Wirtschaft: Samsung kauft deutsches Display-Start-up und entlässt alle Mitarbeiter
Die Display-Abteilung von Samsung hat das deutsche Start-up Cynora gekauft und kurzerhand alle Mitarbeiter entlassen.
Jüngst machte Samsung Schlagzeilen, als mehrere Medien übereinstimmend berichteten, dass sich die Südkoreaner endgültig von der Produktion von LCD-Panels verabschieden. Schließlich werden in günstigen Einsteiger-TVs, die unter der Bezeichnung Crystal UHD verkauft werden, LCD-Panels der Konkurrenz verbaut. Hintergrund ist, dass vor allem chinesische Firmen wie Beo mit günstigen Preisen aufwarten und die Margen im TV-Geschäft klein ausfallen. Nun hat die Display-Abteilung von Samsung das deutsche Start-up Cynora für 300 Millionen US-Dollar gekauft, wie das US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet.
Cynora entwickelt innovatives Material für OLED-Panels
Seit dem Jahr 2013 ist Cynora in Bruchsal ansässig, nachdem es von ehemaligen Mitarbeitern des Karlsruher Instituts für Technologie gegründet wurde. Zuletzt hatte das Unternehmen rund 120 Mitarbeiter. Samsung hat die Firma aufgekauft und alle Mitarbeiter entlassen, wobei es auch Berichte gibt, nach denen die Zerschlagung eine Voraussetzung für den Kauf gewesen sein soll. Dem südkoreanischen Unternehmen geht es nur um die entwickelte Technologie. Cynora entwickelt eine neue Art von organisch emittierenden Materialien für OLED-Bildschirme.
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Als Basis dient dabei die TADF-Technologie, also thermisch aktivierte verzögerte Fluoreszenz. So soll es ein hocheffizientes Material geben, das Blau emittiert. Wann dieses Material in der Großserie eingesetzt werden kann, ist noch offen. Als Cynora im Jahr 2019 die Forschung begann, waren vor allem die blauen Partikel in OLED-Displays wenig erforscht und eine Schwachstelle. Bereits seit September 2017 waren LG Display und Samsung Venture Investment als Investoren an Cynora beteiligt. Laut der FAZ stand Cynora seit Januar 2021 zum Verkauf.
Jüngst berichtete das Wirtschaftsmagazin Digitimes, dass die Preise für LCDs derzeit drastisch fallen. Wenn es nach den Marktbeobachtern von Witsview gehen, sinken die Preise im Vergleich zum Vormonat um bis zu 15 Prozent. In Folge der hohen Inflation ist die Nachfrage nach günstigen TVs mit LCD-Panel deutlich eingebrochen. Im weiteren Jahresverlauf könnte es LCD-TVs zu niedrigen Preisen zu kaufen geben, vorausgesetzt die Inflation frisst den Preisvorteil nicht wieder auf.
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Sammlung zum Display-Start-up aus Bruchsal:
- Samsung hat für 300 Millionen US-Dollar das deutsche Start-up Cynora gekauft. Cynora entwickelt eine neue Art von organisch emittierenden Materialien für OLED-Bildschirme.
- So soll es ein hocheffizientes Material geben, das Blau emittiert.
- Nachdem Aufkauf des Unternehmens aus Bruchsal soll Samsung alle 120 Mitarbeiter entlassen haben. Angeblich stand Cynora seit Januar 2021 zum Verkauf.

Und wenn die Leute was am Kasten haben Gründen sie eine neue Firma oder finden wo anders möglichkeiten ihre Brötchen zu verdienen......
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Ich zitiere mal meinen ersten Beitrag: "Die Mitarbeiter wurden nicht von Samsung, sondern von Cynora selbst entlassen, weil dies Vorbedingung für den Kauf war." Damit dürften sowohl Ross als auch Reiter wohl ausreichend klar benannt sein.
Einfach nur zu sagen, Samsung hätte die Leute gefeuert, ist auf jeden Fall Quatsch. Damit tust du doch genau das, wogegen du dich die ganze Zeit wehrst: Du nennst nur den Reiter, aber nicht das Ross (oder eben umgekehrt, je nachdem, wer für dich hier Ross und wer Reiter ist).
Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wieso man den - aus meiner Sicht selbstverständlichen - Anspruch, dass Fakten in einem Artikel korrekt dargestellt werden, mit derartiger Korinthenkackerei beantworten muss ...