"Juice": Jupitersonde nimmt mit "gewagtem" Flyby-Manöver Schwung auf

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"Juice": Jupitersonde nimmt mit "gewagtem" Flyby-Manöver Schwung auf
Quelle: ESA

Die Jupitersonde Juice vollführt seit Montagabend das weltweit erste Flyby-Manöver am Mond, um die Flugbahn für den weiteren Verlauf der Reise zu ändern. Das DLR spricht von einem "gewagten und präzisen" Manöver.

Im April vergangenen Jahres startete die "Juice" (JUpiter ICy moons Explorer) getaufte Jupitersonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA. In der vergangenen Nacht von Montag auf Dienstag vollführte die Sonde nun erstmals einen "Mond-Erde-Flyby", wie das zur Mission gehörende X/Twitter-Konto bereits vor wenigen Tagen ankündigte. Mit diesem "Flyby" holt die Juice-Sonde Schwung für ihren weiteren Flug, der zunächst in Richtung Venus weitergeht. Dort soll in rund einem Jahr ein weiteres Flyby-Manöver absolviert werden, ehe bis 2029 zwei weitere Male Schwung an der Erde geholt wird. Im Juli 2031 soll schließlich das Jupitersystem erreicht werden.

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Diese Schwungmanöver sind auch notwendig, wie der Juice-Betriebsleiter Ignacio Tanco in einer Mitteilung auf der offiziellen ESA-Webseite erläutert. Ein Direktflug von der Erde zum Jupiter würde "unmögliche" 60 Tonnen Treibstoff sowie eine enorme zusätzliche Menge zum Abbremsen bei Eintritt in die Jupiter-Umlaufbahn benötigen. Dabei ist das Flyby-Manöver nicht ohne Risiko: "Es ist, als würde man sehr, sehr schnell durch einen sehr engen Korridor fahren: Man drückt das Gaspedal auf das Maximum, wenn der Abstand am Straßenrand nur noch Millimeter beträgt", wie Tanco weiterhin erklärt.

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Montagnacht kam die Juice-Sonde dem Erdtrabanten laut der ESA so auf 700 Kilometer nahe; am Dienstagabend um 23:57 Uhr deutscher Zeit näherte sich Juice der Erde im Zuge des "gewagten und präzisen Manövers" auf rund 6.800 Kilometer, wie unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf Anfrage der dpa (via Deutschlandfunk) erklärt. Dadurch wird Juice potenziell auch mit einem leistungsstarken Fernglas oder Teleskop zu sehen sein, wie das DLR ausführt. Mittlerweile gibt es für das Manöver von Juice auch eine Erfolgsmeldung.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FetterKasten Software-Overclocker(in)
        Zitat von rhalin
        Dieses "Schwung holen" mittels Gravitation muss echt viel bringen.
        Dieses Schwung holen ist ja nichts anderes, als dass man die Gravitation nutzt, um den Orbit der Sonde zu transformieren.
        Ohne extra Treibstoffeinsatz wird dieser elliptischer, die Gesamtenergie bleibt gleich.
        Kann man toll ausprobieren mit zb Kerbal Space Program.
      • Von FetterKasten Software-Overclocker(in)
        Zitat von rhalin
        Dieses "Schwung holen" mittels Gravitation muss echt viel bringen.
        Dieses Schwung holen ist ja nichts anderes, als dass man die Gravitation nutzt, um den Orbit der Sonde zu transformieren.
        Ohne extra Treibstoffeinsatz wird dieser elliptischer, die Gesamtenergie bleibt gleich.
        Kann man toll ausprobieren mit zb Kerbal Space Program.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von rhalin
        Schon komisch, es ist schneller erstmal zur Venus zu fliegen und wieder zurück anstatt direkt zum Jupiter.

        Schneller nicht, aber man spart Treibstoff und nur darum geht es ja.
      • Von rhalin Software-Overclocker(in)
        Schon komisch, es ist schneller erstmal zur Venus zu fliegen und wieder zurück anstatt direkt zum Jupiter.
        Dieses "Schwung holen" mittels Gravitation muss echt viel bringen.
      • Von kugelfaenger1983 Freizeitschrauber(in)
        krass, wie lange die Flugzeit beträgt. unvorstellbare Entfernung All. Besteht quasi aus ganz viel NICHTS! Obwohl extrem viel vorhanden ist.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Toll! Wenn SciFi zur Realität wird!
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