iPhone 15 Pro (Max): Apple mit zu langsamen USB-C-Ladekabel, Kunden stört es offenbar nicht
Apple liefert beim iPhone 15 Pro und Pro Max ein langsames USB-C-Ladekabel mit, das die Datenübertragungsraten künstlich beschneidet. Trotzdem verkaufen sich die teuren Modelle offenbar sehr gut.
Wie bereits bekannt ist, nutzen nur das iPhone 15 Pro und Pro Max den schnelleren USB-3.2-Gen-2-Übertragungsstandard. Doch das mitgelieferte Ladekabel ist dafür nicht ausgelegt, sodass man zum Kauf des Smartphones ein zusätzliches Kabel braucht, wenn man die höhere Geschwindigkeit auch nutzen möchte. Das scheint die Käufer aber nicht abzuhalten, gerade die Pro-Serie fleißig zu bestellen. Je nach Modell und Farbe liegen die Lieferzeiten schon bei Mitte November, wie im Fall des iPhone 15 Pro Max in Titan Natur und Titan Weiß. Das normale iPhone 15 ist deutlich früher zu haben.
Kabelkauf ist sinnvoll
Alle vier neuen iPhone-15-Modelle nutzen erstmals USB-C statt Lightning. Doch wie PCGH bereits geschrieben hat, gibt es gewaltige Unterschiede bei den erzielbaren Übertragungsraten zwischen iPhone und Ziel-Rechner. Während iPhone 15 und 15 Plus noch auf USB 2 mit 480 MBit/s setzen, nutzen nur iPhone 15 Pro und Pro Max die 10 GBit/s von USB 3.2 Gen 2. Der Pferdefuß daran: Das mitgelieferte Ladekabel ist in allen Fällen nur USB-2-fähig, schafft also maximal 480 MBit/s und damit die alte Lightning-Übertragungsrate. Selbst bei einem iPhone 15 Pro Max mit 1 TB, das fast 2.000 Euro kostet, bekommt man also aus Sicht der möglichen Datenübertragungsrate ein minderwertiges Kabel.
Natürlich ist die Investition in ein besseres USB-C-Kabel aus finanzieller Sicht das kleinere Problem, allerdings ist Apples Entscheidung hier kaum nachvollziehbar. Zumal Apples Kabel generell sehr viel teurer sind als Fremdprodukte. Um bei einem iPhone 15 Pro (Max) mit voller Geschwindigkeit zu übertragen, braucht es ein Thunderbolt-4-Kabel mit USB-C, das bei Apple schon 80 Euro kostet - bei einem Meter Länge. 1,8 Meter kosten 149 Euro und drei Meter dann 179 Euro.
Wer sich ein passendes Kabel oder ein USB-C-Ladegerät von Fremdanbietern kaufen möchte, wird aktuell teilweise mit Warnungen konfrontiert. Die New York Times (Paywall, via Businessinsider) zitiert die Aussagen der Inhaberin einer Reparaturwerkstatt, die vor fehlerhaften Ladegeräten warnt und das Made-for-iPhone-Siegel ins Spiel bringt, das zumindest für die Umsetzung bestimmter Sicherheitsvorschriften von Apple sorgt. Geräte von Amazon Basics oder Otterbox tragen den MFI-Hinweis.
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Das 45 Watt Samsung Netzteil braucht tatsächlich ein passendes Kabel.
Für das 25 Watt Netzteil reicht das Kabel aber problemlos.
Wie laden Apple Nutzer dann ihre Handys? Immer direkt auf 100%?
Oder hat es nur die langsame Übertragungsrate aber Pd trotzdem an Board?