Nach Speicherkrise: Angst vor steigenden CPU-Preisen geht um

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Nach Speicherkrise: Angst vor steigenden CPU-Preisen geht um
Quelle: PCGH

Nachdem die Speicherkrise vor allem die Preise von DDR5- und DDR4-Speicherkits in ungeahnte Höhen getrieben hat und auch Grafikkarten inzwischen deutlich teurer geworden sind, geht jetzt die Angst vor steigenden CPU-Preisen um.

Nachdem die durch die exorbitant hohe Nachfrage aus dem KI-Segment getriebene Speicherkrise vor allem die Preise von DDR5- und DDR4-Speichermodulen und -Kits in ungeahnte Höhen getrieben hat und auch Gaming-Grafikkarten inzwischen deutlich teurer geworden sind, geht jetzt die Angst vor steigenden CPU-Preisen um. Wie @jukan05 nun berichtet, werden als nächstes auch CPUs und die für die Herstellung von Mainboards benötigten PCBs, rasant im Preis steigen.

Nach den Preiserhöhungen für die Speicherhalbleitern wie DRAM und NAND-Flash steigen auch die Kosten für wichtige Computerkomponenten, darunter Prozessoren (CPUs) und Leiterplatten (PCBs), rasant an. — Jukan

Demnach werden die Preiserhöhungen zuerst die im KI-Segment stark nachgefragten Server-CPUs der Serien Epyc und Xeon treffen. Wie der Analyst aus einem Bericht der Investmentbank KeyBanc und Quellen der Halbleiterindustrie zitiert, haben Intel und AMD am 27. Januar "eine Preiserhöhung für Server-CPUs um bis zu 15 Prozent" in Erwägung gezogen. Hauptgrund hierfür sei die stark gestiegene Nachfrage, die entsprechend lange Lieferzeiten von über 24 Wochen zur Folge hätte.

Intel hat die Preise für Endkunden-CPUs im vierten Quartal des letzten Jahres bereits um 10 Prozent erhöht, und Branchenexperten prognostizieren weitere Preiserhöhungen. — Jukan

Der sprunghafte Anstieg der CPU-Nachfrage ist auf die Verlagerung des KI-Fokus von "Training" hin zu "Inferenz" zurückzuführen. In der Inferenzphase spielt die CPU eine entscheidende Rolle bei der Verteilung von Aufgaben auf verschiedene Halbleiter, darunter GPUs und Speicher. Dieser Wandel habe in der Folge auch "massive" Auswirkungen auf den Verbrauchermarkt, so der Analyst weiter.

Branchenanalysten erwarten, dass der Markt für Consumer-Computer am stärksten betroffen sein wird. Grund dafür ist, dass die CPU die teuerste Komponente darstellt und 15 bis 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen. — Jukan

Dass AMD und Intel ihren Fokus auf Epyc- und Xeon-CPUs legen werden, sollte die Nachfrage aus dem KI-Segment weiterhin so hoch bleiben, oder gar noch weiter steigen, dürfte niemanden überraschen. Schon jetzt ist absehbar, dass CPUs, Arbeitsspeicher, SSDs und Grafikkarten im Laufe dieses Jahres nochmals kostspieliger werden dürften.

Laut TrendForce stiegen die Vertragspreise für NAND-Speicher im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um etwa 70 Prozent, während DRAM im gleichen Zeitraum um 80 Prozent zugelegt hat. — Jukan

Vorerst also keine guten Aussichten für Konsumenten, Systembuilder und die gesamte PC-Branche. Mit einer Entspannung ist voraussichtlich erst Mitte/Ende 2027 zu rechnen, wenn überhaupt. Das KI-Segment und die drei führenden DRAM-Fertiger Samsung, SK Hynix und Micron haben die Branche auch weiterhin fest im Griff.

Es wird davon ausgegangen, dass die kommenden Monate die aktuelle Preisgestaltung von DRAM-Modulen in Endprodukten widerspiegeln werden, was bedeutet, dass Grafikkarten und Speichermodule teurer werden könnten als jemals zuvor. Während Goldman Sachs davon ausgeht, dass die Gewinnprognosen für die Speichergiganten Samsung, SK Hynix und Micron, aber auch für kleine Hersteller, beispielsweise Nanya Technology, stark nach oben korrigiert werden müssen, verursachen die Speicherpreise in der PC-Industrie massive Probleme. Die Absatzzahlen für PCs und Komponenten dürften extrem einbrechen.

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Quelle: @jukan05 via 3DCenter.org

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    • Kommentare (83)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SCout1402 Kabelverknoter(in)
        Zitat von Mega-Zord
        "...noch nicht als Retro bezeichnen ein i7-8086..."
        Da hab ich genau die Frage nach Eurer Meinung:

        Wie lang kommt man mit einem Coffee Lake Sechkerner i7-8086k als noch aus
        ?

        Wie würdet Ihr in Vergleich zu einem Ryzen 5 5600GT oder gar einem 5600X3D bzw. 5800X sehen? Lohnt sich ein Upgrade incl. Mainboard wirklich für ein paar Prozent mehr?

        (Energieeffizienz außer Acht gelassen, meine zusätzliche Hardware sind ein MSI Z390-A Pro, eine RX 9070 plus 2x32 GB DDR4 3200 CAS16)

        Dankeschön für Eure Gedanken...
      • Von SCout1402 Kabelverknoter(in)
        Zitat von Mega-Zord
        "...noch nicht als Retro bezeichnen ein i7-8086..."
        Da hab ich genau die Frage nach Eurer Meinung:

        Wie lang kommt man mit einem Coffee Lake Sechkerner i7-8086k als noch aus
        ?

        Wie würdet Ihr in Vergleich zu einem Ryzen 5 5600GT oder gar einem 5600X3D bzw. 5800X sehen? Lohnt sich ein Upgrade incl. Mainboard wirklich für ein paar Prozent mehr?

        (Energieeffizienz außer Acht gelassen, meine zusätzliche Hardware sind ein MSI Z390-A Pro, eine RX 9070 plus 2x32 GB DDR4 3200 CAS16)

        Dankeschön für Eure Gedanken...
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        Zitat von FX9590
        Und wer mehr will muss eben mehr investieren, am Grafikregler drehen (und von "Extrem" runter auf "Hoch" ist nicht so qualvoll für die Augen wie viele anscheinend glauben 😏) oder gebraucht kaufen.
        Leider können nicht alle bei hoch bleiben, da droht dann mittel.
        Und das sieht oft signifikant schlechter aus.

        Zusätzlich leidet auch der Gebrauchtmarkt, der wird von den Preissteigerungen nicht verschont bleiben.

        Ganz entscheidend ist natürlich, was man spielt und worauf.
        Ein Freund von mir ist mit seiner Vega 64 LC und dem 5600 dank 1080p und 2D oder Strategiespielen bestimmt noch auf Jahre versorgt.

        Ich mache mir da auch wenig Gedanken.
        Bin selbst sehr gut versorgt (keine Aufrüstung bis 2030 zwingend nötig), sollte der worst-case eintreten (auch nach 2030 keine Aufrüstung möglich), hätte ich noch genug Stoff zum nachholen für ~10 Jahre.

        Zitat von FX9590
        Ich meine, wir fuhren früher ja auch nicht alle einen Brabus E V12 sondern kamen auch mit dem Golf oder Astra gut und trocken ans Ziel.
        Stimmt. Zusätzlich waren die auch schneller als der Brabus.
      • Von FX9590 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also, man kann sich (in den meisten Fällen) immer noch einen ausreichenden PC hinstellen, auch als Firma. Klar, eine High-End Workstation ist mittlerweile sehr teuer aber die meisten Menschen brauchen einen "Office-Rechner mit Internet-Browser" und das ist immer noch absolut bezahlbar. Und wer mehr will muss eben mehr investieren, am Grafikregler drehen (und von "Extrem" runter auf "Hoch" ist nicht so qualvoll für die Augen wie viele anscheinend glauben 😏) oder gebraucht kaufen.

        Ich meine, wir fuhren früher ja auch nicht alle einen Brabus E V12 sondern kamen auch mit dem Golf oder Astra gut und trocken ans Ziel. Von daher: Wer das Beste will zahlt eben mehr und das wir eine extreme Inflation haben zeigt schon der Blick auf den Goldpreis. Ganz abgesehen vom "KI Boom". Und mit einer ARC A770 16GB ist man auch 2026 in der Lage die meisten Spiele zu zocken und Spaß zu haben - selbst lokale LLM laufen damit durchaus brauchbar. Und das für unter 300 Euro! Und wer eine 5080 braucht, oder zu brauchen glaubt, der muss eben tief in die Tasche greifen.

        Kurz: Ich nehme es entspannt. Ein wenig an Stellschrauben drehen und man kann sein Hobby trotzdem noch genießen. 🤗
      • Von oldsqlCrazy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von DarkWing13
        Man merkt, du bist noch nicht in der Arbeitswelt angekommen...
        Man merkt, bei dir ist Licht an aber keiner Zuhause
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von oldsqlCrazy
        Oh nein, jetzt vermutlich auch noch CPUs wie soll man nur ohne Leben können... Manche haben schon all ihre Existenz verloren durch die hohen RAM Preise...
        Man merkt, du bist noch nicht in der Arbeitswelt angekommen...
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