iPhone 13: Apple holt zusätzliche Zulieferer aus China ins Boot
Apple setzt bei der Produktion des neuen iPhone 13 offenbar verstärkt auf chinesische Zulieferer. Das berichtet die Redaktion von Nikkei Asia mit Bezug auf interne Quellen.
Apple verlagert offenbar Teile des Ankaufs von Produktionsteilen für das neue iPhone 13 aus Taiwan nach China. Wie die Redaktion der asienfokussierten Tageszeitung Nikkei Asia berichtet, hat das kalifornische Unternehmen zuletzt Lieferaufträge an den chinesischen Elektronikhersteller Luxshare Precision Industry ausgegeben, die zuvor bei deren taiwanesischen Rivalen Foxconn und Pegatron lagen.
Chinesische Zulieferer gewinnen an Bedeutung
Trotz der US-amerikanischen Strafmaßnahmen im Handelskrieg mit China übernehmen chinesische Unternehmen für Apple demzufolge eine zunehmend wichtige Rolle bei der Produktion neuer iPhones. Luxshare soll bis zu drei Prozent der in Summe auf 90 bis 95 Millionen Einheiten des iPhone 13 zusammenbauen - mit Fokus auf das iPhone 13 Pro.
Luxshare ist zwar für Apple kein Unbekannter und liefert seit mehreren Jahren einfache Bauteile für iPhones, allerdings hat der Konzern noch nie vollständige iPhone-Modelle zusammengebaut und an Apple ausgeliefert. Dass das chinesische Unternehmen direkt mit dem iPhone 13 Pro starten wird, gilt deshalb als großer Erfolg für Luxshare und zeigt, welche Bedeutung China als Zuliefererland zukommt.
Die Gründe für Apples Abkehr von Foxconn beschreibt Eric Tseng, Analyst bei Isaiah Research, folgendermaßen:
"Wir glauben, dass Apple seine Produktionsbereiche breiter fächern und die Kosten inmitten der geopolitischen Unsicherheiten kontrollieren muss, die in den kommenden Jahren weiter wachsen werden, wodurch chinesische Zulieferer eine gute Gelegenheit bekommen, ihre Anteile in den Lieferketten zu vergrößern und den Druck auf existierende Zulieferer zu erhöhen."
Die beteiligten Unternehmen wollten die Verschiebung der Produktion nach China nicht näher kommentieren.
Quelle: Nikkei Asia
