Intel im Q1/2019: Hohe Preise glichen schlechte Verfügbarkeit aus - verhaltener Ausblick
Intel hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 bekannt gegeben, die auf den ersten Blick durchaus ordentlich ausfallen. Der Umsatz blieb mit gut 16 Mrd. US-Dollar nahezu unverändert. Das schaffte Intel allerdings nur mit gestiegenen Preisen, welche die gesunkenen Auslieferungen ausglichen. Die Aussicht für das restliche Jahr ist verhalten.
Im Januar prognostizierte Intel einen Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar für das erste Quartal 2019. Die Erwartungen konnte der Chiphersteller mit Einnahmen in Höhe von 16,061 Mrd. USD erfüllen, trotzdem ist die Bekanntgabe von einem trüben Unterton gespickt. Intel konnte den Umsatz lediglich über gestiegene Prozessorpreise erreichen, da die Auslieferungen aufgrund der zu knappen 14-nm-Fertigung zurückgingen. Verglichen mit dem ersten Quartal 2018 wurden im Q1/2019 sieben Prozent weniger Notebook- und jeweils acht Prozent weniger Desktop- und Server-CPUs ausgeliefert.
Gleichzeitig stiegen die Preise für Notebook-Chips um 13 Prozent, jene im Desktop-Bereich um sieben Prozent. Dadurch kommt die Client Computing Group (CCG), die sämtliche Endkundenprodukte umfasst, auf dem Papier gut weg: Der Umsatz stieg innerhalb eines Jahres von 8,22 Mrd. auf 8,586 Mrd. USD. In der Data Center Group (DCG) wurde der durchschnittliche Verkaufspreis um lediglich einen Prozent angehoben, was für einen Umsatzrückgang von 5,234 Mrd. auf 4,902 Mrd. USD sorgte. Das könnte an der Konkurrenz durch AMDs Epyc-CPUs liegen, die immer mehr Cloud-Anbieter und Betreiber von Rechenzentren in Betracht ziehen.
Quelle: PC Games Hardware
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Intels Speichersparte macht Hunderte Millionen USD Verlust
Geradezu katastrophal sieht es in Intels Speichersparte, der Non-Volatile Memory Solutions Group (NSG), aus. Sie erzeugte im ersten Quartal ein Minus von 297 Mio. USD - vor einem Jahr waren es noch -81 Mio. USD. Das liegt primär an sinkenden Verkaufspreisen, die alle Flash-Hersteller betreffen. Intel möchte als Gegenmaßnahme die Produktion von Flash-NAND und Optane-Speicher senken. Die NSG ist neben den steigenden Ausgaben für die 10-nm-Fertigung der Hauptgrund, warum die Gesamtmarge innerhalb eines Jahres von 60,6 auf 56,6 Prozent sank. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (R&D) blieben mit 3,332 Mrd. USD indes nahezu unverändert. Das Feld Marketing, General and Administrative (MG&A) hingegen wurde von 1,9 Mrd. auf 1,533 Mrd. USD eingestampft.
Die Zahlen vom Januar: Intel: Ordentliches Quartals- und Jahresergebnis, aber trotzdem enttäuschend
Der Ausblick sowohl auf das zweite Quartal als auch auf das komplette restliche Jahr fällt verhalten aus. 15,6 Mrd. US-Dollar möchte Intel vom April bis zum Juni einnehmen. Das entspräche einem Rückgang von rund acht Prozent im direkten Jahresvergleich, obwohl das zweite Quartal traditionell stärker ausfällt als das erste. Die Prognose für das gesamte Jahr 2019 hat der Chiphersteller von 71,5 auf 69,0 Mrd. USD korrigiert.

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"Wir können die Preise anheben wie wir wollen und es wird trotzdem gekauft, außerdem machen wir dreimal soviel Gewinn wie die Konkurrenz Umsatz" – noch müssen wir uns um Intel wohl keine Sorgen machen.