Pilze als Datenspeicher: Technisch möglich - aber auch sinnvoll?
Die Ohio State University beschreibt in einem neuen Paper den Einsatz von Shiitake-Pilzen als Datenspeicher. Die technischen Eigenschaften bleiben allerdings deutlich hinter dem Stand der Zeit zurück.
Während die großen Halbleiterkonzerne laufend daran arbeiten, die Eigenschaften von Speicherbausteinen und Rechenwerken weiter zu verbessern, werden in der Grundlagenforschung auch gänzlich andere Ansätze untersucht. Dazu zählt unter anderem auch der Einsatz von Pilzen, um Daten zu verarbeiten oder zu speichern. Mit Blick auf die letztgenannte Fähigkeit wurde jüngst eine neue Arbeit der Ohio State University veröffentlicht, in der das Verhalten von Shiitake-Pilzen untersucht wurde.
Möglich - und unzuverlässig
Konkret wurde das entsprechende Myzel als RAM-Speicherzelle genutzt, also zum zufälligen Speichern und Auslesen von Daten. In der entsprechenden Ausarbeitung gibt man sich dabei vollmundig: Pilzbasierte Speichersysteme kämen ohne seltene Erden und mit geringem Energieaufwand aus, sie seien damit eine umweltfreundliche Alternative. Die Ergebnisse selbst sprechen allerdings nicht dafür, dass Pilze in naher Zukunft eine Bedrohung für etablierte Halbleiter werden könnten.
Zwar sind diese tatsächlich biologisch abbaubar, das erkauft man sich zumindest laut dieser Arbeit mit drastischen Nachteilen. Demnach war ein sinnvolles Lesen und Schreiben von Daten nur mit einer Frequenz von 5,85 kHz möglich - und auch dann nur mit einer Erfolgsrate von rund 90 Prozent. Der Datenzugriff lässt sich zwar angeblich leicht parallelisieren, das gilt aber für elektrische Datenspeicher ebenso - und diese sind weit schneller und zuverlässiger.
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Weitere Vorteile, etwa ein Datenerhalt auch beim Austrocknen oder beim Einfluss radioaktiver Strahlung, dürften dadurch in der Praxis verblassen. Während die Untersuchung von Pilzen als Datenspeicher oder gar Prozessor zweifellos ein spannendes Feld ist, bleibt der praktische Nutzen damit bis auf Weiteres offen. Gleichzeitig ist aber nicht auszuschließen, dass es zumindest langfristig Anwendungsgebiete für dieses Forschungsfeld geben könnte.
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Quelle: Ohio State News via Science Daily

Wenn man das ganze tatsächlich auch noch mit einer Art Recheneinheit ALU + CPU + RAM, ein kombinierter Ansatz oder eine komplett neue Architektur funktionier könnte das ganze durch aus schon für kleine Anwendungen interessant sein.
Interessant dürften auch bestimmt die Kosten des ganzen sein und welche Speicherdichte man hinbekommen kann.
Wird der Speicher dann auch größer wenn der Pilz wächst? Und wie oft können Speicherzellen beschrieben werden?
Für den Weltraum ist das bestimmt interessant
Edit habe [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] noch gefunden da steht bisschen mehr drin.
Und jetzt triefen die Kommentare vor Ignoranz.
Ich glaube da hat man zu viel Star Trek Discovery geschaut, nur nutzt man Pilze dort um zu reisen...