AMDs Radeon Technologies Group hat zwei neue erfahrene Leiter
Zwei neue Senior Vice Presidents übernehmen die Nachfolge von Raja Koduri und leiten künftig AMDs Radeon Technologies Group. David Wang wird die technische Führung zuteil, wohingegen Mike Rayfield die finanzielle Seite übernimmt. Wang war bereits vom R300 bis Tahiti an AMDs GPU-Entwicklung beteiligt und kennt sich dementsprechend mit den Designs aus.
Anfang November hat Raja Koduri AMD verlassen, um die GPU-Entwicklung bei Intel voranzutreiben. AMD-CEO Lisa Su übernahm vorübergehend die Leitung der Grafiksparte Radeon Technologies Group, die Koduri 2015 aus der Taufe gehoben hatte. Inzwischen hat der Chiphersteller eine neue Leitung gefunden, die nunmehr aus einer Doppelspitze besteht. David Wang fängt als Senior Vice President of Engineering an, Mike Rayfield fungiert als Senior Vice President und General Manager der Radeon Technologies Group. Beide berichten direkt an Lisa Su.
Wang war vor der Jahrtausendwende bei Artx beschäftigt, das 2000 von Ati übernommen wurde, das AMD wiederum 2006 aufgekauft hat. Als Ingenieur war er folglich an den GPU-Designs vom erfolgreichen R300 (Radeon 9700 [Pro]) bis zum ersten Graphics-Core-Next-Ableger Tahiti (HD 79x0, R9 280[X]) beteiligt. Zuletzt arbeitete Wang als Senior Vice President bei Synaptics. Laut AMDs Pressemitteilung wird er die technische Leitung übernehmen und direkt an den GPU-Architekturen arbeiten, aber auch die Treiberentwicklung verantworten. Seine ersten großen Aufgaben werden die Fertigstellung von Vega in 7 nm und dem Nachfolger Navi.
Rayfield übernimmt den finanziellen Teil der RTG. Er war bisher weniger in die GPU-Entwicklung als in den Ausbau von Business-Einheiten eingebunden. Von 2005 bis 2012 verantwortete er als General Manager Nvidias Mobile Business Unit rund um die Tegra-SoCs. Danach wechselte er zu Micron, wo er ebenfalls als SVP und General Manager die Mobile Business Unit rund um die Smartphone-Speicherlösungen leitete. Während Wang 25 Jahre auf dem Erfahrungskonto hat, sind es bei Rayfield 30.
In seiner Pressemitteilung erwähnt AMD beiläufig, dass die Semi-Custom-Sparte unter die RTG gestellt wird. Die Webseite anandtech.com, der eine AMD-Präsentation zur Verfügung steht, führt aus, dass die Sparte hauptsächlich Rayfield unterstellt werde. Während AMD seine Semi-Custom-Chips universell aufstellen wollte, waren Konsolenhersteller, vorrangig Microsoft und Sony, immer die Hauptabnehmer. Die Eingliederung in die Radeon-Sparte erscheint da nur logisch. Bislang gehörte die Semi-Custom-Sparte zur Enterprise & Embedded Group, die zur Datacenter and Embedded Solutions Business Group umbenannt worden sei. AMD habe angedeutet, dass die Entwicklungs- und Forschungsgelder der RTG erhöht worden sein sollen.

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Die TeraScale-GPUs mit der VLIW-ISA waren sehr schwer effizient auszulasten, deswegen wollte ja AMD gleich bei der ATi-Übernahme wieder davon weg.
AMD macht genau die Fehler, die NV vor der 600er Reihe auch gemacht hat. Verkehrte Welt!
Falsch, der Kunde bestimmt.
Nvidia hat hier alles richtig gemacht, so ehrlich muss man mal sein. Also Ökonomisch gesehen.
Sie haben nur kleinere Chips gebraucht, um mit der Konkurrenz mitzuhalten, aber hatten ja noch die Möglichkeit trotzdem nen größeren aufzulegen. Was also tun? Nur die kleinen aufzulegen, oder doch das technisch maximale rausholen und einfach mal "probieren" ob ein Markt dafür existiert? Das hat man dann auch gemacht und Zack gabs Rekordgewinne. Der Markt hat reagiert.
Nvidia ist hier, und das muss ich als ewiger Kritiker zugeben, nicht viel vorzuwerfen. Der mangelnde Konkurrenzkampf hat ihnen etwas ermöglicht und sie haben zugegriffen. Und der Kunde auch. Und nun haben wir den Salat.
Hoffentlich können die beiden neuen Mitarbeiter bei AMD dem Vega das Stromsaufen abgewöhnen. Dann wäre es eine rundum tolle Grafikkarte.