KI-Boom bei Microsoft: Sorgenkind Xbox weiter in der Krise
Microsofts Umsatzzahlen für das zweite Quartal im laufenden Geschäftsjahr zeichnen ein Bild, das sich seit Monaten hartnäckig hält: Während Cloud und KI neue Rekorde aufstellen, strauchelt das Gaming-Geschäft weiterhin.
Microsoft hat am 28. Januar 2026 seine Umsatzzahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 25/26 vorgelegt - und die zeigen dieselben Gesichter, die sich wie ein roter Faden durch das vergangene Jahr ziehen. Während die Cloud- und KI-Sparte Rekordzahlen verbucht, sackt die Gaming-Division weiter ab.
Die zwei Gesichter von Microsoft
So kletterte der Gesamtumsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 25/26 um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar; der Nettogewinn stieg um 60 Prozent auf 38,5 Milliarden US-Dollar. Beide Werte sind im Vergleich zum Vorjahresquartal einzuordnen. Das große Aber: Die Gaming-Sparte verzeichnete im selben Zeitraum einen Umsatzrückgang von 9 Prozent.
- Besonders schlecht entwickelte sich das Hardwaregeschäft: Die Verkäufe der Xbox Series X/S stürzten um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal ab. Auch der Bereich "Content & Services", der den Game Pass und digitale Spieleverkäufe umfasst, sank um 5 Prozent.
- Microsoft selbst begründet den Rückgang mit schwächeren First-Party-Veröffentlichungen im Vergleich zum Vorjahr.
Das Cloud-Geschäft entwickelte sich indes zum Wachstumsmotor. Microsoft Cloud erreichte einen Umsatz von 51,5 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Allein die Azure-Plattform wuchs um 39 Prozent - allerdings hinkt Microsoft hiermit marginal hinter dem Wachstum aus dem Vorjahr hinterher, als Azure um 40 Prozent wuchs. Das leicht verlangsamte Wachstum reicht laut "Der Aktionär" bereits aus, um Verkäufe an der Börse auszulösen.
Die Partnerschaft mit OpenAI entpuppt sich immerhin als Goldgrube: Das KI-Unternehmen verpflichtete sich, Cloud-Dienste im Wert von 250 Milliarden US-Dollar bei Microsoft abzurufen. Diese Zusage macht 45 Prozent der kommerziellen Buchungen aus, die insgesamt um 230 Prozent zulegten.
Microsoft-Erwartungen für die Zukunft
Auch für die Zukunft ist man mit diesem Deal gut gerüstet: Die "Remaining Perfomance Obligation", also der Indikator für zukünftige Umsätze, legte sprunghaft um 110 Prozent auf 625 Milliarden US-Dollar zu. Microsoft verbuchte zudem durch die Umwandlung von OpenAI in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft einen Sonderertrag von knapp 10 Milliarden US-Dollar.
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 prognostiziert Microsoft einen Gesamtumsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden US-Dollar; das Azure-Wachstum soll sich hingegen erneut verlangsamen und hier bei 37 bis 38 Prozent liegen. Zur Gaming-Sparte schweigt das Unternehmen weitgehend - was die zwei Seiten der Microsoft-Münze nur noch weiter verstärken dürfte.
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Quelle: via Insider Gaming


Und dann natürlich das schwache Spiele-Lineup, bei dem man sich fragt: Was machen die eigentlich die ganze Zeit? Eine Handvoll ordentlicher Exclusives ist ein Witz. Und oh, diese Enttäuschungen: Halo Infinite ist gut, aber es lag weit unter den Erwartungen - und dann hat man es fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Andere wichtige Projekte wurden gecancelt (Perfect Dark) oder immer weiter verschoben (Fable, State of Decay). Sie kriegen es einfach nicht mehr hin.
Mit der Entscheidung, die Spiele auch für die PS5 zu veröffentlichen, hat MS meines Erachtens den letzten Sargnagel in ihre Xbox-Produkte eingeschlagen. Ich jedenfalls brauche deshalb meine Xbox nicht mehr.
Ich finde diese Entwicklung wirklich schade. Zu Zeiten der Xbox 360 war Microsoft sehr stark aufgestellt, und der Wettbewerb hat auch Sony sichtbar gutgetan - das hat man später an der PS4 gemerkt. Seitdem die Xbox immer weiter an Bedeutung verloren hat, zeigt sich jetzt bei der PS5 eine deutlich selbstzufriedenere, teils fast elitäre Haltung von Sony
Dieser Boom ist eine Blase, welche von den Firmen und Aktionären gepusht wird mit der Hoffnung auf Payback. Sollen die Tech Firmen sich weiterhin Milliarden hin und her schieben und gigantisch Strom verbraten, mit der Hoffnung auf Erfolg.
Ja K.I wird bleiben für spezifische Dinge, für bequemere Suche oder ein bisschen Komfort. Aber revolutionär ist da nichts und 90% K.I Slop tötet gerade das Internet und Social Media....letzteres ist mir auch egal.
Zum Vergleich eine PS5 hat man ab 350 Euro bekommen die letzten Wochen eine Series X nicht unter 599 Euro. Ich bin Xbox Fan der ersten Stunde aber noch einmal eine Xbox kaufen würde ich nicht. Dann lieber wieder eine Playstation die ich für meinen Teil besser finde als die Series X, die leider nur noch als Staubfänger dient. Die Thematik mit dem Game Pass hat mich dann doch zum umdenken bewegt.
Sony dagegen hat die Chance ausgenutzt und mit den Sale Angeboten über die letzten Jahre die Xbox Verkaufszahlen stark beeinflusst. Wenn dann auch noch Xbox die Pforten mit seinen Spielen öffnet wird man heute noch darüber bei Sony lachen.
Während Cloud und KI neue Rekorde aufstellen, strauchelt das Gaming-Geschäft weiterhin.