XCOM Enemy Unknown im Hands-on-Test: Screenshots und optische Eindrücke aus der Demo
Strategie-Fans können sich mit der via Steam-Download verfügbaren PC-Demo von XCOM Enemy Unknown einen ersten Eindruck vom mehr oder weniger klassischen XCOM-Spielgefühl verschaffen. Außerdem können Sie, wie wir, die Optik-Vorteile der PC-Fassung von Firaxis' Strategiehoffnung genauer unter die Lupe nehmen. PCGH macht den Hands-on-Test.
Laut des Firaxis-Entwicklers Jake Solomon ist einer der Hauptvorteile der PC-Version von XCOM Enemy Unknown eine auf den PC-Spieler angepasste Nutzeroberfläche, bei der deutlich mehr Daten präsentiert werden als beim Konsolenpendant. Außerdem soll das Remake vor allem am PC dank der technischen Möglichkeiten der Plattform dem Original am nächsten kommen. So besitzt die PC-Fassung einerseits eine höheren Gesamtauflösung, die Option, ein Gitter einblenden (Schlachtfeld-Raster) zu können sowie eine andere Kameraperspektive, die den PC-Spieler weiter herauszoomen lässt. Andererseits gibt es noch mehr grafische Extras, die der Konsolenspieler wohl nicht zu Gesicht bekommen wird:
Die mehrstufige Kantenglättung ist eines der Optik-Features, das nur in der PC-Verison vorhanden ist. Wie wir beim Spielen der XCOM-Demo herausfanden, kommt hier sogar MSAA zum Einsatz und zwar in den Stufen 2x MSAA (niedrig), 4x MSAA (mittel) und 8x MSAA (hoch). Allerdings werden in der Demo noch nicht alle Polygonkanten geglättet, hoffentlich behebt Firaxis dieses Manko in der finalen Version noch.
Da von der Konsolenfassung noch keine Demo zur Verfügung steht, können wir nur vermuten, mit welchen weiteren optischen Verbesserungen das PC-Pendant von XCOM Enemy Unknown punkten kann. Einen guten Anhaltspunkt dafür liefert aber der Vergleich der minimale und maximalen Grafikqualität, die sich manuell in Optionsmenü einstellen lässt - lediglich die Änderung beim Schalter "Hintergrundlicht" wird nicht akzeptiert. So verschwindet beim Wechsel von der maximalen zur minimalen Detailstufe das Ambient Occlusion, die Qualität der Beleuchtung, der Effekte wie Hitzeverzerrung oder Rauch und der Texturen nimmt sichtbar ab und auch die Schatten sehen sehr simpel aus. Da die Grafikeinheiten der Konsolen mittlerweile sehr leistungsschwach sind, werden sie wohl mit der Darstellung der Umgebungsverdeckung, der Effekte in der höchsten Qualitätsstufe sowie der aufwendigen Beleuchtung überfordert sein, sodass der Konsolenspieler bei sein XCOM-Variante auf diese Details verzichten muss.
Generell fällt jedoch auch die PC-Optik von XCOM Enemy Unknown nur durchschnittlich aus. Die Texturen sind teils doch schon sehr detailarm und auch alle Objekte sowie die Figuren in den Zwischensequenzen in der Ego Perspektive könnten ein paar Polygone mehr vertragen. Dafür fallen die Hardwareanforderungen nicht nur auf dem Papier moderat aus (siehe unten). Mit unseren auf 3,3 GHz getakteten und auf vier Kerne gedrosselten Phenom II X6 1055T und einer Geforce GTX 460 fiel die Framerate bei der 1.080p-Auflösung und maximal möglichen Details kaum unter 60 Fps. Damit eignet sich das Remake auch für Spieler mit Einsteiger- oder Mittelklasse PC-Systemen.
Wer sich nun fragt, ob die rund 6 GByte große Demo von XCOM Enemy Unknown auch inhaltlich überzeugt, der sei auf die Kollegen von Rock Paper Shotgun verwiesen. Die sagen, dass die Demo nicht wirklich einen Eindruck vom vollen Spiel biete. Dazu seien die Tutorials zu einfach und bieten zu wenig Mitspielmöglichkeiten. Man sollte nicht darauf schließen, dass das komplette Spiel ähnlich abläuft.
Bildergalerie
Zum Schluss noch die auf Steam veröffentlichten Systemvoraussetzungen, die uns nach dem Spielen der Demo als durchaus passend erscheinen:
Minimum:
- Betriebssystem: Windows Vista
- Prozessor: 2 GHz Dual Core
- Arbeitsspeicher: 2 GiB RAM
- Grafikkarte: Nvidia Geforce 8600 GT / ATI Radeon HD 2600 XT oder höher
- DirectX: 9.0
Empfohlen:
- Betriebssystem: Windows 7
- Prozessor: 2 GHz Dual Core (Intel Core 2 Duo 2.4 GHz oder Athlon X2 2.7 GHz)
- Arbeitsspeicher: 4 GiB RAM
- Grafikkarte: Nvidia Geforce 9000 Series / ATI Radeon HD 3000 Series oder höher
- DirectX: 9.0
Hintergrund: In XCOM: Enemy Unknown überwachen die Spieler Kampfstrategien und individuelle Einheitentaktiken sowie Basis-Management und Ressourcen-Einteilung als Kommandant einer geheimen globalen Militärorganisation: XCOM. Die Schwerpunkte von XCOM: Enemy Unknown liegen zu gleichen Teilen bei Strategie und intensiven taktischen Kampfhandlungen, was es den Spielern ermöglicht, das Schicksal der Menschheit bei der Verteidigung gegen eine globale Alien-Invasion zu entscheiden. Der Release-Termin steht auf dem 12. Oktober.
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