Dank Tunneleffekt: Neuer Transistor ist eine Million Mal schneller als normale Chips

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Dank Tunneleffekt: Neuer Transistor ist eine Million Mal schneller als normale Chips
Quelle: University of Arizona

Forschern der University of Arizona ist es gelungen, mithilfe des Tunneleffekts einen Transistor mit Petahertz-Frequenzen zu entwickeln, der unter gewöhnlichen Umgebungsbedingungen funktioniert.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Mohammed Hassan, Professor für Physik und Optik an der University of Arizona, hat einen neuen Ansatz zur Beschleunigung von Computertransistoren entwickelt. Der Schlüssel liegt in der Verwendung von Graphen, einem Material aus einer einzigen Atomschicht Kohlenstoff, in Kombination mit ultraschnellen Laserpulsen.

Der entwickelte Transistor basiert auf einer Graphen-Silizium-Graphen-Struktur, die als Phototransistor fungiert. Diese wurde durch eine spezielle Siliziumschicht modifiziert, um die gewünschten elektronischen Eigenschaften zu erreichen. Ausschlaggebend für dieses System ist die Nutzung des Tunneleffekts - ein quantenmechanischer Effekt, bei dem Elektronen physische Barrieren nahezu sofort überwinden können.

Die Steuerung erfolgt durch Laserpulse, die in einem Rhythmus von 638 Attosekunden (Quintilliardenstel einer Sekunde) ein- und ausgeschaltet werden. Diese ultraschnellen Lichtpulse ermöglichen es, Elektronen in Echtzeit zu manipulieren und dadurch Transistorschaltungen mit Petahertz-Geschwindigkeit zu realisieren - das entspricht einer Steigerung um mehr als den Faktor 1.000.000 gegenüber den typischen Gigahertz-Bereichen, in denen moderne Prozessoren agieren.

Bemerkenswerterweise soll der Transistor ohne spezielle Temperatur- oder Druckanforderungen funktionieren, also unter normalen Umgebungsbedingungen. Die gemessenen Stromwerte liegen im Bereich von mehreren hundert Nanoampere.

Wie immer bei solchen Forschungsprojekten gibt es noch einige Hürden zu überwinden, wenn es um die praktische Umsetzung geht. Bei Petahertz-Frequenzen können Signale nur wenige hundert Nanometer weit übertragen werden, bevor sie durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt werden. Zukünftige Computer mit solchen Frequenzen würden also extrem miniaturisierte Schaltkreise benötigen. Hassan und sein Team arbeiten indes daran, die Technologie für den kommerziellen Einsatz zu adaptieren. Während der ursprüngliche Prototyp einen spezialisierten Laser benötigte, entwickeln die Forscher nun eine Version, die mit handelsüblichen Lasergeräten kompatibel ist.

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Quelle: Science Daily via Techspot

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Nordblut
        Laut Daniel Jackson auch.
        Allein die Tatsache "durch Lichtgeschwindigkeit begrenzt" wtf.
        Nein, bei Stargate haben die Pyramiden die Menschen als Sklaven der Aliens gebaut.
        Die G'ould haben sich doch nicht selbst die Hände schmutzig gemacht.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Nordblut
        Laut Daniel Jackson auch.
        Allein die Tatsache "durch Lichtgeschwindigkeit begrenzt" wtf.
        Nein, bei Stargate haben die Pyramiden die Menschen als Sklaven der Aliens gebaut.
        Die G'ould haben sich doch nicht selbst die Hände schmutzig gemacht.
      • Von tengutorvalds Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von takan
        kann sein das ich einen falschen artikel (presse) gelesen habe oder ich mich falsch erinnere. ich meine das quanteverschränkung "schneller" als licht wäre, weil unabhängig von der distanz zwischen ihnen, verschränkt sind. auf der anderen seite, ich bin kein physiker
        Richtig, verschränkte Quanten umgehen die Lichtgeschwindigkeit. Das Problem ist, dass man auf dem Niveau bereits durch die Messung des Ergebnisses dieses ändert, was die Kommunikation damit unmöglich macht. Stell dir vor, du müsstest mit einem Laser in ein Glasfaserkabel leuchten, um zu gucken, ob jemand anderes hineingeleuchtet hat, um dir ein Bit zu übermitteln.
        Der vergleich hinkt ziemlich, aber ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will.

        Ich habe mir noch nicht genau genug angeschaut, wie genau Quantencomputer funktionieren, aber da geht es mehr um das Verhalten verschränkter Quanten zueinander und nicht um die Informationsübertragung über lange Distanzen, wenn ich mich richtig erinnere.
      • Von Tokzed Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von takan
        kann sein das ich einen falschen artikel (presse) gelesen habe oder ich mich falsch erinnere. ich meine das quanteverschränkung "schneller" als licht wäre, weil unabhängig von der distanz zwischen ihnen, verschränkt sind. auf der anderen seite, ich bin kein physiker.
        Soweit ich das weiß sind verschränkte Teilchen bzw Quanten zwar über den Raum in ihrer Information insofern verbunden das bei ihrer Messung feststeht welchen entgegengesetzten Zustand das andere Quant hat. Dies ist aber noch nicht der Mehrgewinn das sich Informationen schneller als das Licht verschicken lassen, da bisher keine wirkliche Möglichkeit besteht das eine verschränkte Quantenteilchen in einen Zustand zu zwingen und damit das andere auch, das daraus über den Raum eine Kommunikation ermöglichen könnte... Zum weiterlesen sind Experimente mit sogenannten Quantenradierern wohl noch interessant..auch noch nicht zu gekommen , x)
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rhino_Cracker
        ...Aufenthaltswahrscheinlichkeit....Die Barrierenhöhe bestimmt, wie schnell sie abfällt. Die Dicke, wie viel nach der Barriere noch übrig ist.
        und am ende weiß man nicht, ob es doch manuel neuer ist. ich wollts relativ einfach halten.
      • Von Rhino_Cracker Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von takan
        der tunneleffekt funzt nur bei "planaren" wänden wie ich es verstanden hab, also 1 atom dick bzw. vllt bissel mehr.
        Puuuh, wäre mir neu mit "1 Atom dick".
        Der Punkt war, soweit ich weiß, dass die Quantenmechanik den Ort des Teilchens mit einer Aufenthaltswahrscheinlichkeit darstellt, die an einer Barriere, die es klassisch nicht überwinden kann, nicht einfach abbricht, sondern zu einer stark abfallenden e-Funktion wird. Die Barrierenhöhe bestimmt, wie schnell sie abfällt. Die Dicke, wie viel nach der Barriere noch übrig ist. Das kleine Stückchen, das übrig ist, ist die Restwahrscheinlichkeit dafür, dass das Atom hinter der Barriere ist. Dicke dämpft also den Effekt, aber löscht ihn nicht aus.

        Auf wiki ist das ganz gut dargestellt: https://upload.wikimedia....
        https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/41/TunnelEffektKling1.svg
        Wieso wird das Bild hier im Editormodus als Bild angezeigt aber im Forummodus als Link?
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