AiO-Waküs: Asetek gewinnt Rechtsstreit gegen Cooler Master USA
Cooler Master darf einige Kompakt-Wasserkühlungen nach einer Asetek-Klage nicht mehr in den USA vertreiben. In der Theorie ist davon auch AMDs Radeon Fury X betroffen, deren Kühllösung von Cooler Master stammt. In der Praxis wird das Urteil aber zumindest hierzulande kaum bis gar keine Auswirkungen auf den Verkauf haben.
Bereits 2014 gewann Asetek einen Rechtsstreit gegen Cooler Master in den USA, nachdem man seine Patente verletzt sah. Sehr grob umrissen geht es um die Pumpe, die direkt auf dem Kühlblock sitzt – ein Design, das sich Asetek in den Vereinigten Staaten hat patentieren lassen. Dieses Jahr wurde dieser Fall wieder vor Gericht gebracht, da Cooler Master die Verkäufe der betroffenen Produkte nicht wie versprochen gestoppt habe. Diesen erneuten Rechtsstreit verlor Cooler Master (beziehungsweise dessen Tochter CMI), für alle Verkäufe der folgenden Produkte seit dem 01. Januar in den USA muss Cooler Master 25,375 Prozent des Umsatzes an Asetek zahlen: Seidon 120M, Seidon 120XL, Seidon 240M, Seidon 120V, Seidon 120V Plus, Nepton 140XL, Nepton 280L, Glacer 240L. Für den Zeitraum davor, der durch das erste Gericht abgedeckt wurde, waren 14,5 Prozent fällig.
Nun gehen natürlich die Spekulationen rund um AMDs Radeon R9 Fury X los, die bekanntlich eine Kompakt-Wasserkühlung aus dem Hause Cooler Master nutzt. Ein Asetek-Mitarbeiter hat bestätigt, dass diese der betroffenen Seidon 120V "sehr ähnlich" sei. Allerdings habe man keine Lizenzforderungen an AMD gestellt, die ohnehin kaum durchzubekommen wären. AMD kauft die Kühlung bei Cooler Master ein, womit man sich vertraglich abgesichert haben dürfte. Im schlimmsten Fall dürfte Cooler Master nicht mehr die Kühlerkontingente für den US-amerikanischen Markt zur Verfügung stellen – ob dem so sein wird, muss sich jedoch noch herausstellen. AMD könnte sich dann einen neuen Zulieferer suchen, die ersten Anlaufstellen wären Cooler Masters OEM (die produzieren die Waküs nicht selbst) oder ein neuer "Mittelsmann" wie Corsair.
Der Patentstreit zwischen Asetek und Cooler Master stellt derweil nicht den Grund dar, warum die Verfügbarkeit der Fury X so überschaubar ausfällt; da spielen andere Probleme wie die von AMD produzierten Chargen eher hinein. In Europa sollte letztendlich alles beim alten bleiben, da Cooler Master die Wasserkühlungen hier weiter vertreiben darf. Einen direkten Schaden erleidet AMD dadurch also nicht, wohingegen sich Cooler Master ärgern wird, das "Trivialpatent" nicht günstig lizenziert zu haben.
Quellen: Asetek (Pressemitteilung); Asetek-Mitarbeiter (Forum overclock.net)

(wobei die div. Hersteller teilweise sehr geizig mit der Schläuchlänge sind)
Grundsätzlich finde ich AiO nur interessant in sehr schmalen Gehäusen, sobald man halbwegs Platz hat, ist der klassische Luftkühler die bessere Wahl.
Möcht ich ein ITX-System mit potenter CPU zusammenbauen, komm ich um eine Wasserkühlung aber nicht drum rum.
Schwachsinige Patente generieren schwachsinige Klagen
Errinert mich irgendwie an Apple gegen praktisch ALLE wegen Patent (oder wars Geschmacksmuster oder wie immer die das genannt haben??) Rechteckig mit abgerundeten Ecken ... Die sind zum glück damit am ende doch noch gescheitert , sonst hätten wir heute alle möglichen unpraktischen Formen von Handys weil nur Die Appel-Köpfe sie RECHTECKIG bauen dürften ..... Baaa
Die Frage ist auch nicht was man tun würde sondern eher warum gibt es so ein Scheiß?
2: Ob es Patent Trolle sind kann hier keiner wissen ohne sich eingelesen zu haben, wenn sie wieder einmal 1:1 kopiert haben geschieht ihnen das recht, sonst ist zu fragen was für ein Aufwand getrieben wurde um die Pumpe auf den Sockel zu klatschen.
3: Kreative Arbeit ist eben auch etwas wert, dafür gibt es soetwas, natürlich gibt es bei allem meist etwas das nicht so läuft wie vorgesehen.