Nvidia mit Umsatzrekord: Geforce legt zu und ist dennoch chancenlos gegen künstliche Intelligenz

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Nvidia-CEO und -Gründer Jen-Hsun Huang auf der SIGGRAPH 2023
Quelle: Nvidia

Der Nvidia-CEO und -Mitbegründer Jen-Hsun Huang und sein Unternehmen haben aktuell gut lachen und eilen derweil von einem Umsatzrekord zum nächsten. So auch im letzten Quartal, bei dem es sich nach Nvidias Zählweise um das zweite Quartal 2024 handelt. Der Weltmarktführer auf dem Sektor der künstlichen Intelligenz erzielte 13,507 Milliarden US-Dollar Umsatz (+ 101 Prozent) und machte einen um 843 Prozent höheren Gewinn.

Der Nvidia-CEO, -Präsident und -Mitbegründer Jen-Hsun Huang und sein Unternehmen haben aktuell gut lachen und eilten zuletzt dank ihrer weltweiten Vormachtstellung auf dem Gebiet der Beschleunigung von künstlicher Intelligenz ("KI") indessen von einem Umsatzrekord zum nächsten. So auch im letzten Quartal, bei dem es sich laut der Zählweise von Nvidia um das zweite Quartal 2024 handelt. Der KI-Marktführer pulverisierte die ohnehin schon riesigen Erwartungen regelrecht zu Staub.

Doppelter Umsatz und 843 Prozent höhere Gewinne

Mit einem Quartalsergebnis von 13,507 Milliarden US-Dollar Umsatz (+ 101 Prozent) und einem Gewinn von rund 6,188 Milliarden US-Dollar (+ 843 Prozent) überflügelt der Chipentwickler seine eigenen Vorjahreszahlen und die des vorangegangenen Quartals deutlich und übertrifft dabei die ohnehin schon enormen Erwartungen der Analysten an das in Santa Clara in Kalifornien beheimatete Technologieunternehmen. Nvidia übertraf die kalkulierten 11 Milliarden US-Dollar Umsatz deutlich, während eine exorbitante Umsatzsteigerung von 88 Prozent zum Q1/2024 erzielt wurde.

Nvidia macht 6,188 Milliarden US-Dollar Gewinn, ein Plus von 843 Prozent zum Vorjahr Quelle: Nvidia Nvidia macht 6,188 Milliarden US-Dollar Gewinn, ein Plus von 843 Prozent zum Vorjahr Spektakulär sind nicht nur die Rekordumsätze und Rekordgewinne, sondern auch der Umstand, wie diese erzielt werden und vor allem womit. Nvidias gesamter Fokus hat sich weg vom Spieler und Endanwender ("Consumer") sowie dem Desktop-Business mit Geforce hin zum Data-Center und dabei speziell hin zum Wachstumsmarkt der künstlichen Intelligenz ("KI") verschoben. Eine Geforce RTX 4090 stellt in einem Vergleich mit dem Enterprise-Portfolio fast schon "Low-Budget" dar. Die Spielergemeinschaft muss sich dennoch keinerlei Sorgen machen.

Der Beitrag von Geforce zum Gesamtumsatz sinkt rapide

Auch wenn das Geschäft mit Consumer-Grafikkarten der Serie Geforce im Vergleich zum letzten Quartal um 11 Prozent und um 22 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 2,49 Milliarden US-Dollar wuchs, so beträgt der Anteil der gesamten Sparte am Gesamtumsatz des IT-Unternehmens nur noch rund 18,5 Prozent. Die große Spielergemeinschaft muss sich dennoch keinerlei Sorgen machen, denn Hochleistungsbeschleuniger à la Geforce RTX 4090 sind weiterhin Massenphänomene für High-End-Spieler und hochrentabel.

Die "Milchmädchenrechnung" geht für Nvidia doch auf

Die im Rahmen einer offiziellen Pressemitteilung (PDF) veröffentlichten Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2024 legen die Vermutung nahe, dass die vielerorts schon als "Milchmädchenrechnung" titulierte Meldung, Nvidia könne mit seinen KI-Beschleunigern bis zu 1.000 Prozent Gewinn machen, doch nicht ganz so abwegig war, wie viele "Experten" verlauten ließen. Ein um sagenhafte 843 Prozent gestiegener Quartalsumsatz in Milliardenhöhe stützen die Informationen, welche die renommierte amerikanisch Investmentbank Raymond James gegenüber dem Tech-Journalisten Tae Kim, der unter anderem für Bloomberg, Dow Jones & Company und Barron's schreibt, bekannt gemacht hatte. Unabhängig davon steht fest, ganz gleich, ob Beschleuniger mit 1.000 Prozent oder 500 Prozent Gewinn verkauft werden, Rekordmargen sind Nvidia mit Data-Center-GPUs aktuell absolut sicher.

Die Data-Center-Sparte mit ihren KI-Beschleunigern war mit 10,32 Milliarden US-Dollar am Gesamtumsatz von 13,507 beteiligt, was einem Anteil von mehr als 76 Prozent entspricht. Die Kundschaft läuft Nvidia aktuell die Türen ein, um KI-GPUs wie den neuen GH200-Superchip ("Grace Hopper") mit 288 GiByte HBM3e-Speicher zu bestellen, weshalb schon das vergangene Quartal ein Rekordquartal war.

Auch wenn einige Beobachter noch immer nicht davon überzeugt sind, Nvidias Bemühungen im Hinblick auf künstliche Intelligenz und der damit verbundene Erfolg sind gekommen, um (erst einmal) zu bleiben. Davon geht zumindest auch Nvidia selbst aus und kündigt prophylaktisch schon einmal das nächste Quartal als Rekordquartal an. Demnach soll es erst einmal noch weiter bergauf gehen.

Auch im kommenden Quartal soll der Umsatz weiter steigen Quelle: Nvidia Auch im kommenden Quartal soll der Umsatz weiter steigen

Nvidia erwartet 16 Milliarden US-Dollar Umsatz im Q3/2024

Nvidia erwartet für das dritte Geschäftsquartal 2024 einen Gesamtumsatz von in etwa 16 Milliarden US-Dollar und hat im Rahmen seiner rund 120-minütigen Keynote zur SIGGRAPH 2023 zuletzt noch einmal klar bestätigt, dass die nahe Zukunft des Unternehmens speziell im Bereich der KI-Beschleunigung liegen wird. In Deutschland ist die Nvidia-Aktie in den letzten fünf Tagen um 18 Prozent gestiegen.

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Die zahlreichen Neuvorstellungen, die Nvidia zur SIGGRAPH 2023 mitgebracht hatte, hat die PCGH-Redaktion bereits ausführlich vorgestellt.

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    • Kommentare (117)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gruenerknilch Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Irgendwie interessant die CoreWeave / Nvidia Konstellation....
        mal schauen, was da noch kommt
      • Von gruenerknilch Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Irgendwie interessant die CoreWeave / Nvidia Konstellation....
        mal schauen, was da noch kommt
      • Von martin85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Atma
        Diese Aussage kommt selbstverständlich wieder von einem AMD only Nutzer
        ...sprach der Intel-Fanboy...
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von xxxxx1
        Das ist putzig und schlau in Alternativen zu denken. Komplett blöd ist es, nur einem Quasimonopol hinterherzuhampeln statt alternativen Anbietern über die Nachfrage Marktchancen zu eröffnen. Und irgendwer wirds schon machen müssen sonst wirds nix. Du natürlich nicht. Penn weiter.
        Niedlich und naiv. Träum weiter.

        1. Hat deine letzte Aussage auf die ich reagiert habe, gar nicht mit deiner jetzigen zu tun.
        2. Ich habe nicht gesagt, das man Nvidia hinterher hecheln soll. Lediglich deiner Aussage widersprochen. Die das Ende Nvidias quasi angekündigt hat.
        3. du möchtest also, lieber ewig weiter die schlechteren Produkte kaufen, egal was die Hersteller entwickeln. Nur um mit deinen Mitteln zu sichern, das es nicht zu einem Monopol kommt? Mach das, ok
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von derneuemann
        Ist ja putzig,
        Team Green bedient immer noch den absoluten Großteil aller PC Gamer. Dementsprechend werden die Entwickler wohl noch länger nicht den Underdog bevorzugen ( bewusst etwas deutlich formuliert).

        Dazu ist Nvidia nicht wirklich gieriger als AMD. Siehe Preise RX 7000
        Das ist putzig und schlau in Alternativen zu denken. Komplett blöd ist es, nur einem Quasimonopol hinterherzuhampeln statt alternativen Anbietern über die Nachfrage Marktchancen zu eröffnen. Und irgendwer wirds schon machen müssen sonst wirds nix. Du natürlich nicht. Penn weiter.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Die sich im grundsätzlichen Schaltungsdesign widerspiegelnden kumulativen Aspekte technischen Fortschritts und die damit verbundene Erfahrung der Ingenieure und Designer wäre ein Punkt, der generell hilft, wenn man elektronische Schaltungen entwirft. Zudem könnten teilweise auch Erfahrungen in der Fertigung eine sehr geringe Rolle spielen, falls die durch TSMC nicht auf andere Kunden angewendet werden dürfen.

        Aber das betrachte ich als sehr, sehr geringen Anteil. Rein betriebswirtschaftlich müsste man die größte Kompetenz zu den KI-Chips umziehen und die Gaming-Sparte mit Anfängern auffüllen. Da das Zeit braucht, wäre sie lange nur zweitklassig.
        Und dann kommt eben noch die Fertigung hinzu, in der eben alle GPUs, wenn die Hauptabnehmer Apple und die teuersten Chips, wie KI-Chips, bedient sind, an der Reihe sind.

        Alles in allem muss ich bei der Einschätzung bleiben, dass die nächsten 10 Jahre im Grafikkartenmarkt sich vermutlich hinziehen werden und deutlich weniger Innovativ werden, als die letzten 10 Jahre. Für Gamer dürfte der Einstieg ins KI-Zeitalter in der Gesamtrechnung ein Verlustgeschäft sind.
      Direkt zum Diskussionsende
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