Stau im Suezkanal: Containerschiff Ever Given wieder frei - Lieferprobleme mit PS5 und Co. [Update 2]

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Stau im Suezkanal: Containerschiff verschärft Lieferprobleme mit PS5 und Co. (1)
Quelle: AMD

Jetzt aktualisiert: Playstation 5, Xbox Series X und Grafikkarten wie die Geforce RTX 3060 sind dieser Tage so begehrt, dass die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Eine Blockade im Suezkanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, könnte die Preise noch weiter in die Höhe treiben.

Aktualisierung vom 29.03.2021

Wie unter anderem die Tagesschau meldet, ist das auf Grund gelaufene Containerschiff Ever Given wieder frei. Aktuell werde das 220.000 Tonnen schwere Schiff gesichert, über die weiteren Schritte ist bisher nichts bekannt. Noch ist der Schiffsverkehr nicht wieder freigegeben, rund 370 Schiffe warten mittlerweile auf ihre Passage. Laut Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) passieren 98 Prozent der Containerschiffe zwischen Deutschland und China den Suezkanal - nach Schätzungen gehen 8-9 Prozent der deutschen Importe und Exporte von Waren über diesen Weg.


Aktualisierung vom 27.03.2021

Noch immer bleibt das Container-Schiff Ever Given, das unter dem Hashtag #SuezBlocked für ungewollte Aufmerksamkeit sorgt, im Fokus der Nachrichtensender. Bis dato gibt es keine Erfolgsmeldung bei dem Versuch, das Schiff aus seiner misslichen Lage zu befreien. Obwohl die Ever Given nach Medienberichten fahrtüchtig wäre, hat man es bisher mit herkömmlichen Mitteln nicht geschafft, das im Suezkanal quergestellte Schiff wieder auf Kurs zu bringen. International gibt es mittlerweile Rettungsangebote, am Samstag soll ein weiterer Versuch mithilfe der Gezeiten gestarteten werden. Auch deutsche Unternehmen fürchten mittlerweile Lieferengpässe.


Originalartikel vom 26.03.2021

Die Coronapandemie und damit einhergehende Beschränkungen haben die Welt immer noch im Würgegriff. Die Nachfrage nach Elektronik ist explodiert, entsprechend hoch sind die Preise für aktuelle Grafikkarten wie die Geforce RTX 3080 oder die Radeon RX 6800 XT. Auch die Verfügbarkeit von PS5 und Xbox Series X ist schlecht. Ausgerechnet jetzt hat sich das 400 Meter lange Containerschiff "Ever Given" im Suezkanal quergestellt. In einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, die jährlich 19.000 Schiffe passieren, stauen sich bereits Hunderte Containerschiffe.

Wie die Tagesschau berichtet, könnte es noch mehrere Tage dauern, bis die Blockade aufgelöst werden kann. Doch selbst wenn der Kanal wieder frei ist, wird es zusätzliche Zeit kosten, bis sich der Stau aufgelöst hat. Die Reederei-Firmen Maersk und Hapag-Lloyd prüfen offenbar schon einen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung, welches an der Südspitze Afrikas liegt. Der rund 190 Kilometer lange Suezkanal hingegen läuft durch Ägypten im östlichen Nordafrika und verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer.

Grafikkarten und Co. per Containerschiff aus Asien

Grafikkarten und andere Elektronik kommt normalerweise nicht per Flugzeug, sondern wird über Containerschiffe von Asien nach Europa gebracht. Auch die havarierte "Ever Given" sollte Waren von China nach Europa transportieren.

Mehr zum Thema: Grafikkarten im Preisvergleich: RTX 3060 startet ab 770 Euro, RX 6700 XT erst ab über 1.110 Euro

Laut Bundesverband der Deutschen Industrie seien Logistik-Turbulenzen bereits spürbar. Wegen fehlender Container, unpünktlicher Schiffe und unzureichender Transportkapazität drohten zentrale Lieferketten bereits ins Stocken zu geraten, so die Tagesschau. Bei Rohöl war es bereits zu größeren Preisschwankungen gekommen.

Quelle: Tagesschau

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    • Kommentare (179)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Die gibs ja auch länger als 30m(wesentlich). Die werden im Werk auf länge getrennt. Quasi am laufendem Band!
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Die gibs ja auch länger als 30m(wesentlich). Die werden im Werk auf länge getrennt. Quasi am laufendem Band!
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von LastManStanding
        Das jetzt nur By the way weil kein Realistisches Szenario. Aber durchaus möglich und keine Zauberei.
        Das Unternehmen wo ich beschäftigt bin wendet diese und ähnliche Methoden regelmäßig an für Wasserbauwerke und Tiefenanpassung bei Umgebungswasser.

        Das ist zwar wegen dem hohen Aufwand für die Beschaffung usw + Rückbau ein absolut unwarscheinliches vorgehen aber in 2-4 Tagen mit 8 Maschienen hätte man das ding Komplett mit einem Spundbauwerk umschlossen. Und mit Hochleistung Pumpschiffen in Windes eile voll. Wegen der wahrscheinlich fehlende Deiche an der Stelle müsste man wohl rund um Spunden. 30m Spundlänge gehört sogar noch zu den gängigen üblichen Maßen. Länger geht auch. 20m Tief ist der Kanal glaube nur oder?!
        Das Kanalufer ist Höher als der Kanalspiegel, ich schätze von den Bildern her mal mindestens 1-2 m, da müsstest du nicht spunden. Aber die Tiefe liegt bei mindestens 24 m, kann also auch mal 25-26 m betragen (vor allem wenn gerade ein Schiff durchgepflügt ist). Wenn du noch um 2 m anheben möchtest und 30 m Spundwände hast, bleiben die 2 m Gründung im weichen Sand, um 26 m darüber 2 m Stauhöhe zu halten. Weiß über Spundwände ehrlich gesagt nicht mehr, als das ich schon oft welche gesehen habe, aber das klingt für mich nicht stabil.
      • Von Gast1659561002
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Was willst du da aufstauen? Der Höhenunterschied zwischen Mittelmeer und Rotem Meer ist minimal und letzteres im Schnitt das höhere. Das heißt selbst in Port Said könnte man durch eine Staumauer (die auch erstmal irgendwo herkommen müsste) nur ein paar Zentimeter gewinnen und in Suez, wo die Ever Given festhing, gar nichts. Der Suez Kanal hat keine Zuflüsse wie Panama oder Nord-Ostsee.
        Das jetzt nur By the way weil kein Realistisches Szenario. Aber durchaus möglich und keine Zauberei.
        Das Unternehmen wo ich beschäftigt bin wendet diese und ähnliche Methoden regelmäßig an für Wasserbauwerke und Tiefenanpassung bei Umgebungswasser.

        Das ist zwar wegen dem hohen Aufwand für die Beschaffung usw + Rückbau ein absolut unwarscheinliches vorgehen aber in 2-4 Tagen mit 8 Maschienen hätte man das ding Komplett mit einem Spundbauwerk umschlossen. Und mit Hochleistung Pumpschiffen in Windes eile voll. Wegen der wahrscheinlich fehlende Deiche an der Stelle müsste man wohl rund um Spunden. 30m Spundlänge gehört sogar noch zu den gängigen üblichen Maßen. Länger geht auch. 20m Tief ist der Kanal glaube nur oder?!

        Aber ist auch völlig egal unserer aller auch meine unqualifizierte Meinung juckt im Grunde keinen. Denn die haben das einzig vernünftige gemacht was man in solch einer Situation machen kann. Sediment wegpumpen und das Schiff mit Überlegter Gewalt in Position reißen. Der Mond hat dann das erledigt was die nächste Wahrscheinlichkeit gewesen wäre, das Schiff "irgendwie" anheben!
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von INU.ID
        Nö, ich hab nur vom Bug gesprochen (nur der hat sich ja - soweit mir bekannt - so extrem eingegraben)
        Das Heck lag beinahe eben so nahe am Ufer wie der Bug und das Schiff hat im Bereich Ruder und Schraube den gleichen, tendentiell sogar leicht höhere Tiefgang als im Bugbereich. Der Einzige Unterschied war, dass das Eck einseitig etwas freier lag, weil die Breitseite hier eben etwas Material weggeschoben hatte, ehe der Rest einsank. Der Bug hatte sich direkt reingebohrt und dann nur die seitliche Drehung Spielraum verschafft. Aber die erste große Leistung war, es Ruder und Schrauben wieder freigängig zu bekommen. (Weiß nicht genau, ob die Schiffsmaschienen für die finale Befreiung genutzt wurden, naheliegend und sinnvoll wäre es aber. Ein Schlepper kann von der Seite weder Wasser unter dem Rump in Bewegung setzen noch kann er gerade nach hinten ziehen. Da für hätte es die von mir vermissten Winden an Land benötigt

        Zitat
        Übrigens: Brennschneiden unter Wasser kann man seit ca. 120 Jahren. Teilweise wird ja sogar an Land unter Wasser geschnitten (zb. beim Unterwasser-Plasmaschneider).
        Plasma: Klar. Normales Brennen: Klar. Die liefern beide direkt Wärme. Aber autogen, wo das Material selbst brennen soll? Und dann noch mit hoher Schnittgeschwindigkeit?

        Zitat von LastManStanding
        Wie schon in einem anderen Beitrag von mir geschrieben. Aufstauen wäre nicht nur durchaus Möglich gewesen sondern auch mit das Sinnvollste.
        Was willst du da aufstauen? Der Höhenunterschied zwischen Mittelmeer und Rotem Meer ist minimal und letzteres im Schnitt das höhere. Das heißt selbst in Port Said könnte man durch eine Staumauer (die auch erstmal irgendwo herkommen müsste) nur ein paar Zentimeter gewinnen und in Suez, wo die Ever Given festhing, gar nichts. Der Suez Kanal hat keine Zuflüsse wie Panama oder Nord-Ostsee.
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