Chip-Shot legt nahe: AMDs Tonga-GPU mit 256-Bit-Interface und 32 CUs [Update: Doch 384 Bit!]

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Komplette Folie aus der AMD-Präsentation "Carrizo Tech Day Architecture FINAL" inklusive Bezeichung des Shots: Tonga
Quelle: AMD

Ein langes Rätselraten über die Konfiguration von AMDs aktueller GCN-Ausbaustufe Tonga geht nun endgültig zu Ende. Lange Zeit war unklar, wie genau der Maximalausbau des Tonga-Mikrochips aussieht. Zur Erinnerung: Für den PC gibt es bislang lediglich die Radeon R9 285, welche den "Pro"-Level Tonga trägt. Dort sind 1.729 Shader-ALUs aktiv und ein 256 Bit Speicherinterface.

Als AMD Anfang September 2014 die bis heute aktuelle Ausbaustufe 1.2 der GCN-Architektur vorstellte, geschah das in Form der Radeon R9 285, die GPU wurde als Tonga Pro betitelt. "Pro" werden bei AMD in der Regel diejenigen GPUs, welche die höchste Ausbaustufe namens XT verfehlen. Allein: bis heute existiert kein Tonga XT für den Desktop-PC, allein die Radeon R9 M295X aus Apples 5K-Imac trägt eine weitere Ausbaustufe des Chips mit 2.048 aktiven Shader-ALUs. Im Notebook-Bereich gibt es zudem eine Option auf den R9M 295X bei Dells Alienware 15.

Doch das Rätsel war noch nicht gelöst. Denn im Vergleich zu AMDs vorigem High-End-Chip Tahiti trug Tonga bei annähernd gleicher Chipfläche von 359 zu 365 mm² rund 700 Millionen zusätzliche Transistoren (u.a. für erweiterte Video-Blöcke, doppelt so breites Front-End, True-Audio, Color Compression in den ROPs) büßte gleichzeitig jedoch scheinbar zwei 64-Bit-Speichercontroller ein. Genau das wurde von vielen angezweifelt und auch namhafte Websites verstiegen sich zu der Ansicht, Tonga besäße in Wahrheit ebenfalls ein 384-Bit-Speicherinterface und es würde in der großteils rebrandeten R9-3xx-Reihe dann einen Tonga XT im Vollausbau geben.

Tonga mit Overlay: Die außen liegenden (Update: sechs!) Speichercontroller sind grün umrandet, eine der 32 mittigen Compute-Units ist beispielhaft gelb markiert. Quelle: PC Games Hardware Tonga mit Overlay: Die außen liegenden (Update: sechs!) Speichercontroller sind grün umrandet, eine der 32 mittigen Compute-Units ist beispielhaft gelb markiert.
Der von uns in AMDs Carrizo-Präsentation entdeckte Die-Shot legt nun jedoch nahe, dass dem nicht so ist: 32 Compute Units und vier 64-Bit-Speichercontroller gibt der Die-Shot her.

[Update 10:15 Uhr] Die Strukturen am rechten Rand des Bildes dürften, so wurden wir im Beyond3D-Forum aufgeklärt, doch ebenfalls Speichercontroller zu sein, bei denen die einzelnen Blöcke jedoch anders angeordnet sind und die daher ein deutlich abweichendes Layout aufweisen. Damit scheint klar, dass AMD in der Tat eine beachtliche Menge zusätzlicher Transistoren und Funktionen auf gleichem Raum untergebracht hat, ohne an der Grundausstattung herumzuschrauben.[/Update]

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rarek BIOS-Overclocker(in)
        hmm ich glaube es wird ne 390X

        und meine 650ti wandert dann für Physx in den "Office" Rechner
      • Von Rarek BIOS-Overclocker(in)
        hmm ich glaube es wird ne 390X

        und meine 650ti wandert dann für Physx in den "Office" Rechner
      • Von Oromis16 BIOS-Overclocker(in)
        Ich hab mich komplett verlesen^^
        Laut Computerbases Redakteur wirds an Hawaii keine Veränderungen geben, das heißt Grenada könnte maximal eine Version mit mehr aktivierten Shadern sein (3072, 9% mehr als bei der 290X)
      • Von ZoolerGer PC-Selbstbauer(in)
        Kenne mich da wie gesagt nicht so aus, aber ist Granada nicht eher der Hawai-Nachfolger?
      • Von Oromis16 BIOS-Overclocker(in)
        Wohl einer Art Neuauflage/Architekturaktualisierung von Pitcairn/Curacao
      • Von ZoolerGer PC-Selbstbauer(in)
        Die Tonga 4GB soll doch vom Leistungsniveau her über der 970 sein? Preisrutsch....Ich kenne Grenada gar nicht, was kann man zu denen sagen?
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