AMD Zen: Linux-Kernel-Patch legt bis zu 32 Kerne nahe

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AMD Zen: Linux-Kernel-Patch legt bis zu 32 Kerne nahe
Quelle: AMD

In einer Mailing-Liste zum Linux-Kernel wurde ein Patch spezifiziert, der "Zeppelin"-Prozessoren aus dem Hause AMD nennt. Aus der Familie 17h stammend, sprechen ältere Einträge von einem Ausbau mit bis zu 32 Zen-Kernen pro Sockel. Erreicht werden die vermutlich über einen Interposer oder ein MCM-Package.

Für den Endkundenbereich gilt es als sicher, dass AMD Zen-basierte Prozessoren mit maximal acht Rechenkernen veröffentlichen wird. Für das Server-Segment hingegen ist schon lange die Rede von mindestens 16 Kernen, die durch einen Linux-Kernel-Patch nun weiter untermauert werden. Explizit genannt wird in einer entsprechenden Mailing-List der Codename "Zeppelin", wobei der Verfasser als Software Engineer für AMD tätig ist. Der Codename tauchte bereits im vergangenen August auf, als die Rede von einer Zen-APU mit bis zu 32 Kernen, neuer GCN-Grafikeinheit und High-Bandwidth Memory war (Verweis auf User-News).

In einem Blog hat AMD-Insider "Dresdenboy" auf Basis der Familiennomenklatur 17h ältere Patches aus derselben Mailing-Liste herausgesucht, die mögliche Details zu Zeppelin nennen. Die Einträge sprechen von einem "Core Complex" als Synonym zu einer Compute Unit. Ein solcher bestehe aus vier physischen Kernen plus SMT und teilten sich einen gemeinsamen Level-3-Cache (der L2 soll pro Kern separiert werden). Der Aufbau würde demnach AMDs Katzen-Architekturen (Jaguar, Puma) ähneln, bloß dass diese noch keinen L3-Cache haben. Entsprechende Mutmaßungen gab es übrigens schon im April 2015.

Der Patch legt ferner nahe, dass maximal 32 Kerne pro Sockel kombiniert werden könnten. AMD hätte verschiedene Wege, diese Anzahl zu erreichen. Die angesprochenen Gerüchte vom April sprachen von zwei CUs auf einem Die, also acht Kerne. Vier Dies könnten dann wahlweise über einen Interposer oder ein MCM-Package (Multi-Chip Module, u.a. bekannt von Bulldozer-Opterons) kombiniert werden. Da immer wieder die Rede von HBM für eine Zen-HPC-APU ist, erscheint der Weg über einen Interposer als logisch.

Quelle: dresdenboy.blogspot.de

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    • Kommentare (73)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von konsolen/pczocker
        Ok, das wusste ich nicht. Das sieht dann aber auch ein bisschen merkwürdig aus, wenn man sich die Mainstream-Vorgänger von AMD anguckt.
        1. 2 Kerner
        2. 4 Kerner
        3. 6 Kerner (Phenom II)
        4. "6/8 Kerner" (3/4 Moduler)
        5. 4 Kerne + SMT
        Der Schritt von 4 (und 3) nach 5 dürfte für die Marketing-Abteilung nicht sonderlich leicht zu erklären sein. Das sieht leider eher nach einem Rückschritt aus. Ob sie sich damit selber eine Gefallen tun? Ich hatte eigentlich nicht vor von meinem echten 6-Kerner auf einen 4-Kerner (+SMT) runter zu gehen. (Ich weiß, das die neuen 4 Kerner trotzdem schneller sein werden, als ein alter 6 Kerner.)
        Wirst du auch wahrscheinlich nicht machen, SummitRidge wird keinerlei iGPU haben, dadurch sollten die 6C+SMT-Modelle im preislichen Bereich von Intels 4C+SMTlern (also den Mainstream-i7 liegen)
        Generell ist das ja der Clou von AMDs nächstem Portfolio, die "Schwäche" Intels auszunutzen, dass Mainstream- und HighEnd-Sockel voneinander getrennt sind! (wird ja bei AMD alles über AM4 geregelt werden)
        Was mich beunruhigt ist allerdings, dass noch kein schlüssiges Konzept vorgestellt wurde, wie man die Board-Ansprüche für die APUs (Bristol Ridge) und die CPUs (Summit Ridge) vereinen will---tote Displayanschlüsse auf Boards für Summit Ridge wären irgendwie ein ziemliche Verschwendung. Das einzige, was wirklich toll wäre, wäre eine Regelung über USB-C, also dass alle USB-C-Anschlüsse mit der iGPU verknüpft werden könnten (sofern diese halt vorhanden ist) und dann die Displayanschlüsse über TB III bereitgestellt werden würden.

        Aber wie gesagt: Dazu hält sich AMD noch äußerst bedeckt...
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von konsolen/pczocker
        Ok, das wusste ich nicht. Das sieht dann aber auch ein bisschen merkwürdig aus, wenn man sich die Mainstream-Vorgänger von AMD anguckt.
        1. 2 Kerner
        2. 4 Kerner
        3. 6 Kerner (Phenom II)
        4. "6/8 Kerner" (3/4 Moduler)
        5. 4 Kerne + SMT
        Der Schritt von 4 (und 3) nach 5 dürfte für die Marketing-Abteilung nicht sonderlich leicht zu erklären sein. Das sieht leider eher nach einem Rückschritt aus. Ob sie sich damit selber eine Gefallen tun? Ich hatte eigentlich nicht vor von meinem echten 6-Kerner auf einen 4-Kerner (+SMT) runter zu gehen. (Ich weiß, das die neuen 4 Kerner trotzdem schneller sein werden, als ein alter 6 Kerner.)
        Wirst du auch wahrscheinlich nicht machen, SummitRidge wird keinerlei iGPU haben, dadurch sollten die 6C+SMT-Modelle im preislichen Bereich von Intels 4C+SMTlern (also den Mainstream-i7 liegen)
        Generell ist das ja der Clou von AMDs nächstem Portfolio, die "Schwäche" Intels auszunutzen, dass Mainstream- und HighEnd-Sockel voneinander getrennt sind! (wird ja bei AMD alles über AM4 geregelt werden)
        Was mich beunruhigt ist allerdings, dass noch kein schlüssiges Konzept vorgestellt wurde, wie man die Board-Ansprüche für die APUs (Bristol Ridge) und die CPUs (Summit Ridge) vereinen will---tote Displayanschlüsse auf Boards für Summit Ridge wären irgendwie ein ziemliche Verschwendung. Das einzige, was wirklich toll wäre, wäre eine Regelung über USB-C, also dass alle USB-C-Anschlüsse mit der iGPU verknüpft werden könnten (sofern diese halt vorhanden ist) und dann die Displayanschlüsse über TB III bereitgestellt werden würden.

        Aber wie gesagt: Dazu hält sich AMD noch äußerst bedeckt...
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von DKK007
        Also ich finde auch LGA doch ganz gut. Macht die CPU, was ja oft ein ziemlich teures Teil ist, recht unempfindlich.
        Beim Board kann dagegen ja schnell auch mal ein Kondensator o.ä. kaputtgehen, da Spielt der Sockel keine große Rolle mehr.

        Hoffe ja, das AMD dann auch noch ein paar Marktanteile zurückgewinnt.
        Kritik an Intels-Sicherheits-Architektur Software Guard Extensions | heise online

        Sonst läuft wirklich bald nur noch Win10 auf unseren Rechnern. Mit den SGX klingt die Drohung von MS doch recht real.
        Ab Juni 2017 wird Win7 nicht mehr gebootet, wenn Intel im Auftrag von MS den Attestation Key für ältere Systeme entzieht. Vorstellbar wäre es.
        Zum AIK, hoffentlich darf ich mein 160 Euro Win7Pro noch ein bischen länger nutzen.
        Es gibt nichts daran auszusetzen ausser Dx 12 aber gegen ein Win10 eintauschen, nee noch nicht. Warum auch? Ich mag nicht.
        Gruss w
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Unrockstar85
        Wobei ich mich ja schon seit FM1 frage: Warum wieder uPGA und damit höhere Ströme in kauf nehmen?
        Der Ex-Server-Mitarbeiter von AMD John Fruehe meinte, PGA ist billiger in der Herstellung, weswegen sie auf PGA setzen.
        Im Server-Feld werden dagegen höhere Verkaufspreise und Margen erzielt, weswegen sie dort auf LGA setzen.

        Vermutlich gilt das ganze weiterhin.
      • Von K12_Beste
        Zitat
        Wobei ich mich ja schon seit FM1 frage: Warum wieder uPGA und damit höhere Ströme in kauf nehmen?
        Vermutlich weil es billiger ist.

        Zitat
        Alle AMD Prozessoren der FM1/2 Serie sind LGA tauglich
        LGA ist mit jedem Chip möglich, da bedarf es keiner "Tauglichkeit".
      • Von Unrockstar85 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Locuza
        Geplant war(ist) PGA:
        http://i0.wp.com/benchlif...
        Wobei ich mich ja schon seit FM1 frage: Warum wieder uPGA und damit höhere Ströme in kauf nehmen? Alle AMD Prozessoren der FM1/2 Serie sind LGA tauglich, selbst wenn der LGA größer wäre als der von Intel. Erfahrungen als C32 gibt es ja zu genüge
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