Höchstgeschwindigkeit: So schnell rasen schwarze Löcher durchs All

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Höchstgeschwindigkeit: So schnell rasen schwarze Löcher durchs All
Quelle: EHT-Kollaboration

Wenn zwei Schwarze Löcher aufeinandertreffen, können sie mit einer Höchstgeschwindigkeit voneiander abprallen. Diese soll laut neuen Simulationen bei knapp einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit liegen. Durch diesen Wert ergibt sich nun die Möglichkeit, die zugrundeliegenden Modelle mithilfe von Messwerten zu überprüfen.

Schwarze Löcher, die aufgrund ihrer extrem konzentrierten Masse sogar das umliegende Licht verschlucken, können miteinander agieren. Treffen zwei dieser Objekte aufeinander, so können sie entweder verschmelzen oder umeinander fliegen, bis sie in getrennte Richtungen abdriften. Bei diesem Prozess gibt es dabei angeblich eine Höchstgeschwindigkeit.

Errechnetes Maximum

Die Basis für diese Annahme ist ein Paper des Professors Carlos Lousto und des Forschungsmitarbeiters James Healy, die beide am Rochester Institute of Technology im Bereich Mathematik und Statistik arbeiten. Gemeinsam haben sie insgesamt 1.381 numerische Simulationen auf einem Supercomputer durchgeführt und so die maximale Geschwindigkeit errechnet, mit der sich zwei Löcher bei ihrer Interaktion von einander abstoßen können.

Die Simulationen sprechen dabei dafür, dass die maximale Abstoßgeschwindigkeit im Bereich um 28.562 km/s und damit bei etwas weniger als einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit liegt. Laut Imre Bartos, Physik-Professor an der Universität Florida, liefert das wiederum Kontrollmöglichkeiten für bestehende Modelle. Demnach könnten nun Interaktionen von Schwarzen Löchern untersucht werden, um zu überprüfen, ob die Maximalwerte eingehalten werden.

Auch spannend: Keine Dunkle Materie: Messdaten stellen Modell infrage

Wäre dies nicht der Fall, so würde das für ein unzulängliches Verständnis der aktuellen Physik sprechen und entsprechende Korrekturen erfordern. Andererseits ist dasselbe schlicht bei allen errechneten Werten und den dazugehörigen Messungen der Fall. Bis Messungen auf ein abweichendes Verhalten hinweisen, bleibt die theoretische Höchstgeschwindigkeit von Schwarzen Löcher damit also nur ein interessantes Detail.

Quelle: Live Science via Business Insider

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DoctorChandra
        Als ich als 8 Jähriger Bub meinen Papa gefragt hab ob ich heut Abend den Film "das schwarze Loch" (mit Maximilian Schell) im Fernseher anschauen darf, hat er mit seinen Kumpels in der Runde recht "dreckig" gelacht ...
      • Von DoctorChandra
        Als ich als 8 Jähriger Bub meinen Papa gefragt hab ob ich heut Abend den Film "das schwarze Loch" (mit Maximilian Schell) im Fernseher anschauen darf, hat er mit seinen Kumpels in der Runde recht "dreckig" gelacht ...
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Also ich beschäftige mich recht Detailiert schon seit einigen Jahren etwa die Hälfte meiner Lebenszeit mit den Themen Mathematik, Philosophie, und Astronomie!

        Und eines kann ich euch sagen; Von mir hat man nichts belegbar produktives zu dem Thema zu erwarten was diesen Thread in die richtige Richtung führt...Ich hab KEINE Ahnung!
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        -
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Tut mir leid, aber der Stern macht die Bewegung nicht nur für eine bestimmte Zeit, sondern für immer (bis er wieder aus der Bahn geworfen wird. Das zeigt sehr deutlich, dass du keine Ahnung hast.
        Aber eine Änderung gibt es nur, solange das Scharze Loch in der Nähe ist. Aber gut, ja, damit haben wir schon einen Punkt. Wenn man bemerkt, dass eine Menge Sterne in bestimmten Bereichen eine untypische Bewegung haben, die nicht den anderen Sonnen im Spiralarm entspricht, deutet das an, dass da irgendwas mit hoher Gravitation vorbeiflog.

        Ja, dann hat man natürlich Informationen mehrerer Sterne und über längere Zeit. Ja, könnte klappen. Ich sagte ja, warten wir Veröffentlichungen dazu ab.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Neuer_User
        Ich habe Physik studiert und war jahrelang mt einem Astronomen zusammen.
        Über schwarze Löcher habt ihr euch wohl nicht unterhalten.

        Zitat von Neuer_User
        Wo ist das Problem? Bei Planeten ist es relativ "einfach", weil man Sterne nur jahrelang beobachten muss und damit viele Planetenumläufe detektieren kann.
        Planeten sind relativ schwer zu finden. Entweder hat man das Glück, dass einer direkt vor (aus unserer Perspektive) seinem Stern vorbei läuft und ihn verdunkelt. Wenn der Planet das nicht macht, dann kann man ihn über die periodische Rotverschiebung nachweisen. Beides ist ein halbes Wunder.

        Zitat von Neuer_User
        So ein schwarzes Loch mit 1/10 Lichtgrschwindigkeit ist aber eine andere Nummer.
        Je schneller sich ein schwarzes Loch bewegt, umso leichter ist es nachzuweisen. Am schwirigsten ist ein schwarzes Loch nachzuweisen, dass ruhig "mit dem Strom" also mit den anderen Sternen um das Zentrum der Galaxie rotiert. Die kann fast nicht aufspüren und da ist eine Menge nicht gefunden.

        Zitat von Neuer_User
        Und jetzt kommst Du. Du hast ein schwarzes Loch unbekannter Masse, unbekannter Geswchwindigkeit und mit unbekannter Flugbahn. Und Du hast einen Stern, der für eine bestimmte Zeit eine bestimmte Bewegung macht. Das reicht nicht, solange wir es nicht dreidimensional erfassen.
        Tut mir leid, aber der Stern macht die Bewegung nicht nur für eine bestimmte Zeit, sondern für immer (bis er wieder aus der Bahn geworfen wird. Das zeigt sehr deutlich, dass du keine Ahnung hast.

        Zitat von Neuer_User
        Man müsste die Wirkung des Schwarzen Loches in so einem Fall an mindestens zwei Orten messen.
        Nein, man braucht einfach nur ein genaues Verständnis von den Distanzen, dann geht das auch so. Wenn man weiß, dass ein Objekt X eine gewisse Entfernung und Größe hat, sowie ein Objekt Y, dann kann man daraus auch auf Objekt Z schließen. Was glaubst du eigentlich, wieso man die Entfernungen von Sternen kennt?

        Zitat von Neuer_User
        Dazu müssten wir von mit entfernten Teleskopen messen. Das übliche Messen ein halbes Jahr später, wenn die Erde sich 300 Millionen Jahre bewegt hat, klappt in so einem Fall nicht.
        Wir reden hier über Teleskope, die auch die Rotverschiebung eines Sterns, die von einem Planten in Erdgröße, der in etwa einem Jahr einen Umlauf hat, nachweisen kann. Das würde wohl sogar klappen.

        Zitat von Neuer_User
        Darum bin ich schon wieder auf die Fachartikel gspannt, in denen die Lösung präsentiert wird.
        Verzapf doch bitte keinen Mist. Aber eventuell solltest du dir das vom Ex erklären lassen.
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