High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

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High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden (1)
Quelle: Wild Blue Media/National Geographic

Mittels Lidar-Vermessungstechnik, das steht für Light Detection and Ranging, konnten Forscher riesige Maya-Städte im Urwald entdecken. Die Technik, die in ähnlicher Form auch beim autonomen Fahren eine wichtige Rolle spielt, lässt die Maya in einem ganz anderen Licht erscheinen.

High-Tech-Lasern ist es zu verdanken, dass Forscher die Geschichte der Maya wohl künftig anders interpretieren werden müssen. Durch sogenannte Lidar-Vermessungstechnik haben Wissenschaftler 2.100 Quadratkilometer Dschungel abgetastet und dort riesige Städte und Bauten entdeckt. Die dort vor etwa 1.200 Jahren anzutreffende Hochkultur soll ein ähnliches Niveau wie etwa das antike Griechenland oder China erreicht haben.

Die Überreste landwirtschaftlicher Nutzflächen sollen ausgereicht haben, um eine Bevölkerung auf fast industriellem Niveau zu versorgen. Neuen Schätzungen nach könnten in den Tiefebenen, also in etwa der Fläche Italiens, zehn bis 15 Millionen Menschen gelebt haben. Seinerzeit gab es in ganz Europa nur etwa doppelt so viele Menschen.

Ohne die Lidar-Vermessungstechnik, das steht für Light Detection and Ranging, hätten die Forscher vermutlich nicht einmal durch langjährige und extrem aufwendige Untersuchungen am Boden des Urwalds ein vergleichbares Ergebnis liefern können. Die an einem Flugzeug montierten Laserscanner schafften das allerdings in einem Bruchteil der Zeit. Sie messen die Reflexion an jedem Hindernis, wodurch sich vergleichsweise leicht die Signale von Vegetation wie Bäumen herausrechnen lassen.

Lidar hat inzwischen zahlreiche Einsatzzwecke. So ersetzt es beispielsweise zunehmend das Radar als Messinstrument bei Geschwindigkeitskontrollen. Ebenfalls anzutreffen ist die Technik bei Laserentfernungsmessern für Handwerk, Bau- und Vermessungswesen.

Lidar-Systeme kommen zudem beim autonomen Fahren zum Einsatz, wo die Laser der Hinderniserkennung dienen. Selbst in modernen Passagierflugzeugen sind sie kaum noch wegzudenken. Dort dienen sie der Detektion von Turbulenzen und Scherwinden im Nahbereich.

Quelle:Nation Geographic

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    • Kommentare (80)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Da kann man gegebenenfalls den Vergleich zu den Ägyptern ziehen. Die haben zwar Metallwerkzeuge genutzt (hatten aber an Stelle von Obsidianvorkommen auch Austausch mit Metallverarbeitenden Kulturen), aber kaum mit Metall und Holz gebaut, weil sie Langholz fast komplett importieren mussten.
        "Pyramiden - erste Wahl wenn Grabkreuze und Scheiterhaufen unbezahlbar sind"
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Da kann man gegebenenfalls den Vergleich zu den Ägyptern ziehen. Die haben zwar Metallwerkzeuge genutzt (hatten aber an Stelle von Obsidianvorkommen auch Austausch mit Metallverarbeitenden Kulturen), aber kaum mit Metall und Holz gebaut, weil sie Langholz fast komplett importieren mussten.
        "Pyramiden - erste Wahl wenn Grabkreuze und Scheiterhaufen unbezahlbar sind"
      • Von Tekkla Volt-Modder(in)
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Zitat von Nightslaver
        Die Wissenschaft geht davon aus das es durch das extrem bergige Gelände und das fehlen von geeigneten Zugtieren, wie dem Pferd oder Ochsen schlicht keinen größeren praktischen Nutzen besaß und Träger besser geeignet waren
        Ich war von 2012 vom Touriterrormagneten Chichen Itza, über Uxmal, Palenque, und Calakmul zurück nach Tulum auf einer Rundreise durchs Maya-Land. Die Gegend dort ist im wesentlichen flach. Es gibt zwar ganz im Süden zum Pazifik hin Berge, ja, aber die wesentlichen Mayazentren liegen im Flachland. Und wenn ich flach sage, dann meine ich das auch so. Da gibt es Straßen, die gehen bis zum Horizont und darüber hinaus nur ebenerdig geradeaus.

        Maya – Wikipedia

        Zitat von ruyven_macaran
        Jetzt könnte man ihnen vorwerfen, es nicht einmal aus der Stein- in die Holzzeit geschafft zu haben, aber vermutlich hatten sie ihre Gründe (fehlender Platz für Forstwirtschaft, mangelnde Haltbarkeit wegen hoher Feuchtigkeit)
        Oder sie haben schlichtn icht die Ressource wie einen deutschen Urwald damals. Deren "Wald" ist in erster Linie undurchdringliches Buschwerk, kaum höher als 10m, aus dessen Stämmen man so gut wie nichts im Sinne eines Gebäudes herstellen kann.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Zitat von SilentHunter
        Der Post der Grundlage war hatte einen anderen Verfasser .Da dieser Post maßgeblich inhaltlich verändert wurde ist der bezug jetzt nicht mehr ersichtlich.

        Darum muss ich bei ruyven_macaran Abbitte leisten und möchte mich hiermit in aller Form bei dir entschuldigen.

        Angenommen
        Im Netz weiß man halt nie, ob ein Missverständnis oder ein Trollversuch vorliegt.

        Zitat von interessierterUser
        viel Text
        Mangelnde freie Grundlagenforschung: Check (bei stark ritualisierten Kulturen keine Seltenheit)
        Rückstände bei der Domestizierung und modernen Agrarmethoden: Check
        Abwertung der Kultur allein weil sie kein Eisen oder Bronze nutzten: Äh nö. Da bleib ich dabei. Und das gilt auch für die Folgerungen. Natürlich hast du Recht, für ein gutes Lager braucht man Metall. Aber ganz Europa hat eben jahrhundertelang die Mehrheit der Wagen mit verschiedenen Hölzern gelagert. Klar war die Reibung deutlich höher und an höhere Geschwindigkeiten wäre nicht zu denken gewesen, aber genau das war für den durchschnittlichen Bauern eben Stand der Technik. Grob geschmiedetes Metall taugt maximal zur Fixierung, aber nicht als saubere Lagerfläche. Genauso taugt Schmiedeeisen nicht als Wasserleitung und für die von dir vorgeschlagenen Blei-Wasserleitungen nach Vorbild römischer Städte hätte den Mayas eine Eisenverhütung rein gar nichts gebracht. Und auch beim Gebäudebau sehe ich meine Aussagen nicht entkräftet: Natürlich sind Eisenbeschläge hilfreich bei der Arbeit mit Holz und die Kombination erlaubt wesentlich schnelleres bauen, als nur mit Stein. Aber nach allem, was wir wissen, haben die Maya eben trotzdem alle auch nur leicht größeren Bauten aus Stein und nicht aus Holz gebaut, obwohl auch eine reine Holzbauweise erhebliche Zeitvorteile bringt. Jetzt könnte man ihnen vorwerfen, es nicht einmal aus der Stein- in die Holzzeit geschafft zu haben, aber vermutlich hatten sie ihre Gründe (fehlender Platz für Forstwirtschaft, mangelnde Haltbarkeit wegen hoher Feuchtigkeit) und waren damit schlichtweg nicht in einer Situation, wo Bronze oder Eisen dringend benötigt wurden. Sie hätten wirklich nur reine Grundlagenforschung betreiben können.
        Etwas, das selbst wir in vielen Bereichen kaum hinbekommen. Die Maya haben es halt in der Metallurgie (nicht aber z.B. der Astronomie) vernachlässigt - offensichtlich eine schlechte Idee für Kulturen, die fortbestehen wollen. Mal gucken ob man das in zwei Jahrtausenden auch über die Deppen sagt, die keinen Bedarf an neuen Antibiotika, an Ökologie oder Klimatologie gesehen haben.

        Zitat von John-800
        Bei 3:50 sieht man schön die Rillen von einem 6m Sägeblatt, also nix mit 20 Agypter mit einer Handsäge. Jenes Sägeblatt wurde da wohl ohne Rücksicht auf Verluste reingedonnert, also max Vorschub. Die hatten wohl genug davon auf Lager....
        Schon mal was von einer Seilsäge mit Quarzsand gehört?

        Zitat von RtZk
        Nein das ist absolut ausgeschlossen, alleine im Beobachtbaren Universum liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es tausende Andere gibt bei 99,(Periode)9%.
        Die ebenfalls nicht gerade niedrige Wahrscheinlichkeit, dass das Universum unendlich groß ist damit natürlich nicht innhalten, was bedeutend würde, dass es unendlich viele Zivilisationen gibt.
        Gut gemeinter Tipp: Wenn dir jemand mit der Datengrundlage N=1 eine Statistik mit dem Ergebniss 99,99999999 vorlegt und das als "ausgeschlossen" bezeichnet, dann fälsche lieber gleich selbst. Die Drake-Formel ist in der Praxis nutzlos, weil wir die Eingangswahrscheinlichkeiten nicht angeben können und 1/unendlich eben auch dann noch keinen hohen Wert ergibt, wenn man es mit unendlich multipliziert.
      • Von Tilfred Software-Overclocker(in)
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Zitat von interessierterUser
        Nicht ganz. Du kannst sicher selbst einzeln nachschauen wann zuletzt nachgebessert wurde. Auch bei Deiner Liste.
        Da kann ich wahllos reinklicken und finde fast überall 'aus' Bauten wie Du mich auch richtig zitiert hast.

        Und nicht zu vergessen die Schäden des 2ten Weltkrieges nur in Deutschland. Da sind einige nicht nur sakrale Gebäude fast komplett
        neu "alt" wieder aufgebaut worden. "Frauenkirche" Dresden.

        Eine Renaissance der Kirche um das finale Kapitel des Planes einzuleiten.

        Heute ist, und das war es noch nie weil es nichts bringt, es nicht mehr wichtig daß ich in der Kirche meinen Arsch plattsitze.
        Sondern nur noch daß es sie, die Kirche als Institution gibt. Egal ob ich lieber "Atheist" bin. Denn: Es geht auch nicht um
        "Gott" oder "Jesus" sondern um die völlige Auslöschung des "Erdenmenschen"! Nicht auf meinem Mist gewachsen, da verweise
        ich auf den "Buchstaben der tötet", die Bibel.

        Diese Zeit deswegen weil sich die Kirche ziemlich schnell von Napoleon erholt hat. Aber das brauch ich Dir ja nicht
        zu erzählen.

        Lustig in dem Zusammenhang auch, das Zeitalter der "Wissenschaft" und Technik bricht an und alle haben
        nicht besseres zu tun als zu arbeiten und Arbeit zu erschaffen. Endlich keine Sklaven und Leibeigene mehr! Nein jetzt
        haben wir das Arbeitsrecht! Hallelujah! Und noch besser die Frauen mußten erst gar nicht mitmachen, bis ihnen
        verklickert wurde auch sie dürfen um ihr Recht aufbegehren. Dann noch rauchen und saufen und die Lebensdauer der
        Geschlechter ist heute fast wieder angeglichen. Sad but true!
      • Von Rotkaeppchen
        AW: High-Tech-Laser ließen Forscher riesige Maya-Städte im Dschungel finden

        Zitat von Tilfred
        Keiner der weiß daß die meisten nicht im Mittelalter, wann denkst Du denn wann das war?, sondern in ihrer
        heutigen Form erst Anfang- Mitte 1800 ausgebaut worden sind. Nur als Beispiel der Speyerer Dom.
        Das ist falsch:
        Liste der Kathedralen in Frankreich – Wikipedia
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