Urheberrecht: Asetek fordert den Verkaufs-Stop von Fury X [Update: Stellungnahme von AMD]
Nachdem der Kühlungs-Hardware-Hersteller Asetek vom Konkurrenz-Unternehmen Cooler Master den Verkaufs-Stop diverser Produkte gefordert hatte, da diese das eigene Urheberrecht verletzen sollen, könnte dies nun gravierende Einschränkungen für AMDs Fury X bedeuten.
Update vom 08.12.15:
Die Webseite gamersnexus.net hat jetzt auch eine Stellungnahme von AMD nachgereicht, welche die aktuelle Situation nüchtern wiedergibt: "Wir sind uns bewusst, dass Asetek gegen Cooler Master geklagt hat. Während wir auf Cooler Master verweisen, was die Details zum Rechtsstreit angeht, ist unser Verständnis, dass die Geschworenen in diesem Fall nicht befunden haben, dass die Cooler-Master-Kühler auf der Radeon R9 Fury X irgendwelche Asetek-Patente verletzen."
Die Radeon R9 Fury X war tatsächlich nicht Gegenstand der vorangegangenen Asetek-Klage. Ein Mitarbeiter hatte im September bereits angegeben, dass der Kühler auf der Fury X der betroffenen Seidon "sehr ähnlich" sei, man aber keine Lizenzzahlungen von AMD forderte - jetzt scheint der Hersteller seine Meinung geändert zu haben. Ein wichtiges Detail, das in unserer ursprünglichen Meldung unterging: Das Ganze betrifft ausschließlich den US-amerikanischen Markt, da Asetek den Rechtsstreit nur für den gewonnen hat.
Originalartikel vom 06.12.15:
Das aktuelle Grafikkarten-Flaggschiff aus dem Hause AMD, die Fury X, könnte möglicherweise in Zukunft nicht mehr verkauft werden dürfen, so zumindest in den USA. Zumindest nicht in der Form, in der die Karte im Moment aufgebaut ist. Der Hardware-Hersteller Asetek hatte nämlich eine Urheberrechtsverletzung beim Konkurrenz-Unternehmen Cooler Master festgestellt, welche vor allem die Seidon-, Nepton- und Glacer-Produkte betrifft.
Vor Gericht wurde Asetek Recht gegeben und Cooler Master musste daraufhin 14,5% Lizenzgebühren der verkauften Einheiten an Asetek abgeben. Da Cooler Master die Forderungen nicht eingehalten hatte, muss der Verkauf dieser Produkte nun komplett eingestellt werden, zusätzlich wurden die erhobenen Lizenzgebühren verdoppelt, da es keine Vereinbarung für die Nutzung der Lizenz zwischen Cooler Master und Asetek gibt.
Davon betroffen sind nun auch unter Anderem Gigabyte und AMD: da die Gigabyte GeForce GTX 980 Water Force und sämtliche Fury-X-GPUs aus dem Hause AMD Komponenten von Cooler Master nutzen, könnte der Verkauf dieser Produkte in Zukunft zum Stillstand kommen. Wann und in welcher Form die betroffenen Unternehmen reagieren werden, steht aktuell noch aus. Eine Auswirkung auf die Markt-Wirtschaft wird diese Angelegenheit allerdings auf jeden Fall haben.
Quelle: gamersnexus.net

Sollte hier der Grundsatz "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" greifen, na dann mal über die eigene Rechtsabteilung nachdenken. Für Doofheit muss man bezahlen, war schon immer so