CPU Test: AMD und Intel - Bestenliste und Kauf-Tipps auch für APUs im Juli 2014

CPU

Hersteller:
k.A.

CPU Test: AMD und Intel - Bestenliste und Kauf-Tipps auch für APUs im Juli 2014

Carsten Spille
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10.07.2014 18:00 Uhr
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2050°
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Das Destillat unserer CPU-Tests von AMD- und Intel-Modellen im Überblick: Sie suchen eine neue CPU oder APU zum Spielen oder möchten einfach über das derzeitige Angebot Bescheid wissen? PC Games Hardware wirft einen Blick auf die aktuelle Situation in der Prozessor- wie APU-Welt von AMD und Intel und gibt Kaufempfehlungen auf Basis runderneuerter Tests.


AMD- und Intel-CPUs/APUs für Spieler im Test: Bestenliste und EmpfehlungenAMD- und Intel-CPUs/APUs für Spieler im Test: Bestenliste und Empfehlungen [Quelle: Intel]

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: Neues von AMD und Intel

      

Die nicht nur für AMD wichtigste Neuerung in diesem Jahr bleibt derzeit noch der Kaveri in dessen Innenleben neue CPU- und GPU-Architekturen vereint werden. Technisch ein großer Fortschritt zum Vorgänger Richland (etwa in Form des A10-6800K), kann die reine CPU-Leistung der APU in unserem Test eher weniger überzeugen. Die grafikfokussierte APU-Leistung hingegen stellt zurzeit das Maß der Dinge im Spielebereich dar. Weitere Details finden Sie in unseren ausführlichen Test zur Prozessorleistung, der APU-Leistung und der Architektur des A10-7850K. In unseren Bestenlisten im Heft tauchen inzwischen auch der kleiner A10-7700K sowie der A8-7600 auf, die wir aufgrund der unten beschriebenen Problematik auch im Juli noch nicht für die Online-Ausgabe umsetzen konnten.

Mit dem Kabini-for-Desktop brachte AMD eine Neubelebung der Athlon-Marke. Die auf besondere Sparsamkeit ausgelegten Mini-APUs benötigen einen eigenen Sockel (AM1) und brauchen maximal 25 Watt - dank bis zu vier Jaguar-Kernen und aktueller GCN-Grafik. Doch wirklich für Spieler-PCs geeignet sind die Stromsparer nicht, auch wenn sich viele Casual-Games problemlos bereits mit der integrierten Grafik zocken lassen. Sobald es jedoch aktuelle Spiele zu bewältigen gilt, muss auch bei potenter Grafikkarte der Detailregler von der Maximalstellung weichen.

Intel hat demgegenüber lediglich eine neue Runde bekannte Modelle auf den Markt geworfen und in der Hauptsache bei den für Spieler interessanten Modellen den Takt um 100 bis 200 MHz erhöht - das ist zwar wenig und eine echten Refreshes des Produktportfolios auch nicht würdig, jedoch blieben immerhin die Preise dabei konstant, sodass es nun ein paar Prozent mehr Leistung für's gleiche Geld gibt - beinahe egal, in welchem Preisbereich Sie einkaufen. Alle wichtigen Details finden Sie in unserem umfangreichen Test der Start-Modelle Core i7-4790 und i5-4690. Den inzwischen auf den Markt gekommenen Devil's-Canyon-Prozessor Core i7-4790K haben wir selbst verständlich ebenso getestet wie den Nachfolger des Prozessor-Geheimtipps Xeon E3-1230 v3, den E3-1231 v3.

Noch Ende des Sommers erwarten wir zumindest die konkrete Ankündigung und eigentlich auch direkte LIeferbarkeit der Sockel-2011-3-Plattform. Diese bringt im Vergleich zum Vorgänger einen Sprung auf die Haswell-CPU-Architektur der Mittelklasse, für jedes Modell quasi zwei zusätzliche CPU-Kerne (Einstieg in die 2011-3 mit einem Sechskerner, Top-Modelle mit 8 Kernen) sowie das langerwartete DDR4-RAM.

05:32
Haswell-Refresh geht an den Start - das müssen Sie wissen
Für die Verwendung in unseren Foren:


Mit dem Xeon E3-1230 v3 beleuchteten wir im letzten Jahreinen nicht mehr ganz so geheimen Geheimtipp im Bereich von 200 Euro, der sich zwar nur wenig übertakten lässt, dafür aber nahezu die Anwendungsleistung des teureren Core i7-4770K erreicht und auch in Spielen eine gute Figur macht. Er wurde im Zuge des Haswell-Refreshs vom E3-1231 v3 beerbt, der - wiederum für das gleiche Geld wie der Vorgänger - die Leistung des ehemals teureren E3-1240 v3 bereitstellt. Einen entsprechenden Test finden Sie unter diesem Link. Die Low-End-Haswells eignen sich vor allem für den Medienkonsum. Im Zweifel sollte es jedoch mindestens ein Modell mit vier Threads sein - entweder ein echter Vierkerner oder ein Dualcore mit SMT.

Zum Herbstbeginn 2013 veröffentlichte Intel mit der Ivy-Bridge-E-Reihe für den Sockel 2011 für High-End-Futter. In unserem ausführlichen Test der kompletten CPU-Familie bescheinigen wir Core i7-4960X, -4930K und -4820K gute Leistungen, können ausgehend von älteren Sockel-2011-CPUs aber keine Aufrüstempfehlung geben - zu gering sind die Leistungsunterschiede und für Spieler sind aktuelle Vierkern-CPUs nicht nur deutlich günstiger, sondern in manchen Fällen - so zum Beispiel in Starcraft 2 - sogar schneller.

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: CPU-Index im Umbruch

      

An dieser Stelle müssen wir dem technischen Fortschritt ein wenig Tribut zollen und Sie auch um etwas Geduld bitten. Unsere umfangreiche Benchmark-Sammlung von inzwischen 34 Prozessoren können wir in der Form nicht mehr weiter aktualisieren und sind zurzeit dabei, einen neuen Index aufzubauen. Da dieser aktuell jedoch erst aus wenigen Modellen besteht und uns auch nicht mehr alle 34 CPUs des bekannten Index zur Verfügung stehen, belassen wir der Übersicht halber die Werte der größeren Modellvielfalt einstweilen im Artikel und arbeiten im Hintergrund weiter am Update unseres Benchmark-Parcours.

Sie fragen sich nun sicherlich, was der Grund für diesen Umbruch ist. Aktuelle Spielversionen und Treiberveränderungen machten die Ergebnisse älterer Tests nicht mehr mit denen neu hinzugekommener Prozessoren vergleichbar - darauf wiesen wir bereits zum Haswell-Refresh hin.. Als Beispiel haben wir für Sie die Werte des AMD FX-8350 und des Xeon E3-1240/1231 v3, die beide taktgleich an den Start gehen sowie eine detaillierte Betrachtung des "Problemspiels" Battlefield 4 angefügt. Einen Teil der Performance-Veränderung bringt der neue Geforce-Treiber der 337-Generation, welcher die Ausnutzung der CPU-Leistung verbessert und bei uns im Test insbesondere einen Vorsprung in Crysis 3 zeitigte. Auch andere Spiele wurden leicht flotter. Doch es gab auch ein großes Problem: Battlefield 4 hatte inzwischen das Mantle-Update zur Nutzung mit Radeon-Karten erhalten und ein erneuter Test der Prozessoren zeigte eine gesunkene Leistung mit dem alten Treiber; auf den meisten Intel-CPUs wurde dieser Leistungsabfall jedoch durch den neuen Treiber egalisiert, nicht so jedoch auf dem FX-8350. Da wir zunächst an einen Fehler unsererseits glaubten, wiederholten wir etliche Messungen, suchten nach vorhandenen Alt-Installationen von Battlefield 4 und so weiter und so fort. Nach Abschluss dieser Prozedur können wir sagen, dass die kumulativen Battlefield-4-Update seit Erscheinen zu einem deutlichen Rückgang der CPU-Performance des FX-8350 (und ähnlicher AMD-Prozessoren) geführt hat, die der Nvidia-337er-Treiber anders als auf Intel-CPUs nicht ausgleichen kann. Die Gründe sowohl für den eigentliche Leistungsabfall als auch für die Performance-Rettung nur auf Intel-Prozessoren kennen wir nicht - das Verhalten ist jedoch reproduzierbar.

Zusammen mit den deutlich erhöhten Crysis-3-Werten ergibt sich für uns der Schluss, dass wir den CPU-Index neu aufbauen müssen, damit die alte Aussagekraft gewahrt bleibt und wir keinesfalls Äpfel mit Birnen vergleichen wollen! Wir hoffen, Ihnen im nächsten Monat wieder eine große Vielfalt frisch getesteter Prozessoren mit aktuellen Werten bieten zu können.

AMD- und Intel-Prozessoren für Spieler im Test: Aktueller CPU-Index

      

In diesem Artikel geben wir CPU-Kaufempfehlungen für alle Preisklassen. Wenn Sie zusätzliche Daten zu einer bestimmten CPU brauchen, so finden Sie diese bestimmt in unserer Prozessor-Datenbank unter diesem Link.

Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit aktueller Prozessoren gibt Ihnen unser normierter Performance-Index, den wir aus sechs Spielen und vier Anwendungen ermitteln - natürlich enthält er nicht sämtliche CPUs, die es momentan zu kaufen gibt oder gab, es ist jedoch jede wichtige Modellreihe der letzten Jahre vertreten. Wir messen dabei mittels unseres in PCGH-Ausgabe 01/2014 aktualisierten Benchmark-Parcours - die erzielten Werte sind daher nicht mehr direkt mit älteren Tests vergleichbar. Informationen wie Benchmark-Details, RAM-Takt und Latenzen sowie die verwendeten Mainboards und mehr entnehmen Sie der letzten Seite.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass wir für die Online-Version im Gegensatz zur PCGH-Printausgabe auch extremere CPU-Modelle wie zum Beispiel Intels Xeon-E5-Modelle in den Index mit einbeziehen. Dadurch verschiebt sich das Wertungsschema und die Indexwerte, insbesondere Anwendungs- und Gesamtindex, sind nicht mit denen im Heft vergleichbar. Wir trennen hier bewusst nach besserem Praxisbezug, welchen die Heftleser bevorzugen und den teils extremeren CPU-Varianten, welche auch unter unseren Forennutzern Anklang finden.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "CPU-Index im Umbruch"!

 
Moderator
10.07.2014 18:16 Uhr
Zitat: (Original von mumaker;6600285)
2700K leider nicht dabei


Ist doch der 2600k dabei - der 2700k hat 100Mhz - 2,9% - da sollte klar sein wo sich der einordnet.
Freizeitschrauber(in)
10.07.2014 15:37 Uhr
2700K leider nicht dabei..... und die letzte liste will ich jetzt auch ma mit grakas sehen......... so langsam kommt man unter den grakatests garnicht mehr klar!!!
PCGH-Community-Veteran(in)
24.06.2014 17:34 Uhr
Mhhh. Unter einem Stein lebe ich nicht aber anscheinend habe ich heute Tomaten auf den Augen, denn trotzt Nachschauen hatte ich das nicht gesehen.

MfG
Moderator
24.06.2014 17:18 Uhr
Steht doch im Artikel!

Spiele: Anno 2070, BF4, Crysis 3, F1 2013, Starcraft 2, TES5 Skyrim
Anwendungen: 7-Zip, Adobe Lightroom 5.3, Luxmark 2.0, x264

Edit: zu langsam.
Lötkolbengott/-göttin
24.06.2014 17:16 Uhr
Zitat: (Original von DaStash;6552906)
Wo kann man den Pacour einsehen? Sind da viele Singlethread-Spiele enthalten?

MfG


Es gab afaik eine Community Wahl, einen Print Artikel und einen Online Artikel dazu. Wer davon gar nichts mitbekommen hat, muss wohl unter einem Stein leben.

Noch einfach wäre es allerdings einfach mal den Artikel zu lesen:
CPU Test: AMD und Intel - Bestenliste und Kauf-Tipps auch für APUs im Juni 2014 - CPUs: Übersicht und Kaufempfehlungen Juni 2014 - Testsystem und Benchmarks

Testsystem und Benchmarks

Testplattform und Treiber
• CPU-Kühler: diverse
• Grafikkarte: Geforce GTX 780 Ti @ 875/3.504 MHz (BF4 & C3: 1.000/3.504)
• Netzteil: Enermax Platimax (600 Watt, 80-Plus Platin)
• 4 GiByte DDR3-RAM pro vorhandenem Speicherkanal. Geschwindigkeit je nach CPU-Hersteller-Spezifikation

Treiber und Betriebssystem
• Geforce 331.65 WHQL (High Quality, Vsync deaktiviert)
• Windows 8.1 Pro (64 Bit)

Benchmark-Auswahl
• Anno 2070 (DX11, Uplay)
• Battlefield 4 (DX11, Origin)
• Crysis 3 (DX11, Origin)
• F1 2013 (DX11, Steam)
• Starcraft 2 HotS (DX9, battle.net)
• The Elder Scrolls 5 Skyrim (DX9, Steam)

• 7-Zip 9.30 (64 Bit)
• Luxmark 2.0 Sala (64 Bit)
• Adobe Lightroom 5.3 (64 Bit)
• x264 (Version r2377, 50 Mbps, Ultra-HD-Clip)

Jeder Benchmark-Durchlauf wird mindestens zwei Mal wiederholt und das beste Ergebniss gewertet - Grundlage ist die Überlegung, dass die Hardware zu dieser Leistung im Stande ist und bei niedrigeren Resultaten ein unerwünschter äußerer Einfluss bremsend wirkt. Die Auflösung für die Spiele beträgt 1.280 x 720 Pixel (720p), die Details sind bis auf Kantenglättung, anisotrope Filterung und Post-Processing-Effekte, welche nur die Grafikkarte belasten, maximiert. Der Turbomodus sowie SMT/CMT sind aktiviert, PC Games Hardware testet "out of the box". Informationen zu den einzelnen Benchmarks finden Sie im FAQ: So bencht PCGH Spiele (How-to-Benches inside).

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