Pirate Islands (Radeon R300): Unter Fiji angeblich nur Rebrands
Die schwedische Gerüchteküche sweclockers.com will in Erfahrung gebracht haben, dass AMD innerhalb seiner kommenden 300er-Grafikkartengeneration nur einen Chip neu auflegen werde. Alles unter Fiji soll demnach Rebrands von Hawaii, Tonga und Bonaire darstellen.
Schon in der R200-Serie hat AMD zu Beginn lediglich je einen neuen Grafikchip für die Radeon R9 290X (Hawaii XT) und R9 290 (Hawaii Pro) gebracht, wohingegen der komplette Rest Rebrands von vorherigen HD-7000-Modellen darstellte. Erst rund ein Jahr später folgte mit Tonga ein zweiter neuer Chip, der im Desktop-Bereich offenbar als Resteverwertung in Form der R9 285 eingesetzt wurde. Geht es nach sweclockers.com, könnte sich diese Herangehensweise mit der 300er-Familie nochmals wiederholen. Das sei "mehr oder weniger bestätigt", wie es in verschiedenen maschinellen Übersetzungen heißt.
Demnach soll nur Fiji ein echter Neuling darstellen und wie auch schon 2013 mit Hawaii das obere Ende von AMDs Fahnenstange bilden. Darunter sollen Rebrands von Hawaii, Tonga und Bonaire genutzt werden. Wie es in der Einstiegsklasse aussieht, wird nicht erläutert. Dort bietet AMD aktuell immer noch GCN-1.0-basierte Lösungen mit Cape Verde und Oland an. Pitcairn alias Curacao müsste demnach von oben durch Tonga und von unten durch Bonaire ersetzt werden – einen GCN-1.0-Chip der Mittelklasse in die dritte Generation zu übernehmen, wäre sehr unwahrscheinlich.
Damit könnten sich die Vermutungen des 3DCenters bewahrheiten, dass Fiji doch als R9 390(X) debütieren, Grenada als Hawaii-Rebrand die R9 380(X) bilden und Tonga als R9 370(X) die R9-Nomenklatur vervollständigen wird. Bonaire könnte dann unter dem Namen Trinidad die R7 360(X) bilden, was allerdings insofern ernüchternd wäre, da bei gleicher Kategorisierung (R7 x60) keine wirklichen Leistungssprünge abseits von etwas mehr Takt zu erwarten sind.
Quelle: sweclockers.com (maschinelle Übersetzung)

GM200 wird damit primär den Gamingmarkt (evtl. Quadro) abdecken. Ein von der DP-Last entschlackter Chip hat aber eben auch Potential für deutliche mehr Leistung im SP-Bereich.
Wie sich Fiji da schlagen wird, dürfte spannend werden. Gehen wir davon aus, dass GM204 min. 6GB DDR5 haben wird. Wenn ich sehe wie wenig GM204 an der Bandbreite hängt, dann könnte er konkurrenzfähig sein, gerade wenn Spiele das Plus an VRAM nutzen können.
Wie auch immer, das wäre doch eigentlich nur zweimal recycelt? Einmal die Ursprungsversion (8800GTS, 79x0), einmal recycelt (9800GTX, 280) und zweimal recycelt (GTS250, 370).
Aber solange aus der 280X keine 380X wird wie damals bei nVidia könnten die gerne noch ein zweites mal recyceln... aber wies aussieht wird das ja eh Tonga, oder? Dann fällt Tahiti wohl weg.
Im Profimarkt sind 4 GB viel zu wenig.
AMD hat entweder 8 GB vor Augen oder sie passen diese Runde, ebenso wie Nvidia.
Schließlich ist das eine folgenschwere Entscheidung, wenn die erste HBM Lieferung nur maximal 4GB bieten wird.
APUs haben einfach zu wenig Grundspeicherbandbreite.
CPUs und GPUs teilen sich einen Speicher, da gibt es Konflikte, effektiv ist die nutzbare Bandbreite geringer, die bei 2133 DDR3 sowieso nur 34 GB/s beträgt und bei handelsüblichen Produkten noch weniger.
Dank moderner Farbkompression sparen aber AMD und Nvidia gewaltig bei der Speicherbandbreite, was Spiele mit einem Haufen von Pixeln angeht.
Auge auf Carrizo halten, da bin ich gespannt auf die Auswirkungen.