Recycling: Wissenschaftler nutzen Molkenprotein, um Gold aus Platinen zu extrahieren
In Zeiten des Rohstoffmangels forscht die Wissenschaft immer weiter an Recycling-Lösungen. Nun wurde entdeckt, dass ein Lebensmittelnebenprodukt bei der Wiederverwertung helfen kann.
Wegwerfen, neu kaufen und die Rohstoffe sind dann verloren? Immer mehr Unternehmen setzen sich für Technologien ein, durch die Ressourcen wiederverwendet oder eingespart werden können. Im vergangenen Jahr etwa hat das Europäische Parlament eine neue Verordnung verabschiedet, durch die fest verklebte Akkus ab 2027 verboten werden. Dieser Schritt soll für mehr Nachhaltigkeit bei Smartphones, Laptops und anderen Geräten sorgen. Einen Schritt weiter gehen nun der Wissenschaftler Raffaele Mezzenga vom Department of Health Sciences and Technology und sein Team. Sie haben herausgefunden, dass sich Schwämme aus Molkenproteinen wunderbar für das Recycling eignen.
Nebenerzeugnis soll bei der Wiederverwertung helfen
Die Wissenschaftler entdeckten, dass das Lebensmittelnebenerzeugnis dazu geeignet ist, Gold aus Elektroschrott zurückzugewinnen. Dadurch wird der Recyclingprozess wesentlich einfacher und effizienter. Zudem sind die Energiekosten bei dem Vorgang um die 50-mal niedriger, als wenn Gold auf elektrischem Wege gewonnen wird. Mezzenga und sein Team stellten fest, dass sie mit der Molkenprotein-Methode etwa 450 Milligramm Gold aus zwanzig Mainboards holen können.
Molkenproteine sind ein Nebenprodukt von Milcherzeugnissen, die sich anscheinend außergewöhnlich gut dafür eignen, Metalle aus elektronischen Bauteilen zu extrahieren. Dafür denaturieren die Wissenschaftler rund um Raffaele Mezzenga die Molkenproteine in einem Säurebad unter hohen Temperaturen, bis sich die Substanz in Gel verwandelt. Anschließend wird die Masse getrocknet und in einen Schwamm geformt.
Vor dem Einsatz der Molkenproteine wird auch der Elektroschrott in einem Säurebad vorbereitet und aufgelöst, um die Metalle zu ionisieren. In einem nächsten Schritt wird das Molkeprodukt in das Bad gegeben, wo sich die ionisierten Metalle an den Proteinschwamm heften. Die meisten Metalle könnten so extrahiert werden, so Mezzenga, allerdings klappe dies mit Gold am besten. Um das Metall aus dem Schwamm zu lösen, wird dieser auf eine entsprechende Temperatur erhitzt, bis sich die Goldionen in Flocken verwandeln. Das so extrahierte Gold wurde in einen Klumpen eingeschmolzen, der der zu 91 Prozent aus Gold und zu neun Prozent aus Kupfer bestand, was 22 Karat entspricht.
Quelle: via Tom's Hardware

, nur kommt diese leider etwas spät. Früher hatte man mittels Quecksilber Gold aus Verunreinigungen extrahiert. Jeder weiß oder sollte wissen das Quecksilber hoch giftig ist.
Wissenschaftler nutzen Molkenprotein...
(Ich las in der Überschrift zuerst: "Platin", und war sehr verwundert...
Ich verfolge das Thema schon seit Jahrzehnten, wie mit Bakterien und Pflanzen Schadstoffe abgebaut und Rezykling betrieben werden kann.
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(Ich las in der Überschrift zuerst: "Platin", und war sehr verwundert...
Ich zerlgte ganz viele elektro Geräte und holte durchaus einiges an Gold heraus. Ich bin da wer wo sehr sauber gearbeitet hatte.