Grüne Vision: Microsoft deckt globalen Strombedarf mit 100 Prozent erneuerbaren Energien

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Grüne Vision: Microsoft deckt globalen Strombedarf mit 100 Prozent erneuerbaren Energien
Quelle: Microsoft

Microsoft hat stolz verkündet, dass das US-Unternehmen jetzt 100 Prozent seines globalen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien bezieht. Bis 2030 möchte man in Redmond sogar CO2-negativ sein, heißt es in der offiziellen Bekanntmachung.

Wie Microsoft stolz verkündet, hat das US-Unternehmen aus Redmond einen bedeutenden Schritt in Richtung einer CO2-negativen Zukunft gemacht. Demnach werde "der gesamte jährliche globale Strombedarf" des Technologie-Unternehmens inzwischen "hundertprozentig durch erneuerbare Energien" in Form von sogenannten Power-Purchase-Agreements ("PPA") gedeckt. Dieser Erfolg ist Teil des im Jahre 2020 ausgerufenen Microsoft-Ziels, bis 2030 CO2-negativ zu werden. Seit der Bekanntgabe dieses Ziels habe Microsoft eigenen Angaben zufolge weltweit in 26 Ländern neue Verträge für erneuerbare Energien "mit einer Gesamtleistung von 40 Gigawatt" abgeschlossen, heißt es jetzt im aktuellen Blog-Beitrag sowie in dem umfangreichen Whitepaper (PDF) des US-Unternehmens.

Was ist ein PPA?

Ein Power Purchase Agreement ("PPA") ist ein langfristiger, privatwirtschaftlicher Vertrag über die Lieferung von Strom zwischen einem Energieerzeuger und einem Abnehmer. Mit Laufzeiten von 5 bis 15 Jahren bietet er Planungssicherheit, feste Strompreise und schützt vor Marktvolatilität.

Mit ein wenig Verspätung konnte Microsoft den ersten Schritt in diese Richtung heute offiziell verkünden. Das Ziel, bis 2025 den gesamten jährlichen Strombedarf mit erneuerbaren Energien zu decken, wurde demnach erreicht.

Bis 2030 wollen wir CO2-negativ werden und über Partnerschaften und Technologien für mehr Nachhaltigkeit sorgen - in unserem eigenen Geschäft, bei unseren Kunden und weltweit.

CO2-negativ zu sein bedeutet, dass wir mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen, als wir verursachen. Ein Meilenstein auf diesem Weg war das Vorhaben, bis 2025 unseren gesamten jährlichen globalen Strombedarf mit erneuerbaren Energien zu decken.

Heute freuen wir uns, mitteilen zu können, dass Microsoft dieses Ziel erreicht hat. — Microsoft

Microsoft geht zudem im Detail darauf ein, wie das Unternehmen seine erneuerbaren Enegien definiert:

Wie definiert Microsoft seine erneuerbaren Energien?
  • Erneuerbare Energien werden in Microsofts Informationsblatt definiert https://aka.ms/SustainabilityFactsheet2025
  • Microsofts Ziel für erneuerbare Energien umfasst bislang zwei Hauptkategorien: Strom aus vertraglich gebundenen Projekten sowie aus dem Netzmix. Erstere bezieht sich auf erneuerbare Energien, die im Rahmen von PPAs oder ähnlichen langfristigen Verträgen geliefert werden - meist für neue Projekte, bei denen unser finanzielles Engagement entscheidend für deren Umsetzung ist.
  • Diese Kategorie macht mehr als 90% der erneuerbaren Energien aus, die für das Erreichen unseres 2025-Ziels verwendet werden.
  • Die zweite Kategorie ist der "Netzmix" - erneuerbare Energien, die durch unsere regulären Beziehungen zu Versorgern und Tarifstrukturen unterstützt werden, einschließlich politischer Programme wie erneuerbare Portfolio-Standards und Dekarbonisierungsziele auf Landes- und Versorgungsebene.
  • Unser 100%-Ziel für erneuerbare Energien im Jahr 2025 schließt den Kauf von kurzfristigen, sogenannten "Spotmarkt"-RECs aus bereits betriebenen Projekten für saubere Energie aus.

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Quelle: Microsoft

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Es geht doch um Microsoft und deren Server mit Strom zu versorgen.
        Hier ist kein Raum für Diskussionen über "Was ist besser Wind. o. AKW...?" oder "Was macht Deutschland...?", dafür stehen weitere Unterforen zum Austausch bereit.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Es geht doch um Microsoft und deren Server mit Strom zu versorgen.
        Hier ist kein Raum für Diskussionen über "Was ist besser Wind. o. AKW...?" oder "Was macht Deutschland...?", dafür stehen weitere Unterforen zum Austausch bereit.
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        Also wenn dem so wirklich so sei, dann Hut ab !
        Kanns allerdings irgendwie nicht wirklich glauben ...
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Wer glaubt denn das Greenwashing noch?

        Ist doch alles nur Virtuesignalling.

        Erinnert an die "Weisser als weiß" Werbung. Alles nur heiße Luft.

        Papier und das Internet ist geduldig.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von VanWayne
        Zählen die die Atomreaktoren, die sie selbst für sich bauen, jetzt dazu?
        Zitat von MightySH33p
        In den USA zählt Atomstrom zu grünem Strom.
        Nicht nur in den USA, auch in der EU wurden Atomkraftwerke (leider) als "sauber" eingestuft – wie auch immer das rechtens sein kann, solange Atommüll der am schwersten zu managende Dreck überhaupt ist.

        "Sauber" ist aber von "erneuerbar" zu unterscheiden und letzteres ist Atomenergie per Definition nicht. Uran kann meinem Wissen nach nur in Supernovae entstehen, sich also auf diesem Planeten nicht erneuern. Gleiches gilt für alternative schwere/spaltbare Elemente: Sie sind endliche Ressourcen, die man nur verbrauchen kann. Selbst Öl und Kohle sind erneuerbarer, auch wenn die Neubildung da einige Jahrmillionen dauert und bei weitem nicht mit dem Verbrauch der Menschheit mithält.

        In der Pressemitteilung wird Atomstrom allerdings nur im Rahmen der Three-Mile-Island-Reaktivierung erwähnt – als laufendes Projekt für die Zukunft. Laut Wiki werden die Reparaturen des nicht-nuklearen Anlagenteils frühestens 2027, eher 2028 abgeschlossen sein. Die AKW-Neubauten von Microsoft (und Amazon, Google sowie Meta...) brauchen noch länger; "eigener" Atomstrom spielt beim hier beworbenen "Ist"-Zustand also keine Rolle. Eingekaufter Atomstrom würde Microsofts "erneuerbar"-Definition nicht erfüllen, wird allerdings nicht explizit ausgeschlossen und als Zertifikatquelle werden "green power tariff programs" genannt. Das wäre, je nach Land, eine Kategorie, die nicht zwingend nur erneuerbare, sondern auch andere für "sauber" erklärte Technologien beinhaltet, inklusive alles andere als rückstandsfrei arbeitender Atomkraftwerke.

        Allgemein sollte ohnehin klar sein: "Grüne" oder auch "erneuerbare" Tarife von Anbietern mit gemischtem Sortiment sind in der Regel mehr Greenwashing denn Klimaschutz. Wenn Graustrom eingekauft oder produziert wird, ein Kunde aber auf das Label "Grün" besteht, dann werden dem halt die entsprechenden Zertifikate gebündelt verkauft und die restlichen, "mir doch egal"-Kunden erhalten um so schwärzeren Strom. Eine Lenkungswirkung zu sauberer Stromerzeugung ist nur bei reinen EE-Anbietern garantiert, die gar keine fossile Energie handeln (auch nicht über Tochter- oder Mutterunternehmen) und deswegen keine Möglichkeit zu solchen Taschenspielertricks haben.
      • Von GHOSTMD PC-Selbstbauer(in)
        Ok, fein, na schön....
        schauen wir doch mal GENAU hin hm?

        Wie andere hier schon gesagt haben zählen Atomkraftwerke, für Co Pilot
        Datenzentren jetzt dazu? Die dann auch noch kräftig am Trinkwasser der Region
        nuckeln?

        😁

        ok genug Zynismus

        Wer jetzt echt glaubt das Globale "Spieler" wie MS sich WIRKLICH darum scheeren "Klimaneutral"
        un komplett "umweltfreundlich" zu sein, der oder diejenige ist dann glaub ich auch auf nem
        Level von Naivität wo nichts mehr hilft.
      Direkt zum Diskussionsende
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