Krisenstimmung: Intel bald Fabless?

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Krisenstimmung: Intel bald Fabless?
Quelle: Intel

Intel steckt in der Krise und häuft operative Verluste an, während die Aktie in den Keller rauschte. Geldsparen ist die Devise - möglicherweise mit der Ausgliederung der Fabriken. Intel wäre Fabless.

Die Intel-Aktie hatte es nach der Bekanntgabe der letzten Geschäftszahlen drastisch rasiert und schon davor lief es nicht sonderlich gut. Intel hat Probleme - nicht nur mit der Fertigung, sondern auch mit den Produkten; darüber wurde in den letzten Wochen ausführlich berichtet. 15.000 Angestellte will Intel entlassen und jetzt stehen auch die Fabriken auf dem Prüfstand, so wie bei AMD damals, als es nicht mehr so gut lief.

Noch ist nichts bestätigt, aber ein Bericht von Bloomberg unterstreicht, dass Intel durchaus prüft, den Fabless-Weg zu gehen wie die Mitbewerber - insbesondere AMD und Nvidia. Intel steht auch deswegen unter Druck, weil man nun tief in der Verlustzone steckt - zuletzt waren es 1,61 Milliarden US-Dollar. Intel macht weiter gute Umsätze, aber hat zu hohe Kosten und daran sind auch die teuren Fabriken beteiligt.

Berichten zufolge beraten Goldman Sachs und Morgan Stanley Intel bezüglich seiner zukünftigen Schritte im Hinblick auf das Foundry-Geschäft und die Gesamtoperationen. Man hatte unter anderem ARM-Anteile verkauft, um Liquidität zu schaffen. Und die werden sich die großen Brocken anschauen - das Foundry-Geschäft soll der größte "Konsument" von Mitteln sein. Nicht nur der Betrieb, sondern auch der Neubau von Fabriken - unter anderem in Deutschland. Diese Kosten lassen sich auch nicht mit den zahlreichen Subventionen kaschieren.

Im Hinblick auf den Gesundheitszustand des Gesamtunternehmens droht also nun das Aus für einige Investitionen und möglicherweise auch die Ausgliederung der bestehenden Fabriken. Das kommt einem alles sehr vertraut vor - AMD und IBM haben sich vor Jahren von ihrer Fertigung getrennt. Es wäre das Ende einer Ära, aber vielleicht kann Intel nur so weiterleben. AMD und IBM tun es auch.

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Quelle: Bloomberg

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RoyaL375 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von BigBoymann
        Seit wann braucht die Rüstungsindustrie "State-of-the-Art"? Du überschätzt da die verbauten Komponenten! Weiß nicht ob überhaupt ein Teil in einer halbwegs aktuellen Fertigung gefertigt werden könnte? Das meißte wird wohl noch in Mikrometern produziert werden und evtl. sind sie bei Zielsystemen usw. schon in der Moderne angekommen, aber sicherlich weit weit weg von 7nm und Co.
        Wenn man von Russland redet, vielleicht ja. Bei den USA auf jeden Fall nicht.
        Einer der bereits bekannten Kunden der IFS ist die US-Regierung bzw. das Militär und da wird explizit von 18A geredet.
        z. B.
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      • Von RoyaL375 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von BigBoymann
        Seit wann braucht die Rüstungsindustrie "State-of-the-Art"? Du überschätzt da die verbauten Komponenten! Weiß nicht ob überhaupt ein Teil in einer halbwegs aktuellen Fertigung gefertigt werden könnte? Das meißte wird wohl noch in Mikrometern produziert werden und evtl. sind sie bei Zielsystemen usw. schon in der Moderne angekommen, aber sicherlich weit weit weg von 7nm und Co.
        Wenn man von Russland redet, vielleicht ja. Bei den USA auf jeden Fall nicht.
        Einer der bereits bekannten Kunden der IFS ist die US-Regierung bzw. das Militär und da wird explizit von 18A geredet.
        z. B.
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      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RoyaL375
        Ja und das bringt uns „Gamern“ und der Industrie, die State-of-the-Art benötigen (z. B. der Rüstungsindustrie)
        Seit wann braucht die Rüstungsindustrie "State-of-the-Art"? Du überschätzt da die verbauten Komponenten! Weiß nicht ob überhaupt ein Teil in einer halbwegs aktuellen Fertigung gefertigt werden könnte? Das meißte wird wohl noch in Mikrometern produziert werden und evtl. sind sie bei Zielsystemen usw. schon in der Moderne angekommen, aber sicherlich weit weit weg von 7nm und Co.
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Hatte ich es nicht gesagt? *hust*
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Wenn Uncle Sam eine eigene Fertigung haben will, sollen sie die Fabs von Intel abspalten und daraus einen eigenen Konzern machen, oder gleich mehrere die sich unterschiedlich spezialisieren.

        Eine Firma wie Intel die alles selbst machen soll, kann mit Spezialisten immer weniger mithalten, es ist Zeit sich den neuen Bedingungen anzupassen, oder unterzugehen wie einst 3dfx, die auch alles verschlafen haben.
      • Von Rumpelkammer
        Zitat von Pu244
        Dann wird hier permanent so getan, als würde Intel kurz vor der Pleite stehen. Das ist Blödsinn, Intel erwirtschaftet durchaus Gewinne, es läuft halt eben nicht mehr so, wie vor gut 2 Jahren.
        Nein, in Q2 hat Intel 1,6 Milliarden US Dollar Verlust gemacht. Und Gelsinger stellte darauf hin die Auszahlung der Dividenden ein, und gab gleich bekannt dass die nächsten Quartale nicht besser werden.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Man trennte sich so gar von ARM Aktien, um wieder liquide zu werden.
      Direkt zum Diskussionsende
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