AMD Ryzen 6000: Benchmarks zu Rembrandt-APUs aufgetaucht, deutlich mehr Grafikleistung
Im Netz sind weitere Benchmarks zu AMDs kommenden Ryzen-6000-APUs aufgetaucht. Die verbaute Grafikeinheit wird demnach deutlich schneller als die der Vorgängergeneration.
Nachdem AMD letzte Woche neue Hersteller-Benchmarks zu den kommenden Ryzen-6000-APUs veröffentlicht hat, sind in den vergangenen Tagen noch weitere Leistungswerte aufgetaucht. Konkret gibt es nun erste Testergebnisse aus China, aus Polen und aus Deutschland, die sich alle auf die GPU-Performance beziehen. Diese ist dabei auch der spannendste Teil bei den Ryzen 6000 (Rembrandt), denn mit diesen APUs setzt AMD erstmals auf RDNA2- statt Vega-Shader. In Ryzen-5-Prozessoren kommen dabei 384 Shader unter dem Namen "Radeon 660M" zum Einsatz, wohingegen Ryzen-7- und Ryzen-9-APUs auf 768 Shader und damit eine "Radeon 680M" setzen.
Leistungssprung bei der GPU
Leistungsdaten zu beiden Varianten liefert dabei der besagte Test aus China, der auf Plattform Zhihu veröffentlicht wurde. Laut den dort präsentierten Werten kann sich ein Ryzen 5 6600H beispielsweise in 3D Mark Fire Strike und Time Spy um 7 bis 19 Prozent vor einen Intel Core i5-12500H setzen. Der Ryzen 7 6800H mit Radeon 680M vergrößert diesen Vorsprung dann noch weiter, dort sind es dann 60 beziehungsweise 88 Prozent Vorsprung. Damit liegt die APU zudem auch ein gutes Stück vor der 2020 vorgestellten Geforce MX450. Womöglich wird der Markt für Einstiegs-Grafikkarten im Notebook durch Rembrandt also in starke Bedrängnis gebracht.
Dafür sprechen auch die weiteren Leistungsdaten aus China: In mehreren getesteten E-Sports- und AAA-Spielen liegt der Ryzen 7 dabei meist auf Augenhöhe oder knapp vor der MX450, und andere Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit sind stets langsamer. Zum Vergleich: Laut dem Test liegt in Spielen schon ein Ryzen 5 6600H stets vor dem Ryzen 9 5900HS - und der Ryzen 7 6800H ist dann noch mal deutlich schneller.
Quelle: Zhihu
Ryzen 6000 vs Geforce MX450
Quelle: Zhihu
Ryzen 6000 vs Ryzen 5000
Ein ähnliches Bild zeigen zudem auch Leistungswerte der polnischen Website Pure PC, die ein Asus ROG Strix G15 (Ryzen 7 6800H) mit einem Asus Zenbook 13 (Ryzen 7 5800U) und einem Asus Vivobook Pro 14X (Intel Core i7-11370H) verglichen haben. Auch hier liegt Rembrandt bei der Gaming-Leistung deutlich vor der Konkurrenz: Oft erreicht der Ryzen 7 6800H grob die doppelte Bildrate des Ryzen 7 5800U, der wiederum meist auf einem Niveau oder etwas schneller ist als der Intel-Prozessor
Passend zum Thema: Ryzen 6000 Mobile: Technische Daten und AMD-Benchmarks zu Rembrandt
Zuletzt gibt es außerdem noch einen kuriosen Benchmark der Website Computerbase, den diese über Twitter geteilt hat. Demnach schafft es ein Ryzen 9 6900HS in 3DMark Port Royal sogar deutlich vor eine mobile Geforce RTX 3050, von der man eigentlich eine wesentlich höhere Performance erwarten würde. Hintergrund für dieses seltsame Ergebnis ist aber nicht die Rechenleistung, sondern mangelnder Grafikspeicher: Die RTX 3050 hat im Notebook nur 4 GB VRAM, und das ist für Port Royal zu wenig. Die Radeon 680M im Ryzen 9 6900H S greift hingegen auf den regulären Arbeitsspeicher zu und hat daher keine derartigen Probleme. In der Praxis wird solches Szenario aber wohl nur vergleichsweise selten auftreten, sodass die RTX 3050 meist deutlich vor der Radeon 680M liegt.
Quelle: Zhihu / Pure PC / Computerbase via Videocardz

Wobei das niedrige Details sind. In den höheren Detailstufen dürften die GTX 1650 und besonders 1060 6GB ordentlich davonziehen.
Mein Arbeitskollege musste sich eingestehen, dass er da einen klaren, überhasteten Fehlkauf getätigt hat.
Oder, um mal ältere High-end GPUs als Vergleich heranzuziehen, in etwa auf Augenhöhe einer R9 290 oder etwas schwächer als die erste Titan. Hätte man mir das damals zu deren Release gesagt, hätte ich den damals wohl für verrückt erklärt.
Und jetzt soll es dann sogar gegen diewesentlich schnelleren GTX 1650 und sogar GTX 1060 gehen?
Beim PC sind dedizierte Grakas die besser Wahl, da man flexibler ist. Kabylake G hat das sehr klar gezeigt.
Desktop dann erst mit Zen 4?
Wenn die wirklich mindestens auf GTX 1050 Ti bis GTX 1660 Niveau sind könnte man die gut für Low-Gaming Rechner empfehlen. Die wären dann bei den Grafikkartenpreisen bestimmt der Renner. Natürlich nicht für Enthusiasten aber für den Otto-Normalverbraucher welcher noch in FHD spielt.