ISS-Update: Starliner-Rückflug wird zum Drama - Rettung durch SpaceX möglich
Die zur ISS geschickte Starliner-Raumkapsel darf immer noch nicht zur Erde zurückkehren. Als Alternative zum Rückflug wird ein Einspringen von SpaceX diskutiert. Dann müsste die Crew aber noch monatelang auf der Raumstation bleiben.
Das von Boeing entwickelte, wiederverwendbare Raumschiff Starliner ist während der Entwicklung durch immer weitere Verschiebungen aufgefallen. Ursprünglich sollte der erste bemannte Flug bereits 2017 stattfinden, am Ende war es aber erst in diesem Jahr so weit. Und auf ebendiesen Flug, der am 5. Juni stattfand, sollte eigentlich am 14. Juni ein Abdockmanöver von der International Space Station (ISS) und eine anschließende Landung folgen. Es kam aber anders: Die Crew, bestehend aus Barry Wilmore und Suni Williams, sitzt auf der Raumstation fest.
Wie gelingt der Rückflug?
Seitdem wird der Starliner untersucht, denn während des Flugs sind zwei Probleme aufgetreten: 5 von 28 Manövriertriebwerken fielen aus, zudem wurde ein Heliumleck entdeckt. Eigentlich sollte der Rückflug der beiden Astronauten erst stattfinden, wenn die Ursache für diese Schwierigkeiten entdeckt wurde. Laut einem Bericht von N-TV erwägt die NASA inzwischen aber auch eine Alternative.
Quelle: Boeing
Das zur ISS geschickte Starliner-Raumschiff darf weiterhin nicht den Rückflug antreten.
Falls es nicht gelingt, die Probleme am Starliner zu identifizieren und zu beheben, könnte die Software des Raumschiffs so umgebaut werden, dass es selbstständig - also ohne Crew - auf die Erde zurückkehrt. In diesem Fall sollen Barry Wilmore und Suni Williams von SpaceX zurück auf die Erde geholt werden. Das Unternehmen will diesen September die Mission Crew-9 durchführen und dabei ein Raumschiff vom Typ Crew Dragon zur ISS schicken. Die Besatzung dieses Raumschiffs könnte dabei auf zwei Mitglieder halbiert werden, sodass die Astronauten des Starliners beim Rückflug Platz hätten.
Welche der beiden Alternativen gewählt wird, also ein Rückflug mit dem Starliner oder mit dem Crew Dragon, soll bis Mitte August entschieden werden. Eine Rettung mit einem Raumschiff von SpaceX wäre für das Ansehen von Boeings Starliner-Programm dabei wohl ein herber Schlag - und vermutlich auch für die Besatzung des Raumschiffs schwer zu verkraften. Denn die Crew-9-Mission soll erst im Februar 2025 die Rückkehr zur Erde antreten. Barry Wilmore und Suni Williams wären dann schon acht Monate auf der ISS - anstatt der ursprünglich geplanten neun Tage.
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Quelle: N-TV

Er ist Rekordhalter für die längste Zeit im All. Er befindet sich seit über 1000 Tagen auf der ISS (am 4. Juni war es Tag 1000), sein Rückflug ist für den 23. September vorgesehen.
Grundsätzlich: Schaden könnte es potentiell den Astronauten.
Für einen langen Aufenthalt im Weltraum ist der Mensch nicht geschaffen. Dabei ist die ISS noch innerhalb des irdischen Magnetfelds.
Jeder Tag auf der ISS, entspricht ungefähr der Strahlenbelastung von einem Jahr auf der Erde.
Bevor tatsächlich der erste Flug zum Mars stattfindet, oder auch nur ein langfristiger Aufenthalt auf dem Mond, müssen noch so einige Lösungen gefunden werden. Die Strahlenbelastung ist nur ein Punkt, ein weiterer ist die fehlende bzw. geringere Schwerkraft während der Reise bzw. auf Mars & Mond. Der menschliche Körper ist auf die irdische Schwerkraft ausgelegt, fällt diese Weg oder ist viel niedriger, hat das erhebliche Folgen für den Körper. Begrenzte Zeit kann man das ohne Folgen (bzw. mit geringer Wahrscheinlichkeit) überleben, und die Technik die uns bereits zur Verfügung steht hilft dabei mögliche Folgen zu verringern oder ein längeren Aufenthalt zu ermöglichen. Aber die heutige Technik reicht noch lange nicht.
Also das größere Problem, als die lange Reisedauer zum Mars, sind die gesundheitlichen Probleme die in dieser Zeit auftreten werden, wenn man denen nicht ausreichend entgegen wirken kann.
Wir werden u.a. künstliche Schwerkraft und ein Strahlenschild benötigen. Letzteres müsste nicht zwingend ein künstliches Magnetfeld erzeugen - oder etwas anders das man aus dem Sci-Fi kennt -, mit einer dicken Isolierung (bspw. Bleimantel) ginge es auch, nur müsste das ganze Material für die Isolierung auch ins All gebracht werden. Also doch eher ein künstliches Magnetfeld, oder ein viel effizienteres Material zur Isolierung.
Aber auch wenn es für viele nur eine Randnotiz ist.
Wir alle lieben doch Sci-Fi. Und dennoch. Denkt mal drüber nach. Wir reden davon zu anderen Planeten hinzufliegen. Es gibt Filme, da steigt man in ein gefährt, zisch.... und schon ist man beim nächsten Planeten. Manche realistsicher und sagen es hat wochen gedauert, bei manchen ist man sofort dort.
Und in der Realität: Die ISS befindet sich ca 400 km von der Erdoberfläche weg. und wir finden kurz oder mittelfristig keine sichere Möglichkeit da hin und zurückzukommen, wir träumen aber vom Flug zum Mars. Ja, das sind zwei unterschiedliche Baustellen. Und dennoch: das zeigt mal wie komplex das Ganze eigentlich ist.
Erst flugzeuge und jetzt Raumschiffe.
Was geht denen als nächstes kaputt?