SETI@home: Alien-Suche geht zu Ende - neue Kapazitäten für Coronavirus
Auf der Suche nach außerirdischen Signalen setzte SETI@home seit 1999 auf die Unterstützung hilfsbereiter PC-Besitzer weltweit, doch nun folgt der vorläufige Abschluss. Die Teilnehmer könnten sich daher nun ähnlichen Projekten widmen, wie etwa der teils ebenso gestützten Erforschung des neuartigen Coronavirus.
Am 31. März wird die Alien-Suche SETI@home ("Search for Extra-Terrestrial Intelligence at home") der University of California, Berkeley nach fast 21 Jahren eingestellt. Über die Software des Projekts konnten Teilnehmer in dieser Zeit die Rechenleistung ihrer PCs gemeinschaftlich über das Internet bereitstellen, um riesige Datenmengen von Radioteleskopen nach potenziell außerirdischen Signalen zu durchsuchen, die sich im Rauschen des Weltalls verbergen könnten. Derzeit gibt es noch rund 90.000 aktive User, die sich an der Suche beteiligen.
Aliens konnten im Rahmen von SETI@home zwar nicht ausgemacht werden, die Initiatoren des Projekts zeigen sich aber dennoch zufrieden und beenden das Projekt aufgrund des Abschlusses aller notwendigen Analysen. Angesichts dessen hätte man demnach bereits vor Jahren ein Ende finden können. Andererseits ist aber auch der steigende Aufwand für die Verwaltung der Analysedaten und deren Resultate ein Grund für das Ende. Die Ressourcen des Projekts sollen in Zukunft bei Bedarf aber weiterhin in den Dienst der Wissenschaft gestellt werden. Derweil weisen die Forscher in ihrer Ankündigung darauf hin, dass sich Teilnehmer nun auch ähnlichen Projekten der University of California, Berkeley widmen könnten.
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Denn auch wenn SETI@home jetzt zu Ende geht, sind sogenannte "Volunteer-Computing"-Projekte gerade auch wegen der aktuellen Coronavirus-Pandemie wieder sehr gefragt: So wird beispielsweise die seit einiger Zeit auch für SETI@home genutzte Software-Plattform BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) neben weiteren Projekten auch zur Erforschung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 genutzt. Derweil haben Projekte wie Folding@Home ebenfalls umgesattelt und verzeichnen aktuell großen Andrang, wobei sich auch das dazugehörige PCGH-Team immer über Unterstützer freut.
Quelle: via spiegel.de

Astronomische Erkenntnisse: Kaum. SETI@home war ein sehr einfaches Projekt, dass Daten nur bei ohnehin laufenden Messungen abgegriffen, aber keine eigene Teleskopzeit beansprucht hat. Es konnte also keine Himmelskörper entdecken oder ähnliches, weil nur nach ungewöhnlichen Radiosignalen gesucht wurde. Davon wurde eine Handvoll gefunden, womit SETI aber nur nur neue Fragen aufgestellt und keine Anworten geliefert hat.
Praktische Erkenntnisse: Jede Menge. Ohne SETI@home kein BOINC (und in Verlängerung auch keine anderen distributed Computing Projekte) und damit nicht die Infrastruktur, die jede Menge andere wissenschaftlichen Fortschritte ermöglich hat.
Gab es durch SETI eigentlich irgendwelche nützlichen Ergebnisse?
Ich mein, Aliens hat man natürlich keine gefunden, aber gab es sonst irgendwelche Erkenntnisse?
Also...keine Aliens? Schade...
Na dann, auf zu Neuem!
Bei mir hat auch der 4790K (@4,5 GHz) als er neu raus kam und in meinem Automat werkelte bei SETI echt alles gegeben …
MfG Föhn.
Schade auch, dass keine relevanten Daten gefunden wurden. Wäre ja auch zumindest interessant gewesen.