CPU Test: AMD und Intel - Bestenliste und Kauf-Tipps auch für APUs im Oktober 2014

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k.A.

CPU Test: AMD und Intel - Bestenliste und Kauf-Tipps auch für APUs im Oktober 2014

Carsten Spille
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13.10.2014 18:00 Uhr
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1609°
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Das Destillat unserer CPU-Tests von AMD- und Intel-Modellen im Überblick: Sie suchen eine neue CPU oder APU zum Spielen oder möchten einfach über das derzeitige Angebot Bescheid wissen? PC Games Hardware wirft einen Blick auf die aktuelle Situation in der Prozessor- wie APU-Welt von AMD und Intel und gibt konkrete Kaufempfehlungen.


AMD- und Intel-CPUs/APUs für Spieler im Test: Bestenliste und EmpfehlungenAMD- und Intel-CPUs/APUs für Spieler im Test: Bestenliste und Empfehlungen [Quelle: Intel]

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: Neues von AMD und Intel

      

Intel hat seine Haswell-E-Reihe ist offiziell vorgestellt und somit sind auch die ersten Achtkern-Prozessoren der Firma für Spieler auf dem Markt. Doch dazu sind neue Mainboard und ebenso neuer DDR4-Speicher vonnöten, ein kompletter Plattformwechsel für Interessenten steht an, billig wird der Spaß ergo nicht.

Die So-2011-v3-Plattform bringt im Vergleich zum Vorgänger für jedes Modell quasi zwei zusätzliche CPU-Kerne (Einstieg in die 2011-3 mit einem Sechskerner, Top-Modelle mit 8 Kernen) und das kleinste Modell gibt's schon für rund 340 Euro - die Sechskerner der Vorgängergeneration kosteten circa 130 Euro mehr. Das Mehr an Pro-MHz-Leistung wird durch die geringfügig niedrigeren Taktraten meist wieder ausgeglichen.

Bei AMD tut sich derzeit nicht viel, kürzlich haben die Texaner noch fehlende Kaveri-Modelle auf den Markt gebraucht. Etwas Produktpflege betrieb man außerdem mit den unvernünftig energiefressenden Centurion-SKUs der FX-Prozessoren. Deren 220 Watt Abwärme können nun durch eine ab Werk mitgelieferte Kompakt-Wasserkühlung abgeführt werden. Andererseits erweiterte AMD das Produktportfolio um günstige Alternativen mit vier Modulen (acht Threads), schraubte aber die TDP bei zwei der drei neuen CPUs auf 95 Watt herunter. Entsprechend tragen der FX 8370E und der 8320E ihr Buchstabenkürzel versinnbildlichend für Energieeffizienz. Auf der anderen Seite ist allerdings nur der Turbo-Takt der E-Modelle vergleichbar mit dem der regulären FX-CPUs, der Basistakt liegt deutlich niedriger. Der ebenfalls neue FX 8370 muss darauf verzichten, darf dafür - wie die meisten seiner Geschwister - aber auch 125 Watt verbraten.

Intel schaltet in seinen Haswell-Prozessoren das eher für Datenbankanwendungen interessante "Restricted Transactional Memory", kurz TSX, per Microcode-Update ab, da es einen von dritter Seite gemeldeten und inzwischen bestätigten Fehler gibt, der unter bestimmten Umständen zu unvorhersagbarem Systemverhalten führen kann. Die Haswell-E und Broadwell-Y sind ebenso betroffen wie die Xeon E5-1600/2600 v3 - der Fehler soll erst in künftigen Silizium-Revisionen behoben sein. Die ersten Broadwell-Y-Modelle wurden daher bereits wieder in den End-of-Life-Status versetzt.

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: Aktuelle Marktsituation

      

Eine Stufe unter der teureren High-End-Plattform mit dem Sockel 2011 gibt es mit Intels Core i7-4790K den insgesamt immer noch schnellsten Prozessor für Spieler - Kostenpunkt gut 290 Euro. Da Spiele im Durchschnitt nicht so stark mit der Kernzahl skalieren, wohl aber mit der Taktfrequenz der CPU, kann sich der 4790K mit seinen bis zu 4,4 GHz an der Spitze behaupten.

Im Bereich um 200 Euro buhlt dagegen schon mehr Konkurrenz um des Spielers Investition: Ein für Spieler geeigneter Core i5-4690K (Devil's Canyon, siehe Test-Bericht), der sich leicht übertakten lässt sowie ein vergleichbar teurer Xeon E3-1231 v3 (zum Test), der ebenfalls in den meisten Sockel-1150-Boards läuft, keine OC-Möglichkeiten und keine integrierte Grafik, dafür aber das für PC-Arbeiter interessante Hyperthreading bietet.

AMD hingegen komplettierte endlich das Kaveri-Line-up, sodass neben den bekannten Modellen mit viel Takt und entsprechend hoher Verlustleistung nun auch die Designentscheidungen zugunsten geringerer Frequenzen aber dafür einer besseren Energieeffizienz zum Tragen kommen. Der A10-7800 und der was die Spieleleistung angeht nicht wesentlich langsamere A8-7600 bieten beide eine konfigurierbare TDP-Grenze von 45 Watt gegenüber des ab Werk eingestellten 65-Watt-Limits. Damit lassen sich genügsame und leise HTPC-Systeme, die für ein Spielchen zwischendurch ausreichend motorisiert sind, aufbauen. Weitere Details finden Sie in unseren ausführlichen Test zur Prozessorleistung, der APU-Leistung und der Architektur des A10-7850K.

Im für Spieler interessanten Bereich kontert AMD Intels 200-Euro-Riege mit dem FX-9370, einer mit 4,4-4,7 GHz taktenden 220-Watt-CPU, deren acht Integer-Kerne sich vier FPU- und SIMD-Einheiten teilen - ob man das als Vier- oder Achtkerner laufen lässt ist wohl Geschmackssache. Ein wesentliche besseres Preis-Leistungverhältnis und eine bessere Energieblianz weisen die günstigen FX-Prozessoren 8320 und 6300 auf. Noch einmal deutlich günstiger ist der für rund 50 Euro erhältliche Pentium G3258 Anniversay Edition - ein reiner Zweikerner, der allerdings einen freien Multiplikator hat und so für Bastler und Mutige mit geringem Budget interessant sein könnte.

Alle Prozessor-Test von PC Games Hardware Online finden Sie übrigens auch auf unserer entsprechenden Themen-Site unter http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/.

06:29
Haswell-E: Core i7-5820K im Video vorgestellt
Für die Verwendung in unseren Foren:

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: Aktueller CPU-Index

      

In diesem Artikel geben wir CPU-Kaufempfehlungen für alle Preisklassen. Wenn Sie zusätzliche Daten zu einer bestimmten CPU brauchen, so finden Sie diese bestimmt in unserer Prozessor-Datenbank unter diesem Link.

Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit aktueller Prozessoren gibt Ihnen unser normierter Performance-Index, den wir aus sechs Spielen und vier Anwendungen ermitteln - natürlich enthält er nicht sämtliche CPUs, die es momentan zu kaufen gibt oder gab, es ist jedoch jede wichtige Modellreihe der letzten Jahre vertreten. Wir messen dabei mittels unseres aktualisierten Benchmark-Parcours - die erzielten Werte sind aus diesem Grunde nicht mehr direkt mit älteren Tests vergleichbar. Auf Leserwunsch hin und weil die Werte aus dem Test der letzten PCGH-Ausgabe 09/2014 sowieso bereitstanden, haben wir einige Prozessoren auch in einer übertakteten Version mit in den Index aufgenommen - diese sind entsprechend gekennzeichnet und wurden insgesamt getunt, sprich auch RAM- und/oder Northbridge-Takt haben wir für bessere Leistung angepasst.

Informationen zu den Standard-CPUs wie Benchmark-Details, RAM-Takt und Latenzen sowie die verwendeten Mainboards und mehr entnehmen Sie bitte der Zusammenfassung auf der letzten Seite dieses Artikels.

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CPU Performance Index Gaming PC GAMES HARDWARE 10-2014-pcgh
 
Volt-Modder(in)
14.10.2014 19:53 Uhr
Jeder nach seiner Facon - die Welt ist bunt.

Für den einen muß das Ding einfach nur grundlegend in minimaloptik laufen, die anderen kaufen sündteuren OC-RAM, um die letzten 2-5FPS aus dem System zu quetschen.

Die Wahrheit liegt wie so oft, wahrscheinlich irgendwo in der Mitte...
BIOS-Overclocker(in)
14.10.2014 18:28 Uhr
Zitat: (Original von "shootme55;6870830")
Unter 200 PS is es kein Auto sondern ein Einkaufswagen. Musst du Chiptuning machen, dann hast 13 (F)PS mehr, das bringts voll!


Es würde schon spürbar was bringen von 30 auf 43 fps zu kommen...
Volt-Modder(in)
14.10.2014 11:29 Uhr
Ein i5-750 @ 3,8 GHz dürfte etwa bei den i5-2320/2400 (Werkstakt) oder knapp darunter liegen.
Volt-Modder(in)
14.10.2014 11:19 Uhr
Der müsste auf Augenhöhe des I7 920ES liegen?!
Schraubenverwechsler(in)
14.10.2014 11:10 Uhr
Mich würde mal Interessieren wie mein i5 750 2,66Ghz@3,8Ghz abschneiden würde in der Liste.

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http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/CPUs-und-Prozessoren-Test-Bestenliste-AMD-und-Intel-675663/
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