreicht, die ganz großen Ausschläge zeigen sich seltener. Zweitens: Die Engine skaliert von 4 auf 6 auf 8 Kerne (jeweils ohne SMT), der Leistungsgewinn ist jedoch marginal. So steigt die durchschnittliche Bildrate beim Schritt von 4 auf 6 Kerne um 3,5 Prozent, von 6 auf 8 Kerne nur noch um 2,1 Prozent - von 4 auf 8 sind's immerhin rund 9 Prozent.
Obwohl Destiny 2 im derzeitigen Beta-Status kaum Nutzen aus Vielkern-Prozessoren zieht, so ist die Performance doch tadellos. Ein Vierkerner mit 3 GHz ist in der Lage, dreistellige Bildraten zu erzeugen - das genügt, um glücklich zu sein. Weitere Tests auf unseren hochgezüchteten Grafikkarten-Testsystemen ergeben einen leichten Vorteil von Broadwell-E gegenüber Ryzen pro Takt. So erreicht der Core i7-6800K nebst DDR4-3000-RAM durchschnittlich 132 Fps. Mit der von PC Games Hardware standardmäßig genutzten 4,4-GHz-Einstellung (Ring/L3: 3,6 GHz) klettert der Wert auf durchschnittlich 166 Fps, wobei immer wieder die 200-Fps-Grenze des Spiels limitiert. Es bleibt abzuwarten, wie die Finalversion von Destiny 2 performen wird - das werden wir natürlich Ende Oktober, zum Start des Spiels, überprüfen.

ich mein ja nur. ich wüsste keine KI die anspruchsvoll wäre in shootern, die nicht extrem taktik lastig sind.
wobei das eine idee wäre, destiny 2 npc´s mit escape from tarkov KI. Good Luck bei der Maße an gegner, fertig wär das neue dark souls.
Die KI der Gegner ist schon ok, ist halt kein Taktikshooter sondern ganz klassischer "Haudrauf" aber die Gegner gehen schon auch in Deckung etc.