Benchmarks und Fazit
In diesem Artikel
Radeon R9 Nano: Die Testbedingungen
Bereits beim ersten Ausprobieren wurde uns klar, dass die Nano keinen "typischen" Boost-Takt aufweist. In unterschiedlichen Spielen bei ansonsten gleichen Bedingungen gibt es größere Taktunterschiede, die in diesem Ausmaß bei keiner anderen Grafikkarte zu beobachten sind. Zudem ist die Auflösung ein ziemlich sicherer Garant für veränderte Frequenz: Steigt die Pixelmenge, sinkt der Kerntakt. In Full HD liegen gerne 950 MHz und sogar mehr an, in 1440p sind es meistens immer noch gut 900 MHz, erst in Ultra HD sinkt die GPU häufig auf unter 900 MHz. Dieses Verhalten liegt an der besseren Auslastung in höheren Auflösungen: In Full HD liegen einige Shadereinheiten brach, wodurch weniger Strom verbraucht wird, sodass das Power-Target Spielraum für einen höheren Takt hat. Randnotiz: Das von AMD derzeit beworbene Asynchronous Compute zur besseren GPU-Auslastung unter Direct X 12 führt im Falle der Nano daher mit Gewissheit zu Taktsenkungen.
Quelle: PC Games Hardware
Der Unterbau unseres Mini-ITX-System mit der R9 Nano
Um dem speziellen Boostverhalten (eigentlich: der lastabhängigen Drosselung) gerecht zu werden, haben wir die Nano in jedem Spiel in 1080p, 1440p und 2160p aufheizen lassen und dann den GPU-Takt pro Auflösung ermittelt. Diese Werte geteilt durch drei ergibt den Taktmittelwert, welchen wir für die Benchmarks pro Spiel für alle Auflösungen forciert haben. Dafür bedienen wir uns Bordmitteln: Im Catalyst Control Center lassen sich der Takt per Offset und das Powertune-Limit einstellen. Entsprechend des mittleren Takts ziehen wir vom Bestfall-Boost, 1.000 MHz, zwischen 0,5 und 10 Prozent ab und setzen außerdem das Verbrauchslimit auf +50 Prozent, damit die Karte diesen mittleren Takt auch wirklich hält. Mit letzterer Einstellung kann man die Nano übrigens zuverlässig zu 1.000 MHz überreden, jedoch nur mit ebenfalls heraufgesetzter Belüftung, da die Karte durch die höhere Leistungsaufnahme schneller und öfter an ihre Temperaturgrenze rennt.
Darüber hinaus haben wir die Nano in einem Mini-ITX-Gehäuse ohne Belüftung getestet, um zu sehen, wie sich Mini-Fiji im Worst-Case verhält. Eigentlich hatten wir das auch mit der Asus GTX 970 Direct CU Mini als direkten Vergleich vor, allerdings ist die wenige Millimeter zu hoch für das genutzte Chieftec BT-04B-U3. Damit haben wir unbeabsichtigte Bestätigung dafür, dass die Nano in einer ganz eigenen Liga spielt. Kurzum: Einen rudimentären Luftstrom mit mindestens einem oder zwei Lüfter braucht die Nano. Steht die Luft still, fängt sie nach kurzer Zeit an, ins Temperaturlimit zu rennen, ein gedrosselter Takt und dadurch wiederum niedrigere Fps-Raten sind die Folge. Sobald die Abwärme aus dem Gehäuse abgeführt wird, fühlt sich die Nano wohl. Unsere Tests belegen: Wer die Nano in ein stickiges, enges Gehäuse presst, muss mit bis zu 4,6 Sone Lautheit und auf 850 MHz gedrosselten Taktraten rechnen.
Radeon R9 Nano: Das neue PCGH-Testsystem und der neue Parcours
PC Games Hardware testet Grafikkarten und Spiele seit wenigen Wochen auf Basis neuer Testrechner: Wir wechseln vom Core i7-4790K (Haswell) und 2 × 4 GiByte DDR3-RAM auf Intels aktuelle Skylake-Architektur mit 2 × 8 GiByte DDR4-RAM. Auf einem Asus Maximus VIII Hero sitzt ein auf 4,5 GHz übertakteter Core i7-6700K mit 4 physikalischen Kernen und dank Hyperthreading/SMT acht Threads. Der insgesamt 16 GiByte große DDR4-RAM mit einer Geschwindigkeit von 2.800 MHz bietet genügend Puffer für aktuelle Spiele. Außerdem setzen wir nun standardmäßig auf Windows 10 x64. Die komplette Abhandlung des neuen Grafikkarten-Testsystems inklusive des überarbeiteten Parcours lesen Sie Anfang Oktober in der Jubiläums-PCGH 11/2015.
An dieser Stelle finden Sie bereits 10 der 15 frischen Spieletests in drei Auflösungen vor. Alle Werte sind brandneu und entstanden mit den jeweils aktuellen Grafiktreibern unter Windows 10 in der 64-Bit-Edition. Beachten Sie, dass wir bewusst auf Gameworks-Effekte verzichten. Wie immer können Sie im Drop-Down-Menü die Auflösungen 1080p, 1440p sowie 2160p auswählen. Ein Klick auf die Durchschnitts- oder minimalen Fps am unteren Rand sortiert die Ergebnisse erneut oder nach Ihrem Wunsch. Per Mouse-Over werden die prozentualen Unterschiede der jeweiligen Balken angezeigt.
Das war der Vergleich mit "ausgewachsenen" Grafikkarten. Doch wie schlägt sich AMDs Edelzwerg innerhalb seiner Größenklasse? Das klären wir anhand der drei schnellsten, wenn auch stark unterschiedlichen ITX-Grafikkarten:
Das sich in noch in einer Pre-Beta-Version befindliche Strategiespiel Ashes of the Singularity ist der erste wirkliche Spieletitel, der bereits Direct X 12 unterstützt. Auch ein Direct-X-11-Pfad existiert, daher bietet sich dieser Benchmark an, die Performance zwischen den APIs zu vergleichen. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass weder das Spiel noch die Optimierungen durch die jeweiligen Grafikkartentreiber final sind. Wir verzichten auf Messungen mit der aktuellen Build 0.50.113, da diese nach unseren Informationen Probleme mit Nvidia-Grafikkarten verursachen könnte, welche die Performance unter Direct X 12 gegenüber der Testversion 0.49.11920 um bis zu ein Drittel einbrechen lassen kann. Auffällig ist in jedem Fall, dass der neue Catalyst-Treiber 15.8 die Leistung der Radeons unter Direct X 11 massiv verbessert.
Radeon R9 Nano: Messergebnisse und neuer PCGH-Leistungsindex
Quelle: PC Games Hardware
Die R9 Nano (oben) im Vergleich zur Asus GTX 970 Mini (Mitte) und R9 Fury X (unten)
Die Ergebnisse der Radeon R9 Nano haben uns etwas überrascht. Gingen wir ursprünglich von einem Takt nahe 800 MHz aus, hatten wir eine Performance etwas über der Geforce GTX 970 erwartet. Tatsächlich kann sich die Nano mit ihren 910 MHz - das ist besagter Mittelwert in unseren 15 Testspielen mit drei Auflösungen im Freiluftaufbau - sogar mit der GTX 980 und Fury Non-X messen. Fiji behält wegen des verhältnismäßig schwachen Front-Ends seine Stärke in hohen und Schwäche in niedrigen Auflösungen bei. In Ultra HD kann sich die Nano um über acht Prozentpunkte innerhalb des neuen PCGH-Index von der GTX 980 absetzen (84,2 vs. 75,9), in 1440p immerhin noch um gut vier (81,8 vs. 77,4), einzig in Full HD ist die GTX 980 gemittelt flotter (79,1 vs. 80,9). Insgesamt kommt die Nano auf einen Index-Wert von 81,0 und die GTX 980 auf 78,8. Die beschnittene Fury mit 81,8 Prozentpunkten wird fast erreicht.
Radeon R9 Nano: Fazit
Quelle: PC Games Hardware
AMD Radeon R9 Nano: Top-Technik
Klein, smart, attraktiv: AMDs Radeon R9 Nano hinterlässt einen positiven Eindruck und ist der wahre HBM-Showcase. Der oft zu lesende Spruch "Klein, aber oho" trifft auf die Karte wie auf keine andere zu, denn man sieht dem 15,3-Zentimeter-Winzling nicht an, dass er in der Oberklasse mitspielt. Unter der Haube steckt kompakte Hochtechnologie, die es in dieser Form noch nie gab. AMDs vollmundige Versprechungen hinsichtlich der Energieeffizienz treffen zu, das ist sowohl hör- als auch messbar - eine (bis zu) 325-Watt-Grafikkarte wie die Fury X wäre mit einem derart kompakten, einfach belüfteten Kühler nicht ohne Hörsturz zu bändigen.
Absolute Silent-Fetischisten werden mit der Nano trotzdem nicht glücklich - hier werden Custom-Designs zeigen müssen, was sie können -, nichtsdestotrotz ist sie ein gelungenes Gesamtprodukt. Im Mini-Format bekommt man derzeit keine schnellere Grafikkarte, ab 1440p spielt die Nano in der obersten Leistungsliga mit. Stark übertaktete Custom-Designs der GTX 980 Ti oder eine manuell hochgezüchtete GTX Titan X vermag sie nicht zu erreichen, das war aber auch nicht zu erwarten und soll sie in dieser Form auch nicht.
Wer sich also ein möglichst kompaktes Mini-ITX-System bauen möchte, ohne Kompromisse bei der Spieleleistung zu machen, erhält mit der Nano das bestmögliche Produkt. Interessenten sind allerdings gut beraten, dort mindestens einen oder zwei Lüfter für einen rudimentären Luftstrom zu verwenden. Am Ende könnte AMD einzig der Preis einen Strich durch die Rechnung machen
- die nicht ganz so kleinen, nicht ganz so schnellen Mini-Versionen der Geforce GTX 970 kosten fast die Hälfte. Das gesunde Performance-Plus der Nano und die konkurrenzlos kurzen Ausmaße können den Preis rechtfertigen, sofern genau diese Fähigkeiten gefragt sind. Am Ende wird AMD wohl einfach nicht viel tiefer mit dem Preis gehen können, wenn man die Produktionskosten für die große GPU, den neuen HBM und das Zusammenfügen auf dem Interposer bedenkt.
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r9 nano | BPM Power
Echt Wucht wie "billig" die Karten bei uns in Italien sind!
Fury um 523 Euro , Nano 609 Euro!
nach meinem Empfinden (60Hz-Monitor) läuft Battlefield erst mit 140-200 FPS wirklich flüssig und stabil.
Ich sollte mal den alten Röhrenmonitor dranhängen und die Details runterstellen wie damals in Quake 3 (und dann alles weghauen).
Wenns dann aber wieder Ruckelt wegen der Microlags hilft mir das alles nichts (auch wenns in dem Fall nicht BF4 ist, dann halt das nächste BF oder was auch immer.
nach meinem Empfinden (60Hz-Monitor) läuft Battlefield erst mit 140-200 FPS wirklich flüssig und stabil.
Aja, bis vor einigen Wochen stürtzte BF4 alle 2-3 Maps mal ab, Speicher überlaufen. Bug im Radeon Treiber der erst nach Jahren gefixt wurde. 15.7er oder welcher Treiber es nochmal war.
Ich will mich diesmal halt gut einlesen und informieren bevor ich kaufe.
Ich muss mich von diversen AMD Fans (s. Unten) nicht mundtot schlagen lassen, weil ich ein 600€ Investment vorher plane und recherchiere.
Also solltest du vielleich die FUD Kampagne mal zurückfahren.
Letztes Jahr hast du in jedem Thread über die ach so schlechten AMD Treiber gespammt und jetzt sind die Frametimes dein neues Thema.http://extreme.pcgameshardware.de/images/smilies/rolleyes4.gif
Und weil ich immer wieder auf Treiberbugs stoße, die manche Spiele unspielbar machen(etwa BF4), oder frech erlogene Werbeaussagen "Prozessor schafft BD3D" (Ilano) die deshalb nicht stimmen, weil ein bei AMD bekannter Treiberbug das verhindert, oder weil der Büropc in 30 Minuten-Abständen abstürtzt wegen eines Treiberbugs...
Das darf ich dann nicht erwähnen, ich muss immer wieder AMD als glorreichen Wohltäter unterstützten?
Deine ständigen Unterstellungen (FUD Kampagne) kannst du mal lassen, nicht umsonst bist du so regelmäßig gebannt. Kannst einfach nur auf persönlicher Ebene provozieren, von einer sachlichen Diskussion muss man bei dir meist absehen. Schade, grad vor 1-2 Wochen hab' ich mich noch über eine eben solche Diskussion mit dir gefreut und habe eine Entwicklung gesehen in dir - aber hab' mich wohl getäuscht.
Du hast gesagt du wärst täglich bei 20 Seiten + unterwegs und ich frage mich wieso du dir nicht nen anständigen Überblick über die Frametimes verschafft hast.
Und da sehe ich zwischen einer GTX 970 Mini und der Nano überhaupt keinen Unterschied über mehrere Tests.
Dann warte ich halt. Natürlich liegts wohl daran, dass 4GB Speicher für manche Szenarien wenig sind, und der Treiber versucht das über die Bandbreite auszugleichen, alles schnell nachzuladen.
In dem Fall ist die Technologie halt noch nicht ausgereift und ich warte auf die 8 oder 16 GB Variante der 14/16nm Chips nächstes Jahr.
Aber als potentieller Käufer eines 600€ Pixelbeschleunigers (Führerscheinanfänger kaufen sich um das Geld ein AUTO), würde ich doch gerne eine Karte kaufen, die am Anfang und auch die nächsten 1-2 Jahre keine Probleme macht.
Ich denke das ist mein RECHT, als Kunde, mich vorher zu informieren. Ich denke es ist der SINN, in einem Diskussionsforum diesbezüglich mehrere Meinungen und Sichtweisen einzufragen, und ich denke es ist eine FRECHHEIT, dass du mir eine FUD Kampagne unterstellst, weil ich meine Bedenken über ein Investment äußere, anstatt sachlich zu formulieren und zu sagen: ok jetzt habe ich die Links angesehen, du hast recht, eine Highendkarte um das Geld, als diese die Fury/Nano dargestellt wird, sollte solche Probleme nicht haben und Tester sollten drauf hinweisen.
Dass ich angesichts des nachweislich schlechteren Developersupports, diverser kleiner Treiberproblemchen, Geld und vielleicht in Zukunft Supportmangel bei AMD immer noch eine AMD Karte bevorzuge, sollte dir doch endlich mal Argument genug sein, mir nicht ständig Worte in den Mund zu legen, die ich so nie sagte oder meinte.
Seit 2000 bzw 2001 nur ATI/AMD Karten gekauft, 2000-2008 nur AMD Prozessoren. Ich bin ganz leicht pro AMD, aber ich bin realistisch... und sehr vorsichtig/skeptisch. Der kleinste Kritikpunkt wird bei mir auf die Goldwaage gelegt.
Aja: in der Arbeit verwende ich auch Nvidia und Intel Grafikchips, ich habe also den direkten Vergleich.
Ich hasse, dass mir ständig Anti-AMD FUD blabla unterstellt wird, wenn ich in diesen Verein schon 1000e Euro "investiert" habe.
Das wird die Nao mit dem "Speicherkrüppel" GTX 970 direkt verglichen und die Frametimes der 970 sind besser.
Also hör auf zu erzählen es läge am VRAM.
Man bringt einen Link zu einem unabhängigen Test, der genau das widerlegt, was sie gerade gesagt haben, und dennoch wird das irgendwie verneint.
Hier liegt ganz klar der Vergleich der (Mittelklassekarte) "Speicherkrüppel" (wie sie von AMD Fans gerne genannt wird) 970 mit der Nano vor. Die 970 schlägt sich wesentlich besser. Obwohl "Speicherkrüppel". Nein, die Performanec ist nicht höher, aber sie ist Konsistenter. Man weiß eher woran man ist.
Die Nano, hat beim FPS Balken super Werte, aber das ist ja eigentlich eine Täuschung: die Microruckler sorgen dafür, dass in manchen Spielen (ja, nicht allen, aber neuen, fordernden wie etwa GTA5) der Spielfluss gestört wird.
Das ist jetzt nunmal FAKT. Die Frage meinerseits: 1)Tritt es in allen Tests auf (PCGH bitte mal messen) 2) kann man bei AMD nachfragen, was der technische Grund ist und ob man es lösen kann in Zukunft.
VORHER kaufe ich das Ding halt nicht und warte lieber bis nächstes Jahr.
Dass es am Speicher liegt, kann ich mir aufgrund der 970 eben kaum vorstellen, die hat nichtmal die Hälfte der Bandbreite/Speichergeschwindigkeit, sowie weniger Speicher. Das ist ein Treiberproblem oder ein Technologieproblem. Und das gehört GEKLÄRT.
Haut mich bitte keiner Mundtot, weil ich Aufklärung will.
Edit: 700€ (lieferbar) sehe ich grad' nicht 600 €. Die 970er kostet lieferbar ab 320€
Bezüglich der Mini-ITX Diskussion wollte ich noch anmerken, dass die Karte schon interessant ist für meinen Fractal Design Node 304, aber da würde auch eine "normale" Karte reinpassen. Richtig Spannend sind solche Karten ja nur im 1L Würfel, aber dafür ist die Karte wieder zu groß.
Zumal es immer noch der Markt entscheidet. Als AMDs APUs vorgestellt wurden war man auch der Meinung es gibt einen Markt dafür.
Aber wer braucht (übertrieben jetzt) schwache CPU Leistung und eine vergleichsweise starke GPU auf einem Chip? Wo ist dieser Markt der "Gamer auf dem Netbook"?
Ich denke nicht, dass AMD mit einer 700€ kleinstkarte einen großen Markt aufmacht. Leute die Mini-ITX Gehäuse haben, suchen meist gar nicht sooo nach Highendkarten (die mehr Kosten als die restliche Konfiguration zusammen).