Dank Radiocarbon: Erste "Diamantbatterie" der Welt verspricht über 5.000 Jahre Lebenszeit

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Dank Radiocarbon: Erste "Diamantbatterie" der Welt verspricht über 5.000 Jahre Lebenszeit
Quelle: analogicus via Pixabay

Die britische Universität Bristol hat die weltweit erste "Diamantbatterie" entwickelt. Bestehend aus einem künstlichen Diamanten sowie dem Kohlenstoff-14-Isotop soll diese Batterie tausende Jahre lang halten.

Forschern der britischen Universität Bristol ist in Zusammenarbeit mit der britischen UKAEA-Organisation ("UK Atomic Energy Authority") die Entwicklung einer "Carbon-14 Diamantbatterie" gelungen. Wie die Universität in der zugehörigen Mitteilung schreibt, hat diese Batterie das Potenzial, "Geräte tausende Jahre anzutreiben". Möglich macht dies das radioaktive Kohlenstoff-Isotop C-14, das insbesondere für seinen Einsatz in der Radiokohlenstoffdatierung bekannt ist. Dieses Isotop wird in einem künstlich hergestellten Diamanten eingeschlossen, um Strom zu erzeugen.

Die Vorgehensweise ähnelt dabei der von Solarzellen: Anstelle von Photonen werden die beim radioaktiven Zerfall von Kohlenstoff-14 freigesetzten Elektronen im Mineral eingefangen und erzeugen so geringe Mengen an Energie. Dank der Halbwertszeit von C-14 in Höhe von rund 5.700 Jahren könne so garantiert werden, dass die "Diamantbatterie" eine besonders lange Lebenszeit aufweist.

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Laut der UKAEA-Direktorin Sarah Clark bieten die Diamantbatterien somit eine "sichere und nachhaltige Möglichkeit, kontinuierlich Mikrowatt-Leistung zu liefern". Auch Professor Tom Scott, der an der Bristol-Universität arbeitet, äußert sich optimistisch über die Zukunftsaussichten und nennt diverse Anwendungsgebiete: Von Raumfahrttechnologien und Sicherheitsgeräten bis zu medizinischen Implantaten könne die Mikropower-Technologie eine Vielzahl wichtiger Bereiche unterstützen.

Da Diamantbatterien sowohl im Weltraum als auch auf der Erde unter extremen Bedingungen funktionsfähig bleiben, sei auch ein Einsatz in Gebieten denkbar, wo der Austausch solcher Batterien "nicht praktikabel" wäre. So ließen sich etwa mit aktiven RF-Tags Raumfahrzeuge jahrzehntelang identifizieren und orten, was zu einer Kostensenkung und Verlängerung der Lebensdauer führe. Auf der Erde sei wiederum der Gebrauch einer solchen Diamantbatterie etwa in Herzschrittmachern oder Hörgeräten denkbar.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Das Schlüsselwort ist "Mikro-Watt".
        Für mehr Leistung braucht es auch mehr radioaktive Isotope und dann wirds schon ungemütlicher das in der Hosentasche zu transportieren.
        So was ähnliches habe ich seit Jahren an der in Form eines kleinen Anhängers an der Wand hängen.
        Leuchtet ohne Zugabe von Energie von außen grün, weil darin auch eine kleine Menge radioaktives Material enthalten ist.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Das Schlüsselwort ist "Mikro-Watt".
        Für mehr Leistung braucht es auch mehr radioaktive Isotope und dann wirds schon ungemütlicher das in der Hosentasche zu transportieren.
        So was ähnliches habe ich seit Jahren an der in Form eines kleinen Anhängers an der Wand hängen.
        Leuchtet ohne Zugabe von Energie von außen grün, weil darin auch eine kleine Menge radioaktives Material enthalten ist.
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        Ich sehe schon die ersten Paare in den Eiskaffees sitzen und sich sagen: Schatz, gibtst Du mir mal deinen Ring ? Ich muss mein Mobiltelefon aufladen.
      • Von IchAG747 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wieder nur eine Labor-Batterie. Im prinzip super, aber für uns alle, aktuell zumindestens, total uninteressant, da die Produktionskosten viel zu hoch liegen werden. Zudem bleibt auch die Frage, ob sich die Batterie in den richtigen Produktionsgrößen und Produktionsmengen hochskalieren lassen. Ich würde behaupten, dass dies aktuell noch nicht realisierbar ist. Zudem als Diamantenbatterie würde wahrscheinlich das Batteriepack für ein Auto, sagen wir mal Polo, im mittleren 6-stelligen Bereich liegen. Das ist aber nur meine Annahme, etwas abgleitet an der geschätzen Menge an Diamanten, die wohl gebraucht werden. Kann somit auch vollkommen daneben liegen.
      • Von Josh24 Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Nono15
        Das hätte es damals in den 70-ern schon gebraucht (mit etwas mehr Leistung), als die beiden Voyager-Raumsonden auf Ihre Mission geschickt worden sind und heute zig Milliarden an Kilometern von der Erde entfernt im interstellaren Raum unterwegs sind - noch funken sie 🥳
        Gab es doch bereits und wurde für die Voyagers auch genutzt! Oder glaubst du die hätten mit normalen Batterien so lange funktioniert? Google mal RTG.

        "Die beiden Voyager-Raumsonden (Voyager 1 und Voyager 2) beziehen ihre Energie aus Radioisotopen-Thermoelektrischen Generatoren (RTGs). Diese Generatoren wandeln die Wärme, die durch den Zerfall von Plutonium-238 erzeugt wird, in elektrische Energie um."
      • Von Nono15 Freizeitschrauber(in)
        Das hätte es damals in den 70-ern schon gebraucht (mit etwas mehr Leistung), als die beiden Voyager-Raumsonden auf Ihre Mission geschickt worden sind und heute zig Milliarden an Kilometern von der Erde entfernt im interstellaren Raum unterwegs sind - noch funken sie 🥳
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