[26/11/2021] Meine Erwartungen an die Gamescom ... beinhalten Menschenmassen (selbst am Pressetag), unendlich lange Warteschlangen, weniger Informationsgewinn vor Ort als man binnen 30 Minuten online erhalten könnte und außerdem Temperaturen, deren Höhe nur noch von den Getränkepreisen übertroffen wird. Außerdem erwarte ich, dass all dies Kollegen übernehmen, während ich an der Heftabgabe schwitze – auch kein schöner Job, aber allemal besser als die Gamescom. Wieso man da privat hin sollte, war mir schon immer ein Rätsel. Mehrere Stunden An- und Abreise, dreistellige Kosten, einige Stunden Schlange stehen und das alles nur um ein Spiel zu sehen, das genau so auch in Print- und Online-Medien präsentiert wird? Oder mit viel Glück 5 Minuten lang etwas spielen, das eine Woche oder einen Monat später unbegrenzt zu Hause verfügbar ist? Vielleicht bin ich als Angehöriger einer Generation, die frei zugängliche Spiele-Demos noch als Normalität kennengelernt hat, etwas verwöhnt. Aber ich käme nicht einmal auf die Idee, dafür eine IT-Messe aufzusuchen. Die lohnen sich nur in den seltenen Fällen, wo Peripherie-Hersteller etwas Interessantes zum Betrachten und Betatschen ausstellen oder eben professionell, um viele Industrievertreter in kurzer Folge zu treffen. Da tut der Nicht-Besuch dieses Jahr tatsächlich weh – ein Freund aus den Niederlanden ist zum ersten Mal seit Corona und voraussichtlich zum letzten Mal vor der Rente vor Ort, aber ich bin es nicht. :-( (Torsten Vogel)