Vega-Nachfolger Navi: Angeblich nur eine Mainstream-GPU von AMD
Anders als bei Polaris (GCN Gen 4) und Vega (GCN Gen 5) soll die sechste Iteration des Graphics Core Next alias Navi nur in Form eines einzelnen Grafikchips daherkommen. AMD wolle mit der GPU - mutmaßlich Navi 10 - den Mainstream abgrasen. Die Performance soll sich auf dem Niveau einer Geforce GTX 1080 befinden.
Voraussichtlich im kommenden Jahr wird AMD den ersten Grafikchip seiner sechsten GCN-Generation Navi vorstellen. Bleibt AMD bei seiner Nomenklatur, wird die erste GPU Navi 10 heißen. Die Webseite fudzilla.com möchte in Erfahrung gebracht haben, dass es bei dieser einen GPU in der Navi-Familie bleiben könnte. Der Chiphersteller verfolge ähnliche Pläne wie bei Polaris 10: Den Mainstream als wichtigsten Markt bedienen, während das High-End-Segment an die Konkurrenz gehen werde.
Die Leistung soll auf dem Niveau von Vega 10 (Radeon RX Vega 64, RX Vega 56) beziehungsweise der Geforce GTX 1080 liegen. Dank 7-Nanometer-Fertigung und überarbeiteter Architektur ist allerdings eine höhere Effizienz zu erwarten. Laut fudzilla.com werde AMD erst mit dem Navi-Nachfolger (Codename unbekannt) ab 2020 neue High-End-Grafikkarten veröffentlichen können. Die neue Leitung der Radeon Technologies Group in Form von David Wang und Mike Rayfield arbeite "definitiv hart an Anpassungen der Roadmaps".
Auf seinen öffentlichen Roadmaps nennt AMD seit 2016 Navi mit den Kernpunkten Skalierbarkeit und Next-Gen-Speicher. Skalierbarkeit wurde bislang in zwei Richtungen interpretiert: Änderungen an der Architektur, um die Leistung größerer GCN-GPUs besser auf die Straße zu bringen, das Design also nach oben hin zu skalieren. Je mehr Shader AMDs GPUs haben, desto geringer fällt das Leistungsplus aus, wobei vier Shader-Engines mit insgesamt 4.096 ALUs zurzeit noch das Maximum darstellen. Die zweite Interpretation sollte der heilige Gral im Grafikkartenmarkt darstellen: Mehrere Grafikchips so aneinander anbinden, dass sie sich wie eine große GPU verhalten, zum Beispiel über einen Interposer. Es hat allerdings seine Gründe, warum das bislang noch kein Chiphersteller geschafft hat. Zumindest fudzilla.com weckt nicht den Eindruck, als käme ein solches Konzept mit Navi. Auf den aktuellen Roadmaps nennt AMD neben den Codenamen nur noch die Strukturbreiten und keine Kernmerkmale mehr.

Intel, was ungleich mehr Geld hat, macht es ja gerade vor was man statt dessen lieber hätte machen sollen.
AMD hätte einfach nur eine strategische Partnerschaft eingehen können, wie aktuell Intel mit AMD.
Damit hätte man auch APUs, Konsolenchips, u.s.w. umsetzen können.
Hauptsächlich geschwächt hat AMD das man im Kerngeschäft, CPUs, fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden war.
Und jetzt verdient AMD auch wieder halbwegs gut mit Ryzen.
Für uns Kunden war das eher ärgerlich das ATI nicht mehr selbstständig war.
Seit dem ist deutlich weniger Geld in die Entwicklung der GPUs geflossen, so dass der Rest ATI immer mehr an Boden gegenüber Nvidia verloren hat.
Der GPU-Markt sähe heute mit einem selbstständigen ATI ganz anders aus.
Unterm Strich hat AMD ATI damals viel zu teuer eingekauft, und bis heute nicht dass Geld dafür wieder eingenommen.
Dafür hatte man die letzten Geldreserven genutzt, und es dauerte fast 10 Jahre bis man wieder eine konkurrenzfähige CPU-Architekur entwickeln konnte.
Statt dessen hat man das Rest ATI so herunter gewirtschaftet, dass Nvidia fast einen Vorsprung von 2 Generationen hat.
Dazu das verfrühte Setzen auf HBM und andere Probleme.
Die ARM-Geschichte könnte nach wie vor interessant für AMD werden.
Das ist zwar nur ein kleiner Nischenmarkt im Server-Bereich, aber durchaus lukrativ.
Cavium und Marvell erwirtschaften allein zusammen über 3 Milliarden US$ damit.
Ubernahme: Marvell kauft Cavium fur 6 Milliarden US-Dollar - Golem.de
Und du hast Recht, für den Konsumer-Bereich war HBM zu früh eingesetzt, aber nicht im profesionellen Bereich.
Bis heute hatte da Nvidia keine Probleme mit HBM 2.
Locuza hat sich einmal die Mühe gemacht darzustellen was die Probleme bei Vega sein könnten:
Radeon 2018: AMD hält Erwartungen an Vega und Polaris niedrig
Navi wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ein überarbeitetes Vega Design werden.
Erst nach Navi kann man mit einer neuen GPU-Architektur rechnen.
Und bis dahin dominiert Nvidia weiter den Markt, leider.
Bei Mainboards bleiben Layouts oft gleich weil man sonst neu Planen müsste. Vieles kann man ja übernehmen. Allerdings sind gerade Laptopmainboards oft suboptimal gebaut weil zu wenig Planung reingeht und wenig Aufwand zwischen den Generationen betrieben wird. Es gibt Hersteller denen das seltener passiert (Asus zum Beispiel) und andere bei denen das durchaus öfter vorkommt. Es gibt leider sehr viele sehr räudige Laptops.
Wenn man das gleiche Mainboard nimmt, sicherlich. Aber plane ich eine Laptop-Serie ohne dGPU, entwickel ich das Mainboard auch entsprechend
Fiji, die Polaris-Reihe und auch Vega10 dagegen sind praktisch Chips ohne spezifische HPC-Features.
Es gibt keine hohe FP64-Leistung oder ECC-Bits für den internen SRAM, ebenso wenig irgendein spezieller Interconnect wie NvLink oder zukünftig auch bei AMD xGMI.
Maximal der HBCC und Double-Rate FP16 sind etwas speziell, aber das macht den Kohl echt nicht fett.