CPU-Kaufberatung: AMD- und Intel-Prozessoren im Vergleich [Update]

Sie möchten sich einen neuen Prozessor gönnen? Sie suchen eine CPU, um die beste Gaming-Erfahrung zu bekommen oder möchten sich über das derzeitige Angebot informieren? Hier finden Sie die Resultate unserer CPU-Benchmarks und -Tests mit AMD und Intel. PCGH gibt Kaufempfehlungen für verschiedene Preisklassen und erläutert grundlegende Begriffe.

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CPU-Kaufberatung: AMD- und Intel-Prozessoren im Vergleich
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon.de, AMD; Montage: PCGH

Die Wahl des Prozessors bestimmt wesentlich die Leistungsfähigkeit und die Effizienz eines Computers. Doch welche Grafikeinheit eignet sich am besten für Spiele und welcher Prozessor ist die richtige Wahl für die Sockel 1200, AM4, AM5 oder 1700 beziehungsweise 1851? Außerdem stellt sich die Frage, welches Modell das beste Verhältnis aus Preis und Leistung bietet und welcher Prozessor optimal mit einer Grafikkarte wie der RTX 4090, der 5070 Ti oder der RX 9070 harmoniert. In unserer Kaufberatung fassen wir die wichtigsten aktuellen Entwicklungen der Hersteller AMD und Intel zusammen und geben Empfehlungen für unterschiedliche Preisbereiche. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die reine Leistung in Spielen und Anwendungen, sondern auch die elektrische Leistungsaufnahme sowie Ausstattungsmerkmale und besondere Eigenschaften der jeweiligen Prozessoren. Abschließend bleibt nur noch die Voraussetzung, dass das gewünschte Modell verfügbar ist. An dieser Stelle können wir Sie beruhigen, denn im Gegensatz zum Markt für Grafikkarten ist die Versorgungslage bei Prozessoren in der Regel deutlich stabiler.

CPU-Kaufberatung 2026: Das ist neu

Update vom 20. Mai 2026:

Im Mai zeigen sich neue Möglichkeiten auf dem CPU-Markt. Zudem beherrscht weiterhin die Speicherkrise den gesamten PC-Markt. Beliebte Prozessoren, wie AMDs X3D-Reihe für den Sockel AM4, sind inzwischen vom Markt verschwunden. Wir haben unsere CPU-Kaufberatung daher auf Preis-Leistungs-Tipps umgestellt. Diese Prozessoren liefern viel Fps für vergleichsweise wenig Geld!


Der Prozessor bildet das zentrale Element eines jeden Computers. Auf ihm basieren sämtliche Berechnungen und über ihn laufen alle Abläufe zusammen. Von seiner Leistungsfähigkeit hängt die Gesamtperformance des Systems maßgeblich ab. Daher sollten Sie die Wahl der passenden CPU sehr sorgfältig treffen. Die vergangenen Jahre haben in diesem Bereich mehrere bemerkenswerte Entwicklungen hervorgebracht. Besonders AMD hat mit der Einführung der Ryzen-3000-Serie den Markt spürbar verändert. Intel reagierte vor allem im Bereich der Plattformen für anspruchsvolle Aufgaben mit deutlichen Preisreduzierungen. Dieser intensive Wettbewerb wirkt sich für Sie als Käufer durchweg positiv aus, denn die Auswahl war seit langem nicht mehr so vielfältig und reicht inzwischen durch alle Preisstufen. Zum Ende des Jahres 2020 eröffnete AMDs Vorstoß mit der Ryzen-5000-Serie zudem die Möglichkeit, Kaufentscheidungen stärker von der Zahl der Rechenkerne abhängig zu machen und nicht allein von der reinen Leistung. Ob Sie höchste Anforderungen mit einem Modell mit vierundzwanzig Kernen erfüllen möchten, ein besonders effizientes System bevorzugen oder eine kostengünstige Konfiguration planen - für nahezu jedes Einsatzszenario steht heute eine passende Lösung zur Verfügung.

Aktuelle Marktlage bei AMD-Prozessoren

AMD fährt aktuell mehrere Schienen: Der Sockel AM4, bekannt durch die Ryzen-5000-Prozessoren, ist immer noch aktiv, wie der neue Sockel AM5 mit Ryzen 7000/9000. Bei Ryzen wird zwischen CPUs und APUs unterschieden. Letztere bieten eine integrierte Grafikeinheit (IGP) auf Vega-Basis. Die Ryzen-5000-Prozessoren sind relativ gut lieferbar und meist im Angebot, auch der Vorgänger Ryzen 3000 ist für Budget-Computer immer noch eine Empfehlung wert, verschwindet aber langsam vom Markt. Sie setzen auf den Sockel AM4, der von den I/O-Hubs B550 und X570(S) bedient wird. Falls Sie noch einen älteren Chipsatz wie X470, B450, X370 oder B350 nutzen, dann sollten Sie mindestens auf AGESA 1.2.0.7 achten. Mit dieser Version unterstützen nämlich auch die 300er-I/O-Hubs offiziell Zen 3.

Ryzen 7000 bis 9000 sind die CPU-Generationen für den Sockel AM5, der nächsten Ausbaustufe. Zen 4 und Zen 5 markieren dabei die reguläre Desktop-Schiene; hier tummeln sich vor allem spannende Prozessoren für Spieler und Content Creator. Darunter befinden sich auch Prozessoren aus der bekannten Mobile-Sparte (Phönix-APU Ryzen 8000G). Diese sind der Nachfolger der 5000G-Serie vom Sockel AM4 und bieten dank RDNA-3-Grafikchip vor allem eine gute Mischung aus CPU- und GPU-Leistung für Computer ohne dedizierte Grafikkarte. Bestätigt sind dagegen die Zen-5-APUs. AMD hat die Mikroarchitekturen für seine mobilen Next-Gen-APUs inzwischen auf den Markt gebracht und im Test konnten sie überzeugen.

Aktuelle Marktlage bei Intel-Prozessoren

Intel liefert mit Arrow Lake derzeit einen Reboot: Der Ansatz ist ein völlig anderer als beim Vorgänger. Insbesondere die Effizienz hat sich verbessert, dem entgegen steht jedoch eine kaum höhere Leistung in Spielen. Intel bepreist bestimmte Sockel-1851-CPUs attraktiv, um Aufrüster zu überreden, auf den Sockel zu wechseln. Intel hat ansonsten noch Raptor Lake (Refresh) und Alder Lake (Refresh) am Markt, vereinzelt lassen sich auch noch gute Angebote für die Vorgänger, Rocket Lake und Comet Lake finden. Bei der Kaufberatung beschränken wir uns auf spannende Prozessoren, die einen Blick wert sind.

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  4. Seite 4 Weitere Informationen zu Prozessoren
    • Kommentare (1651)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Naja: Es geht natürlich nur mit Speicher, der auch da ist und intakt. Bei einem 270K oder 285K, die schon Vollausbau sind, geht dementsprechend nichts und unterhalb des 250K nimmt Intel normalerweise ein kleineres Compute-Tile, dessen Möglichkeiten auch beschränkt wären. Wenn man bedenkt, wie groß der Anteil der Caches an der Gesamtfläche ist, dann wird es auch wenige Exemplare geben, die zufällig mit vielen defekten Kernen aber komplett funktionierenden Cache-Slices vom Band laufen. Das heißt für 36 MiB L3 kommen nur die besten Chips in Frage, die man ebenso gut als 265K, ggf. 270K/285K verkaufen könnte. Stattdessen einen 205-aber-mit-doppelten-L3 daraus zu machen, wäre vielleicht technisch möglich, aber ökonomisch komplett bescheuert.

        Bei den dicken Xeons mit >100 MiB Cache macht das mehr Sinn und da gibt es dann auch die entsprechenden SKUs. 676X und 658X haben zum Beispiel beide 144 MiB aktiv, aber einmal mit 32 Kernen und einmal mit 24, 72 MiB gibt es von 16 bis 20 Kernen. Bei den Servern kannst du dir 32 Kerne umgekehrt auch als 6745P kaufen, verteilt über mehr Tiles mit zusammen 336 MiB. (Vergl. AMD, z.B. Epyc 9175F: 16 CCDs mit zusammen 512 MiB L3 – und mit zusammen 16 Kernen, weil je Chip nur ein einziger aktiv ist, aber weiterhin der volle Cache.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Naja: Es geht natürlich nur mit Speicher, der auch da ist und intakt. Bei einem 270K oder 285K, die schon Vollausbau sind, geht dementsprechend nichts und unterhalb des 250K nimmt Intel normalerweise ein kleineres Compute-Tile, dessen Möglichkeiten auch beschränkt wären. Wenn man bedenkt, wie groß der Anteil der Caches an der Gesamtfläche ist, dann wird es auch wenige Exemplare geben, die zufällig mit vielen defekten Kernen aber komplett funktionierenden Cache-Slices vom Band laufen. Das heißt für 36 MiB L3 kommen nur die besten Chips in Frage, die man ebenso gut als 265K, ggf. 270K/285K verkaufen könnte. Stattdessen einen 205-aber-mit-doppelten-L3 daraus zu machen, wäre vielleicht technisch möglich, aber ökonomisch komplett bescheuert.

        Bei den dicken Xeons mit >100 MiB Cache macht das mehr Sinn und da gibt es dann auch die entsprechenden SKUs. 676X und 658X haben zum Beispiel beide 144 MiB aktiv, aber einmal mit 32 Kernen und einmal mit 24, 72 MiB gibt es von 16 bis 20 Kernen. Bei den Servern kannst du dir 32 Kerne umgekehrt auch als 6745P kaufen, verteilt über mehr Tiles mit zusammen 336 MiB. (Vergl. AMD, z.B. Epyc 9175F: 16 CCDs mit zusammen 512 MiB L3 – und mit zusammen 16 Kernen, weil je Chip nur ein einziger aktiv ist, aber weiterhin der volle Cache.)
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wäre aber das meinem Wissen erste Mal, dass sie einem Desktop-Modell zusätzlichen Speicher freischalten.
        Die viel größere Frage ist doch: Intel kann so was und macht es dann nicht bei allen CPUs, von mir aus explizit für Gaming?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zumindest bei den Workstation-Prozessoren kann Intel die Cache-Slices unabhängig von den assoziierten Kernen (de-)aktivieren. Wäre aber das meinem Wissen erste Mal, dass sie einem Desktop-Modell zusätzlichen Speicher freischalten.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von belle
        Mir ist in der Intel Datenbank ein neues Modell aufgefallen. Das ist weniger spannend, bisher aber vielen noch nicht aufgefallen.
        Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
        Interessant. Von den Specs her entspricht das ziemlich genau dem, was du beschreibst. Es ist ausdrücklich aber kein Arrow Lake Refresh (das "Plus" im Namen fehlt, zudem passt die RAM-Spec nicht). Die Angabe des L3-Cache muss aber fehlerhaft sein, da die CPU nicht mehr Kerne besitzt. Ich frage mal bei Intel nach, was es damit auf sich hat, stay tuned.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Mir ist in der Intel Datenbank ein neues Modell aufgefallen. Das ist weniger spannend, bisher aber vielen noch nicht aufgefallen.
        Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
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        Ein empfehlenswertes Modell für preisbewusste Gamer von Intel dürfte derzeit der Core Ultra 245KF als fähiger Allrounder bleiben, welcher teils ab 155€ zu haben ist.
        Für 220€ gibt es dann den 250K Plus.
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