iPhone 6s Plus im Test bei Golem.de: Kamera kann nicht überzeugen
Golem hat das iPhone 6s Plus getestet. Insgesamt kommt das Smartphone als Evolution gegenüber dem iPhone 6 Plus gut an, die überarbeitete Kamera als eines der Hauptmerkmale enttäuscht allerdings im Vergleich. Beim 3D Touch werden die Entwickler zeigen müssen, welche Funktionen integriert werden.
Nachdem erste Redaktionen das iPhone 6s bereits testen konnten, haben die Kollegen von Golem unlängst ein iPhone 6s Plus über einen kürzeren Zeitraum zum Testen erhalten. Auf den ersten Blick machen sich da wie auch beim kleineren Bruder äußerlich keine großen Unterschiede bemerkbar. Die minimal größeren Ausmaße fallen, wenn überhaupt, nur im direkten Vergleich auf. Deutlicher wird es allerdings, wenn man das iPhone 6s in die Hand nimmt: Auch ohne direkten Vergleich fühle es sich schwerer an als die Non-S-Version. 192 statt 172 Gramm wiegt der Neuling.
Das Display könne weiterhin überzeugen. Zwar ist es mit 1.920 × 1.080 Pixeln (401 ppi bei 5,5 Zoll) nicht ganz so hoch aufgelöst wie bei der Konkurrenz in dieser Größenklasse, Golem erachtet es aber weiterhin als scharf genug. Zudem wissen Blickwinkelstabilität und Farbwiedergabe zu überzeugen. Das Display unterstützt wie bekannt 3D Touch, also zwei weitere Druckstufen nach dem normalen Tippen. Die Kollegen schließen sich der landläufigen Meinung an: Das Prinzip funktioniere gut, wenn man sich etwas daran gewöhnt hat. Allerdings müsse die Zukunft noch zeigen, wie die Entwickler von Drittanbieter-Apps die Funktion in ihre Software integrieren werden. Ein "Must-Have" sei 3D Touch jetzt noch nicht.
Schlechter sehe es bei der Kamera aus. Trotz der gestiegenen Auflösung von 8 auf 13 Megapixel sollen die Bilder kaum besser werden. Das technisch bedingt höhere Bildrauschen könne bei guten Lichtverhältnissen noch umgangen werden, im Dunklen schlage es aber durch. Gegenüber dem iPhone 6 Plus machten sich beim 6s Plus kaum Verbesserungen bemerkbar. Die Frontkamera hingegen erhalte ein sinnvolles Upgrade von 1,2 auf 5 MP, wodurch "Selfies" laut Golem deutlich besser ausschauten.
Die Leistung des A9-Prozessors halte derweil in etwa, was Apple verspricht. In den Benchmarks ist aktuell kein anderer SoC schneller, der Snapdragon 810 wird sogar im Kaltzustand eines Sony-Tablets, wo er sich wegen der Hitzeentwicklung noch nicht heruntertaktet, weit hinter sich gelassen. Beim Nutzer komme davon allerdings nicht sehr viel an. Der schnellere App-Start sei nur im direkten Vergleich mit dem iPhone 6 Plus bemerkbar, ansonsten habe der A8 auch noch genug Leistung. Größere Vorteile könnte es künftig beim Multitasking geben, dort vor allem auch wegen des doppelt so großen RAMs mit 2 GiByte.
Am Ende lautet Golems Empfehlung wie schon unsere auf Basis anderer Tests: Wer unbedingt das neueste Smartphone haben oder 3D Touch ausprobieren möchte, bekommt mit dem iPhone 6s (Plus) ein grundsolides Gerät. Kann man auf 3D Touch verzichten, bietet sich ein günstigeres iPhone 6 (Plus) an. Übrigens hat die PC Games Hardware auch ein Testmuster des iPhone 6s erhalten; unseren Test des iPhone 6s können Sie bereits nachlesen.
Quelle: Golem

Ansonsten hat doch mittlerweile jedes Chinaphone für 150€ eine so "gute" Kamera, dass man, wenn man wirklich nochmal einen Qualitätssprung machen will, mindestens ne ordentliche richtige Kamera dabei haben muss. IMX214-Einheitsbrei sei dank.
Du hast noch keine Bilder eines iPhone 6/6s gesehen.
Ich würde mir wünschen, dass grundsätzlich mal Smartphones ohne Kamera rauskommen. Dieselbe Technik wie die aktuellen oder kommenden Flaggschiffe, aber ohne Kamera und 100€ günstiger. Würde ich sofort zuschlagen. Ich habe in den ~10 Jahren, in denen ich Handys mit Kamera nutze, sicher kaum mehr als 10 Fotos insgesamt damit aufgenommen...
Ansonsten hat doch mittlerweile jedes Chinaphone für 150€ eine so "gute" Kamera, dass man, wenn man wirklich nochmal einen Qualitätssprung machen will, mindestens ne ordentliche richtige Kamera dabei haben muss. IMX214-Einheitsbrei sei dank.
OMG, die Kamera hält nicht das was sie verspricht, jetzt geht die Welt unter
Mal ehrlich, wer ernsthaft Bilder machen möchte, der kauft kein überteuertes Iphone sondern ne richtige Kamera, welche bessere Ergebnisse für weniger Geld abliefert.
Kommt natürlich immer auf die Tests an. Generell werden Handykameras häufig in gutem Licht getestet und das ganze wird sich dann in Briefmarkengröße angeschaut, anstatt die komplette Kameraauflösung zu werten bei schlechtem Licht (beim 6s wären das also die vollen 13MPx beim 6er die 8 MPx).
Ich gebe schon länger nichts mehr z.B. auf Tests der Connect (Zeitschrift) oder Online Handytestseiten, welche auch nur die Vergleichsbilder in gefühlten 320 Pixel zur Verfügung stellen.
Zudem ist es ein Trugschluss das mehr Megapixel auch bessere Bilder heißt.
Komisch das bei anderen Tests die Kamera merklich bessere Bilder macht als das normale 6er. Das selbe beim Akku- bei manchen schneidet der total schlecht ab, bei anderen besser als der Vorgänger