Atom x3, x5 & x7: Intel kündigt Silvermont- und Cherry-Trail-basierte SoCs an
Auf dem MWC 2015 hat Intel seine neue Atom-Generation offiziell angekündigt. Dabei übernimmt man das Namensschema von Desktop und Notebooks und gliedert die kleinen SoCs in die Kategorien x3, x5 und x7 als Anlehnung zu Core i3, i5 und i7. Während die x5- und x7-Modelle auf Cherry Trail basieren, handelt es sich bei den X3-Ablegern um Silvermont-Designs.
Rund eineinhalb Jahre, nachdem Intel Bay Trail-M, -T und -D auf den Markt gebracht hat, folgt nun der Nachfolger in Form von Cherry Trail. Die Silvermont-Kerne erhalten dabei einen Shrink von 22 auf 14 nm und werden infolgedessen in Airmont umbenannt. Die zuvor der Ivy-Bridge-Generation entstammende iGPU wird auf Broadwell-Level, sprich Gen8, aktualisiert. Während der CPU-Part also deutlich energiesparender arbeiten sollte, fällt die integrierte Grafikeinheit leistungsstärker aus – darauf will Intel auch den Fokus gelegt haben.
Quelle: Intel
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Das gilt allerdings nur für die größeren x5- und x7-Atoms, die in Tablets und kostengünstigen 2-in-1-Geräten eingesetzt werden sollen, auf ein separates integriertes Modem angewiesen sind und sich bei der Leistung voneinander unterscheiden. Die kleinen x3-Modelle für Smartphones und Phablets basieren nicht auf Cherry Trail, sondern auf der bisherigen Silvermont-Architektur gepaart mit einer lizenzierten Mali-GPU. Insgesamt zeigte sich Intel hier nicht sehr auskunftsfreudig, womöglich weil dort abseits des CPU-Designs nicht mehr viel aus eigenem Hause stammt. Das meiste Know-How für x3 alias Sofia dürfte von der übernommenen Wireless-Solutions-Sparte von Infineon und der Partnerschaft mit Rockship stammen. Genutzt wird im Übrigen ein 28-nm-Prozess von TSMC, um die Markteinführung zu beschleunigen und die Kosten möglichst gering zu halten. Geräte mit x3-SoC soll es schon für unter 75 US-Dollar geben, x5-Ableger ab rund 200 USD.
Genauere Angaben zu den Verbrauchswerten machte Intel bislang noch keine, man sei allerdings "kompetitiv" beziehungsweise "mit der Konkurrenz gleichauf oder besser". "Alle gängigen Stromsparmechanismen" sollen genutzt werden. Die genutzten Modems seien im Funktionsumfang "vergleichbar mit Qualcomm". In den von Intel gestellten Benchmarks zu den x3-Atoms ist man der Konkurrenz mit Cortex-A53-Kernen deutlich voraus, interessanter wäre allerdings der Vergleich mit A57-baiserten Designs – dort dürfte der Unterschied, wenn überhaupt, nur noch marginal ausfallen. Erste Produkte erwartet Intel für das laufende Halbjahr, genannt werden bereits einige Partner aus dem OEM-Markt, darunter Asus, Weibu, Acer, Lenovo, Dell, Toshiba und HP.
