Wolfenstein Youngblood im Benchmark-Test: Jetzt mit neuesten Radeon-Treibern [Update]
Jetzt mit neuem Radeon-Treiber aktualisiert: Wolfenstein Youngblood spinnt die Story rund um die "Terror-Familie" Blazkowicz weiter. Diesmal mischen BJs Töchter Jess & Soph im fiktiven Paris der 1980er-Jahre das Regime auf - kooperatives Geballer mit Splatter-Garantie ist die Folge. Die Vulkan-basierte Technik kommt erneut aus dem Hause id Software und orientiert sich stark an Wolfenstein 2. PC Games Hardware prüft, welche Grafikkarten dem jungen Gemüse standhalten und welche nicht.
Update vom 1. August: AMD hat mit der gestern Abend veröffentlichten Radeon Software 19.7.5 das Absturzproblem auf Navi-Grafikkarten adressiert. Der PCGH-Nachtest bestätigt, dass auf Grafikkarten des Typs Radeon RX 5700 und Radeon RX 5700 XT nun absturzfrei durch Germaniens Neu-Paris geballert werden kann. Die Speicherzuteilung ist jedoch nach wie vor suboptimal und die Leistung daher unverändert. Die aktualisierten Benchmarkwerte finden Sie im entsprechenden Abschnitt dieses Artikels. Außerdem haben wir als Bonus weitere Prozessoren durch Wolfenstein Youngblood gescheucht.
Update vom 30. Juli: Wie versprochen haben wir den Techniktest zu Wolfenstein Youngblood ergänzt. Sie finden nun die Ergebnisse weiterer Grafikkarten im entsprechenden Abschnitt, zusammen mit weiteren Ergänzungen. Außerdem haben wir einige Prozessoren vermessen - mit hochinteressanten Ergebnissen. Weitere Tests reichen wir nach, sobald der Raytracing-Patch erschienen ist oder Treiber signifikante Änderungen einführen.
In diesem Artikel
Wolfenstein: Youngblood ist just für den PC und die aktuelle Konsolen-Generation erschienen. Der neueste Teil der beliebten Ballerreihe spielt im Jahr 1980 und damit 19 Jahre nachdem B.J. Blazkowicz die zweite amerikanische Revolution entfachte. Wolfenstein: Youngblood lässt die Spieler die Kontrolle über Blazkowicz' erwachsene Zwillingstöchter Jess und Soph übernehmen, während sie im vom Feind besetzten Paris nach ihrem vermissten Vater B.J. suchen. Das als Koop-Shooter konzipierte Spiel kann auch auch solo angegangen werden, wobei eine KI die Steuerung der jeweiligen Schwester übernimmt. In Deutschland erscheint das Spiel dabei erstmals als Teil der Spielreihe neben Cyberpilot auch mit nationalsozialistischer Symbolik. Wir testen indessen die voll synchronisierte "Deutsche Version".
Welche Hardware braucht Wolfenstein: Youngblood? Der Vorgänger Wolfenstein 2 ist für seine zwei Gesichter bekannt: Einerseits lässt sich das Spiel wunderbar für schwächere Systeme anpassen und läuft dank effizienter Vulkan-Programmierung auf beinahe jedem Prozessor der letzten Jahre flüssig. Andererseits entwickelt das Spiel mit aufgezogenen Details einen immensen Hunger auf Grafikspeicher und dient uns daher seit jeher als Härtetest. Wie es in dieser und anderen Disziplinen um Wolfenstein Youngblood steht, prüft PC Games Hardware im Techniktest. Falls Sie sich für das Gameplay und Spiel als solches interessieren, sei Ihnen der Test unserer Kollegen von der PC Games ans Herz gelegt.
Wolfenstein Youngblood: Bewährte Technik
Wolfenstein Youngblood basiert technisch auf Wolfenstein 2, daraus machen die Entwickler keinen Hehl. Die vorhandene Basis habe geholfen, die Entwicklungszeit zu verkürzen, wenngleich natürlich Verbesserungen eingeflossen seien. Ebenfalls als hilfreich dürfte sich die Kooperation zwischen Machine Games, bekannt für die modernen Wolfenstein-Spiele, und den Schleich-Experten von Arkane, Schöpfer von Dishonored, erwiesen haben. Die Aufteilung eines großen Projekts ist längst üblich in der Branche und wird vor allem von Ubisoft in Perfektion zelebriert, um Mammutwerke wie Assassin's Creed Odyssey in weniger als zehn Jahren zu entwickeln.
Das technische Grundgerüst besteht aus der id Tech 6, in Wolfenstein 2 mit zahlreichen Verbesserungen auf Version 6.5.0 gehievt. Glaubt man der spieleigenen Konsole, weist Wolfenstein Youngblood die gleiche Versionsnummer auf - ebenso die beeindruckende Performance des Vulkan-only-Technikmotors. Wenig überraschend kommen die Blazkowicz-Schwestern in Wolfenstein Youngblood daher ganz nach ihrem Vater. Selbst in einer der anspruchsvollsten Szenen, die wir in den ersten Spielstunden auftreiben konnten - unsere Benchmarkszene "Paris in Flames" -, liefert der Vulkan-Shooter sehr hohe Bildraten. Das gilt gleichermaßen für die Leistung im möglichst scharfen CPU-Limit als auch für die Performance bei maximaler GPU-Last. Genügend Grafikspeicher vorausgesetzt, liegt die Performance bei maximierten Details hoch. Der Renderer nutzte bereits in Wolfenstein 2 mehrere Features, die es erlauben, die Grafikkarte stärker zu belasten. Neben der Mutmaßung, dass die Vulkan-API die CPU-Ausnutzung stark begünstigt, können Sie im Optionsmenü außerdem Asynchronous Compute (AC) und GPU Culling (de-)aktivieren - zwei Features, welche es erlauben, die Grafikkarte potenziell besser auszulasten. Während AC auf unseren Testsystemen stets zu besseren Bildraten führt, kostet GPU Culling im Grafiklimit Leistung. Wie Ihr System reagiert, müssen Sie mithilfe eines kurzen An-Aus-Tests prüfen. Wir testen Wolfenstein Youngblood einstweilen ohne GPU Culling, wie bereits Wolfenstein 2.
Wie wir im eingebetteten Video erläutern, spielt der Prozessor dank effizienter Low(er)-Level-Programmierung kaum eine Rolle - Hauptsache, er ist da und funktioniert. Bereits kleine Vierkern-Chips stemmen Wolfenstein Youngblood, während große Achtkerner zu Bildraten zwischen 300 und 500 Fps in der Lage sind. Diese Gefilde werden unter normalen Umständen jedoch nicht erreicht, da vorher die Grafikkartenleistung ausgeht. Wolfenstein Youngblood ist folglich - wie die Vulkan-befeuerten Kollegen Rage 2 und natürlich Wolfenstein 2 - ein reiner, idealer Grafikkarten-Benchmark.
Wie jedes PC-Spiel, das technisch etwas von sich hält, unterstützt Wolfenstein Youngblood alle gängigen Bildformate (und solche, die selten sind):
Außerdem erlaubt das Grafikmenü zahlreiche Veränderungen des Looks, unter anderem lassen sich Motion Blur und die chromatische Farbverschiebung ausschalten. Und dann gibt es da noch den seit Doom (2016) integrierten Sharpening-Regler, welcher erneut bis 4,0 heraufgesetzt werden kann. Texturen werden sichtbar kontrastreicher - ein Feature, das vor allem in Kombination mit Downsampling aufwertend wirkt:
Apropos Grafikmenü, hier dürfen Sie die Details auch mithilfe einiger Presets regeln. Wir haben die Auswirkungen so gut es geht in einen Bildvergleich gepresst. Pixelgenau geht's in diesem Fall leider nicht, da man für diverse Details stets das Spiel neustarten muss. Trotzdem (und die dynamischen Änderungen im Bild außer Acht gelassen) sieht man gut, dass die höheren Presets viele sichtbare Details erhöhen. Zunächst werden Texurfilterung, Schatten und Level of Detail verbessert, anschließend kommen weitere Spiegelungen und Details hinzu. Stehen alle Regler am Maximum, erstrahlen die Schatten in bestmöglicher Qualität.
Systemanforderungen
Die Systemanforderungen für Wolfenstein Youngblood ähneln denen des Technikverwandten Wolfenstein 2 sehr. Gemäß den Spezifikationen benötigen PC-Spieler für Wolfenstein: Youngblood wmindestens einen AMD FX-8350 oder Ryzen 5 1400 beziehungsweise einen Intel Core i5-3570 oder i7-3770 nebst 8 GiByte Arbeitsspeicher. Wie auch bei Wolfenstein 2: The New Colossus wird zudem mindestens eine Nvidia Geforce GTX 770 mit 4 GiByte Speicher genannt beziehungsweise eine GTX 1650 als aktuelles Pendant oder ein AMD-Äquivalent.Mindestens Windows 7 (64-Bit) und 40 GByte freier Speicherplatz sind ebenso Pflicht. The New Colossus genehmige sich mit 55 GByte etwas mehr Platz. Bei den empfohlenen Systemanforderungen sollten es derweil erneut ein AMD FX-9370 oder ein Ryzen 5 1600X beziehungsweise ein Intel Core i7-4770 mit 16 GiByte Arbeitsspeicher sein, während ein Core i5-3570 nicht mehr dabei ist. Hier nennt Bethesda zudem weiterhin eine Geforce GTX 1060 mit 6 GiByte Speicher als Empfehlung, beziehungsweise die RTX 2060 als neueres Pendant oder ein AMD-Äquivalent.
| Wolfenstein: Youngblood (Minimum) | Wolfenstein: Youngblood (empfohlen) | Wolfenstein 2: The New Colossus - "Can I Play, Daddy?" (niedrige Details, 720p, 60 Fps) | Wolfenstein 2: The New Colossus - "I Am Death Incarnate" (hohe Details, 1080p, 60 Fps) | |
|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD FX-8350 / AMD Ryzen 5 1400 / Intel Core i5-3570 / Intel Core i7-3770 | AMD FX-9370 / AMD Ryzen 5 1600X / Intel Core i5-3570 / Intel Core i7-4770 | AMD FX-8350 / Intel Core i5-3570 / AMD Ryzen 5 1400 / Intel Core i7-3770 oder besser | AMD FX-9370 / AMD Ryzen 5 1400 / Intel Core i5-3570 / Intel Core i7-4770 oder besser |
| GPU | Nvidia Geforce GTX 770 4GB (oder GTX 1650) oder AMD-Äquivalent | Nvidia Geforce GTX 1060 6GB (oder RTX 2060) oder AMD-Äquivalent | Nvidia Geforce GTX 770 4GB / AMD Radeon R9 290 4GB oder besser | Nvidia GTX 1060 6GB / AMD Radeon RX 470 4GB oder besser |
| RAM | 8 GByte | 16 GByte | 8 GByte | 16 GByte |
| OS | Windows 7, 8.1 oder 10 in 64-Bit | Windows 7, 8.1 oder 10 in 64-Bit | Windows 7, 8.1 oder 10 in 64-Bit | Windows 7, 8.1 oder 10 in 64-Bit |
| Speicherplatz | 40 GByte | 40 GByte | 55 GByte | 55 GByte |
Raytracing
Wolfenstein Youngblood ist Teil der Marketing-Maschinerei Nvidias, Käufer einer beliebigen Geforce-RTX-Grafikkarte erhalten das Spiel als Code gratis dazu. Die Hauptidee dabei ist, die Grafik mittels Raytracing-Effekten aufzuwerten, allerdings steht diese Funktion nicht zum Start des Spiels bereit: "Die Entwickler bei Nvidia arbeiten noch immer intensiv daran, um diese Lösung so gut wie möglich für dieses Spiel aussehen zu lassen und das Datum muss noch festgelegt werden. Aber von dem ausgehend, was wir bislang gesehen haben, wird es gut" erklärt Executive Producer Jerk Gustafsson von Machine Games. Nvidia Adaptive Shading (NAS) ist hingegen bereits in Wolfenstein Youngblood implementiert und verhilft Turing-GPUs zu (noch) höheren Bildraten auf Kosten der Bildqualität.

Also dank OC UND schnellerem Ram
Woher kommt das, dass viele Leute glauben schenllerer Ram bringt nur bei AMD bessere Performance? Das war noch nie so.
Ebenes jenes Computerbase hat das sogar schon verglichen und kam zu genau dem eben genannten Ergebnis.
zB.: 7% unterschied bei nen intel 9900k vs amd, kann für viele schon bedeuten: intel b4$h0rt alles weg.